In Bahnhofnähe liegt in einem Limmatbogen das ehemalige Kloster Wettingen (jetzt Kantonsschule) mit Bauteilen aus Romanik, Gotik und Barock; dazu gehört ein schöner Park mit Garten. Jenseits der gedeckten Holzbrücke folgen wir dem künstlichen Bach, der den Fischen ermöglicht, die Staumauer des Kraftwerks zu überwinden. An der Autobahnbrücke bei Neuenhof ist auf der Südseite ein Fussgängerweg angebaut, den wir benützen, um auf das natürlichere rechte Limmatufer zu gelangen. Dort verläuft der Weg nahe am Wasser und führt bald unter Brücken der Eisenbahn und der Autobahn durch. Zu dieser muss man eine Treppe hochsteigen (sie führt zur Raststätte Würenlos), um den Furtbach zu überqueren. Durch den Stau der Limmat ist hier ein Biotop mit schwimmenden Blässhuhn (Taucherli)-Nestern entstanden. Achtung, gleich nach der Brücke geht’s links hinab zum Bach und unter der Autobahn zur Limmat. Bei der Brücke zum Bahnhof Killwangen bleiben wir auf der Nordseite, denn bald kommt ein besonders idyllischer Flussabschnitt mit Wald und Schilf. Gegenüber dem Industriegebiet Neuhard liegt die Würenloser Fischerhütte mit Bänken, Brunnen und Feuerstelle. Nach einem breiteren, gekiesten Wegstück durch Wiesen wird der Pfad wieder schmaler, verläuft durch einen Steilhang mit Wald, dann zwischen Schilf und Gärten zu einem grossen Parkplatz. An dessen Ende steht eine alte Obstpresse. Die Wohnblöcke, Terrassenhäuser und Villen von Oetwil reichen bis nahe an den Weg. Dann wird das Ufer flacher mit Buchten und Inseln, Bänken und Liegewiesen. Vor und nach der Autobahnunterführung finden sich folgende Tafeln: «Aufwertung Limmatufer–Binzerliweiher» und «Dietiker und Geroldswiler Auen». Die letzteren liegen zwischen dem Wanderweg und der Limmat und sind nicht zu gänglich, jedoch vom Damm aus überblickbar. Alte Flussläufe wurden wieder ausgebaggert. Über einen solchen führt eine Holzbrücke durch Auenwald wieder zur Limmat. Das letzte Wegstück auf dem Damm bis zur Brücke nach Dietikon führt über Hartbelag.
Information
Parcours de la randonnée
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www.zuercher-wanderwege.ch
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Wettingen
0:00
0:00
Neuenhof Autobahnbrücke
0:35
0:35
Furtbach Autobahnbrücke
1:15
0:40
Fischerhütte
1:45
0:30
Oetwil a.d.L.
2:15
0:30
Geroldswil Hüsliächer
2:40
0:25
Dietikon
3:10
0:30
Détails sur la surface du chemin et la catégorie dans le profil altimétrique
Propositions de randonnées
N° TOP10_3
Otelfingen
— Dielsdorf
• ZH
TOP 10: GRATWEGS INS MITTELALTER
Der Kanton Zürich ist nicht
nur das Land der Seen und
weiten Hügelzüge; es gibt es
auch richtige Berggrate. Der
markanteste ist die Lägern. Als östlichste Ausläuferin des Kettenjuras bildet sie
einen langgezogenen Bergrücken, der
an manchen Stellen im Aargauer Teil so
schmal und felsig ist, dass sich nur trittsichere und schwindelfreie Wanderinnen
und Wanderer darauf einlassen sollten.
Das Ausgangsdorf Otelfingen am Südfuss der Lägern erscheint auf den ersten
Blick unscheinbar. Aber das täuscht,
denn es ist eine der wichtigsten vorgeschichtlichen Siedlungen des Kantons
Zürich. Hier wurden fast 6000 Jahre alte
Keramikstücke gefunden, und schon vor
mehr als 5000 Jahren gruben die Menschen an der Lägern nach Silexknollen
(Feuerstein). Ein grosser Teil des Südhangs der Lägern ist Waldreservat, wird also nicht
mehr für die Holzgewinnung genutzt.
Davon profitieren unzählige Tier- und
Pflanzenarten, die selten geworden sind.
Besonders gefördert werden hier etwa
die safranfarbene Feuerlilie, die Bergmargerite und die ästige Graslilie. In
den aufgelichteten, sonnigen Wäldern
sind auch zahlreiche Schmetterlinge zu
Hause, unter ihnen der wunderschöne
Schwalbenschwanz. Am Ostende der
Lägern liegt das mittelalterliche Städtchen Regensberg mit einem 20 Meter
hohen Schlossturm, den man besteigen
kann, und eindrücklichen Überresten einer Befestigungsmauer aus dem 17. Jahrhundert.
N° ZH0609
Zürich, Landesmuseum Zürich
— Dietikon
• ZH
Wandertrophy 2026: Werdinsel
Silja (Cécile) Walter (1919–2011): Benediktinerin im Kloster Fahr und Schriftstellerin, aus einer Verleger- und Schriftstellerfamilie stammend. Lyrische Werke, Mysterienspiele, Theaterstücke. Wanderung: Sie beginnt in Zürich beim Landesmuseum. Zunächst queren wir den attraktiven Platzspitzpark, wechseln über den Drahtschmidlisteg auf die rechte Limmatseite und stossen so auf den Kloster-Fahr-Weg. Die Route auf Stadtgebiet weist abwechslungsweise Natur- und kürzere Hartbelagsabschnitte auf. Unter der Wipkinger- und weiteren Brücken durch, immer auf der rechten Flussseite, steuern wir bald dem beliebten Freizeitrefugium Werdinsel zu, im Sommer ein hoch willkommener Badeplatz. Wir bleiben nachher auf der rechten, ausschliesslich für Wandernde signalisierten Limmatseite, können aber folgenden Tipp abgeben: Wechsel beim Turbinenhaus auf das linke Ufer, wo die Limmat Renaturieungs- arbeiten einen Blick von einem Holzsteg aus in die wilde Auenlandschaft lohnen. Bald empfängt uns der Lärm der nahen Autobahn. Bei der Brücke Unterengstringen empfehlen wir eine linksufrige Alternative: An Sommer-Sonntagen hält eine Gratis-Fähre den Personenverkehr über die Limmat zum Kloster aufrecht. Sonst aber bleiben wir rechtsufrig, und bald dürfen wir im Schatten hoher Bäume beim Kloster Fahr rasten. Das Kloster, eine Aargauer Exklave, wurde 1130 gegründet und gehört zur Abtei Einsiedeln. Weiter gehts, etwas landeinwärts, durch den Chlosterwald nach Glanzenberg (Burgruine und Städtchen, 13. Jh., Gründung der Regensberger). Bald sind wir wieder an der Limmat, wandern den Schanzen entlang, und über die Strassenbrücke ist bald der Bahnhof Dietikon erreicht. Charakteristika: Geeignet für alle Jahreszeiten. Hartbelagsanteil knapp 20 Prozent. Sehenswertes: Werdinsel, Renaturierungsgebiet, Kloster Fahr, Burg- und Stadtruine Glanzenberg
N° ZH0205
Killwangen
— Dietikon
• AG
Aussichtstürme: Altberg
Vom Bahnhof Killwangen folgen wir dem Wegweiser «Altberg» durch Wohnquartiere, dann gehen wir die Treppe durch den Rebberg hinauf zum Schloss Bickguet (einst Sommer residenzder Wettinger Äbte). Vom Wanderweg leicht abweichend kann man weiter aufsteigen zur Waldecke, wo man auf Bänken die Aussicht geniessen kann. Vor dem Reservoir gehts nach links wieder auf den Wanderweg und auf diesem zum Parkplatz Hüttikerberg. Der kürzeste Weg zum Altberg verläuft über den Grat, eine sonnigere Variante bei der nächsten Gabelung rechts über Lichtungen bis zur Kreuzung, wo der Weg von Oetwil her schräg hinauf zur Waldschenke und zum Turm führt. Der Abstieg beginnt als Treppenweg mit Geländer. Nach 30 Höhenmetern liegt rechts das Naturfreundehaus mit kleiner Terrasse und Feuerstelle. Unten am Waldrand biegen wir zuerst links, dann rechts ab um durch Landwirtschaftsgebiet zum überbauten Sonnenhang von Geroldswil zu gelangen. Die Strasse führt mit Kurven talwärts. Die als «Gmeindhüsliweg» angeschriebene Abzweigung verlassen wir nach wenigen Metern und gehen auf dem «Huebweg» nach rechts zur Post. Dort führt ein schmaler Durchgang zum «Dorfplatz». Diese verkehrsfreie Zone ist umschlossen von der Kirche und modernen Gebäuden, in denen das Gemeindehaus, eine Pizzeria und verschiedene Läden untergebracht sind. Danach führt eine Treppe hinunter zur Bushaltestelle. Wir unterqueren die Autobahn, deren Lärmschutzwände das Siedlungsgebiet begrenzen, und finden eine Lehrtafel mit Plan des Naturschutzgebietes «Geroldswiler Auen», das hinter dem Restaurant Werd beginnt. Das rechte Limmatufer wurde 2006 renaturiert: Das Wasser in den Altläufen schwemmt Kies und Sand an und bildet Tümpel. Vom Dammweg führt eine Holzbrücke zur kanalisierten Limmat. Nun kann man dem Ufer folgen oder einen Bogen machen (nicht signalisiert) durch Auenwald vorbei an Tümpeln und Riedwiesen. Danach überqueren wir auf der Brücke die Limmat und erreichen unser Wanderziel Dietikon.
N° ZH192008
Turgi
— Endingen
• AG
Siggenberg
Unser Ausgangspunkt Turgi (im alemannischen Ortsdialekt «Tuurgi» genannt) wurde geschichtlich 1281 erstmals erwähnt. Der Schrägfluss, das Zahnrad und die Ähre im Ortswappen versinnbildlichen Limmat, Industrie und Landwirtschaft. Wir verlassen Turgi über die 1845 erbaute Holzbrücke und wandern der Limmat entlang flussabwärts bis zum Speiserestaurant Chämihütte. Durch die Rebberge – hier werden unter anderem die Rebsorten Pinot, Cabernet, Chardonnay und Sauvignon angebaut – geht es hinauf zum Aussichtspunkt Iflue. Hier präsentiert sich ein weiter Ausblick in Richtung Brugg, Villiger Geissberg und Villigen – mit der Ruine der mutmasslich Ende des zwölften Jahrhunderts erbauten Spornburg Besserstein – sowie zum PSI (Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften). Weiter geht es zum Weiler Steinenbühl. Das gleichnamige Restaurant ist im Aargau ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Mountainbiker. Anschliessend begeben wir uns durch forstwirtschaftlich genutzte, gut gepflegte Wälder nach Endingen im Surbtal, das zusammen mit Lengnau für seine jüdische Kultur bekannt ist. In Endingen findet unsere Mittwochswanderung ihren Abschluss. Mit Postauto und Zug geht es zurück nach Zürich.