Die Grenze um den Kanton
Zürich ist rund 300 Kilometer
lang. Wir möchten mit euch
in den nächsten Jahren unseren schönen Heimatkanton umrunden.
Unsere Route führt auf Wanderwegen
entlang der Grenzverläufe und wartet
mit sehenswerten Highlights diesseits
und jenseits der Grenze auf. Dabei richten wir uns nach den Verbindungen des
öffentlichen Verkehrs.
So spazieren wir heute vom Bahnhof
Schaffhausen durch die Altstadt hinunter zum Rhein. Wir überqueren
den markanten Fluss, neben dem die
Kantonsgrenze verläuft, und folgen
ihm flussaufwärts bis Langwiesen.
Bald gelangen wir rechts, den gelben
Schildern folgend, auf den Cholfirst. Bestimmt lohnen sich die Höhenmeter hinauf zum Kyburgerstein, der sich
auf der Kantonsgrenze befindet und an
die Grenzbezeichnung der Kyburger
erinnert. Wir folgen nun auf weiten
Strecken dem Grenzverlauf durch den
Wald bis zum Hochwachtturm in der
Nähe von Wildensbuch. Hier bewundern wir von ganz oben die Weitsicht
über das hinter uns liegende Rheintal
und das Zürcher Weinland vor uns.
Den Weiler Wildensbuch lassen wir
nun rechts liegen und wandern direkt
nach Trüllikon. Wer müde ist, kann
hier abkürzen und den Bus nach Ossingen nehmen. Doch leider verpassen diejenigen, die den Bus nehmen,
den schönen Husemersee, den wir als
Nächstes ansteuern.
Information
Parcours de la randonnée
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Données:
swisstopo,
www.zuercher-wanderwege.ch
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www.zuercher-wanderwege.ch
Schaffhausen
0:00
0:00
Kyburgerstein
1:20
1:20
Wildensbuch
2:05
0:45
Trüllikon
2:50
0:45
Husemersee
3:40
0:50
Ossingen
4:15
0:35
Propositions de randonnées
N° Top10_6
Schloss Laufen am Rheinfall
— Ossingen
• ZH
TOP 10: REBBERGE UND RIEGELBAUTEN
Wer einen Tropfen edlen
Weines liebt, der geht
auch gerne dort wandern, wo die Trauben
gedeihen. Und das ist im Kanton Zürich
besonders gut möglich. Denn er ist mit
einer Rebfläche von etwa 600 Hektaren
der grösste Weinbaukanton der Deutschschweiz, und das Weinland ist wiederum das grösste zusammenhängende
Weinbaugebiet im Kanton. Der Zürcher
Weinland-Weg 859 ist wie geschaffen
für die Degustation edler Tropfen aus der
Region. Ein fulminanter Startpunkt ist
die Haltestelle Schloss Laufen am Rheinfall; so kann man vor der eigentlichen
Wanderung noch einen der mächtigsten
Wasserfälle Europas bestaunen. Schöne Weinberge gibt es an den sonnigen
Hängen ob Dachsen, Benken und Rudolfingen – die Aussicht reicht über die weiten Felder und Äcker in der Ebene
bis in die Alpen. In den drei geschichtsträchtigen Dörfern stehen noch zahlreiche schöne Riegelbauten. Wer Lust auf
einen lokalen Blauburgunder oder Riesling-Silvaner hat, findet diesen im Gasthaus zur Guggere in Benken oder in der
Traube in Rudolfingen.
Es ist aber nicht alles Wein auf dieser
Wanderung. Kurz vor Ossingen liegt der
idyllische Husemersee. Das Naturschutzgebiet umfasst wertvolle Flachmoore sowie Riedgebiete und beheimatet seltene
Amphibien und Vögel wie etwa den Pirol. Auf den Bänken oder bei der Liegewiese mit Badesteg lässt es sich wunderbar ausruhen und geniessen.
N° ZH20192016
Rheinau
— Schloss Laufen am Rheinfall
• ZH
Rheinfall
Am Anfang unserer Nachmittagswanderung bewundern wir die Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei von Rheinau. Sie gehört zu den Prunkbauten des Hochbarocks in der Schweiz. Teile des dazugehörenden Klostergebäudes sollen bereits 778 errichtet worden sein. Dem Ufer folgend geht es nun auf einem Teilstück der «ViaRhenana» flussaufwärts, vorbei am Rheinauer Kraftwerk und an der Ortschaft Dachsen. Gegenüber von Dachsen erkennen wir am deutschen Ufer einen Wall, der in vorchristlicher Zeit zur Befestigung einer keltischen Siedlung gehörte. Bei Nohl überqueren wir den Rhein und wandern am rechten Ufer – nun im Kanton Schaffhausen – bis zum Rheinfall. Das spektakuläre, 23 Meter hohe und 150 Meter breite Naturschauspiel ist der grösste Wasserfall in Zentraleuropa. Rund 600’000 Liter Wasser pro Sekunde donnern schäumend über seine Stufen. Nachdem wir den Wasserfall von unten beobachtet haben, steigen wir hinauf zur Eisenbahnbrücke, überqueren diese und beobachten die tosenden Wassermassen nochmals von oben. Nur noch ein kurzes Wegstück, und wir erreichen das Schloss Laufen und auch die Eisenbahnstation, von wo wir unsere Heimreise antreten.
N° ZH0407
Rheinau
— Schaffhausen
• ZH
Am Wasser: Rhein
Auf dem Platz vor der barocken Stiftskirche (1704-1711) sind ein Stammquerschnitt einer Silberpappel, eine Zeder und zwei Mammutbäume bemerkenswert. Das Kraftwerk staut den Rhein bis nahe zum Rheinfall. Der Wanderweg auf der Schweizer Seite verläuft auf und ab durch den bewaldeten Steilhang. Im Bachbett des Höllbachs kann man Schwellen aus Kalktuff sehen, die das Wasser zu Becken aufstauen. Am Ende einer Pferdeweide führt der Weg hinunter zum Picknickplatz am Rhein mit Sitzgelegenheiten und Grill. Noch bequemer ruht man bei der Badi von Dachsen. Am Kiosk sind Tickets für die Badebecken erhältlich, das Schwimmen im Rhein ist gratis. Ab hier folgt der Weg dem Fluss, meist schmal auf einer Uferschutzmauer aus Kalkblöcken, daher für Kinderwagen und Velos nicht geeignet. Enten und Schwäne schwimmen in der schwachen Strömung. Wer direkt zum Schloss Laufen will, bleibt auf der Ostseite. Schöner ist das Erlebnis des Rheinfalls, wenn man den Steg nach Nohl überquert. Das kleine Dorf gehört zur Gemeinde Uhwiesen, mit der es nur eine Strasse über Neuhausen verbindet. Bald ist immer mehr von den brausenden Wassermassen zu sehen, bis sich beim Schloss Wörth der Fall in der ganzen Breite mit seinen Felsen präsentiert. Beim Aufstieg lässt er sich auch noch von der Seite und von oben betrachten. Über die Eisenbahnbrücke erreicht man das Schloss Laufen (Eintritt und Zugang zum Rheinfall kostenpflichtig) und die Bahnstation (Aufhebung geplant). Auf breitem Weg gehts durch Wald nach Flur lingen, wo die Brücke zum Bahnhof Neuhausen führt. Auf der Zürcher Seite bleibend findet man im Dorf mit Riegelhäusern schmale Wege, die von der Strasse weg zu zwei langen Liegewiesen am Rhein führen. Am Nordende der zweiten gibt es sogar eine Bucht mit Sandstrand. In Schaffhausen lohnt es sich, von der zum Bahnhof führenden Strasse abzuzweigen in die Altstadt. Am Fronwagplatz und an der breiten Gasse «Vorstadt» sind besonders schöne Häuser mit Erkern und Malereien, und zahlreiche Gaststätten (auch eine italienische Gelateria) laden zum Einkehren ein.
N° ZH0101
Andelfingen
— Dachsen
• ZH
Wandertrophy 2025: Rudolfingen
Wir überqueren die Thur, folgen ihr nach links und zweigen nach einem Kilometer ab zum steilen Rebhang «Steig» westlich des Schiterberges. Durch einen Mischwald erreichen wir Oerlingen, kreuzen die A4 und queren dem Niderbach entlang eine fruchtbare Ebene. Dann wandern wir zwischen Moränenhügeln nach Rudolfingen, einem musterhaften Bauerndorf am Fusse des Cholfirsts. Am Rande des Rebberges steigen wir steil bergan und weiter durch eine kleinräumige Landschaft zum abgelegenen Dörfchen Wildensbuch (Tipp: Auf der Hochwacht nördlich von Wildensbuch wurde ein neuer Aussichtsturm errichtet, der einen fantastischen Rundblick gewährt). Am alten Schulhaus mit Zeittürmchen vorbei gelangen wir auf den prachtvollen Aussichtsweg oberhalb der Rebberge von Benken. Im bekannten Ausflugsrestaurant Guggeeren löschen wir unter alten, prächtigen Bäumen den Durst und lassen unseren Blick in die Ferne schweifen, über das fruchtbare Weinland zum Irchel und zur Lägeren. Gegen Südosten sind bei klarem Wetter sogar die Alpen zu erkennen. Wir wandern dem Waldrand entlang leicht bergab zum Anderbach und folgen diesem zu den ehrwürdigen Riegelbauten des Dorfes Dachsen.