Niederweningen Dorf ist die zweitletzte Station der Wehntaler S-Bahn. Dank der guten ÖV-Verbindungen nach Zürich und Baden wohnen hier rund 3000 Personen. Beim Bahnhof beginnt die Wanderung mit einem rund zweistündigen, gleichmässigen Aufstieg zur Hochwacht. Unterwegs führt der Weg an einzelnen Bauernhöfen vorbei. Die letzten Höhenmeter verlaufen über einen schmalen, steileren Abschnitt bis zum Restaurant Hochwacht. Es wurde 1888 als Waldschenke erbaut, 1895 als Wirtshaus zur Hohen Wacht eröffnet und ab 1930 durch eine Seilbahn versorgt, die heute nicht mehr besteht. Nach einer dreijährigen Planungsphase von 2017 bis 2020 wurde das ursprüngliche Restaurant sorgfältig umgebaut. Der Abstieg führt an der Skyguide-Radaranlage vorbei hinunter nach Steinmaur.
Information
Parcours de la randonnée
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www.zuercher-wanderwege.ch
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Niederweningen Dorf
0:00
0:00
Hochwacht
1:58
1:58
Regensberg
2:38
0:40
Steinmaur
2:58
0:20
Propositions de randonnées
N° TOP10_3
Otelfingen
— Dielsdorf
• ZH
TOP 10: GRATWEGS INS MITTELALTER
Der Kanton Zürich ist nicht
nur das Land der Seen und
weiten Hügelzüge; es gibt es
auch richtige Berggrate. Der
markanteste ist die Lägern. Als östlichste Ausläuferin des Kettenjuras bildet sie
einen langgezogenen Bergrücken, der
an manchen Stellen im Aargauer Teil so
schmal und felsig ist, dass sich nur trittsichere und schwindelfreie Wanderinnen
und Wanderer darauf einlassen sollten.
Das Ausgangsdorf Otelfingen am Südfuss der Lägern erscheint auf den ersten
Blick unscheinbar. Aber das täuscht,
denn es ist eine der wichtigsten vorgeschichtlichen Siedlungen des Kantons
Zürich. Hier wurden fast 6000 Jahre alte
Keramikstücke gefunden, und schon vor
mehr als 5000 Jahren gruben die Menschen an der Lägern nach Silexknollen
(Feuerstein). Ein grosser Teil des Südhangs der Lägern ist Waldreservat, wird also nicht
mehr für die Holzgewinnung genutzt.
Davon profitieren unzählige Tier- und
Pflanzenarten, die selten geworden sind.
Besonders gefördert werden hier etwa
die safranfarbene Feuerlilie, die Bergmargerite und die ästige Graslilie. In
den aufgelichteten, sonnigen Wäldern
sind auch zahlreiche Schmetterlinge zu
Hause, unter ihnen der wunderschöne
Schwalbenschwanz. Am Ostende der
Lägern liegt das mittelalterliche Städtchen Regensberg mit einem 20 Meter
hohen Schlossturm, den man besteigen
kann, und eindrücklichen Überresten einer Befestigungsmauer aus dem 17. Jahrhundert.
N° ZH0204
Kaiserstuhl
— Stadel
• AG
Aussichtstürme: Stadlerberg
Durch das dreieckige Städtchen spazieren wir hinab zur Brücke. Von nun an ist «Stadlerberg – Stadel» immer angeschrieben. Bald wird der Weg schmaler und führt durch den Steilhang auf und ab zu einer Dichterweg-Tafel, daneben haben Biber Bäumchen abgenagt. Gegenüber dem deutschen Dorf Hohentengen zweigen wir ab und folgen dem Bach aufwärts. Er strömt über viele Schwellen aus Kalktuff. Die Vertiefungen sind der typische Lebensraum für Feuersalamanderlarven. Beim Verlassen des Tobels kommen wir auf eine Ebene, in der weiter östlich Kies ausgebaggert, sortiert und verladen wird. In Weiach führt der Weg durch den Dorfkern und biegt dort rechts ab. Durch eine Talmulde mit Wiesen und Bachgehölz steigt die Flurstrasse gleich mässig an. Bei der Lichtung Müliboden (die Hütte mit Feuerstelle liegt höher oben) wird sie steiler bis auf den Haggenberg. Dort lädt ein Picknickplatz zum Ausruhen ein. Das Geländer dahinter grenzt eine eindrucksvolle Grube ab. Hier wurde nagelfluhartiger Deckenschotter abgebaut. Dieser ist von Schmelzwasserströmen in früheren Eiszeiten abgelagert worden, lange vor dem letzten Gletschervorstoss ins Zürcher Unterland, der die Moränen in den Tälern hinterliess. Unterwegs zum Aussichtsturm liegt links die«Helvetierschanze» (Erklärungen auf einer Tafel). Die in Gedichten und Liedern besungene Waldesruh ist auf diesem Plateau unter der Nordanflugroute kaum zu finden. Aber die Aussicht auf dem Turm belohnt die Aufgestiegenen: Die Alpen von Säntis bis zur Jungfrau, im Norden die erloschenen Vulkane im Hegau, im Süden die Lägern.Westlich vom Picknickplatz beginnt der steile Abstieg. Die obersten 50 Höhenmeter lassen sich kaum umgehen. Weiter unten hingegen lohnt es sich, statt auf langen Treppen die Knie zu strapazieren, auf der Strasse in einem grossen Bogen nochmals die Aussicht zu geniessen. Ein zweiter Bogen führt durch neue Wohnquartiere in den Dorfkern und beim Brunnen rechts zur Bushaltestelle «Stadel Zentrum». Auf dem Kirchturm brüten seit einigen Jahren Störche.
N° ZH0205
Killwangen
— Dietikon
• AG
Aussichtstürme: Altberg
Vom Bahnhof Killwangen folgen wir dem Wegweiser «Altberg» durch Wohnquartiere, dann gehen wir die Treppe durch den Rebberg hinauf zum Schloss Bickguet (einst Sommer residenzder Wettinger Äbte). Vom Wanderweg leicht abweichend kann man weiter aufsteigen zur Waldecke, wo man auf Bänken die Aussicht geniessen kann. Vor dem Reservoir gehts nach links wieder auf den Wanderweg und auf diesem zum Parkplatz Hüttikerberg. Der kürzeste Weg zum Altberg verläuft über den Grat, eine sonnigere Variante bei der nächsten Gabelung rechts über Lichtungen bis zur Kreuzung, wo der Weg von Oetwil her schräg hinauf zur Waldschenke und zum Turm führt. Der Abstieg beginnt als Treppenweg mit Geländer. Nach 30 Höhenmetern liegt rechts das Naturfreundehaus mit kleiner Terrasse und Feuerstelle. Unten am Waldrand biegen wir zuerst links, dann rechts ab um durch Landwirtschaftsgebiet zum überbauten Sonnenhang von Geroldswil zu gelangen. Die Strasse führt mit Kurven talwärts. Die als «Gmeindhüsliweg» angeschriebene Abzweigung verlassen wir nach wenigen Metern und gehen auf dem «Huebweg» nach rechts zur Post. Dort führt ein schmaler Durchgang zum «Dorfplatz». Diese verkehrsfreie Zone ist umschlossen von der Kirche und modernen Gebäuden, in denen das Gemeindehaus, eine Pizzeria und verschiedene Läden untergebracht sind. Danach führt eine Treppe hinunter zur Bushaltestelle. Wir unterqueren die Autobahn, deren Lärmschutzwände das Siedlungsgebiet begrenzen, und finden eine Lehrtafel mit Plan des Naturschutzgebietes «Geroldswiler Auen», das hinter dem Restaurant Werd beginnt. Das rechte Limmatufer wurde 2006 renaturiert: Das Wasser in den Altläufen schwemmt Kies und Sand an und bildet Tümpel. Vom Dammweg führt eine Holzbrücke zur kanalisierten Limmat. Nun kann man dem Ufer folgen oder einen Bogen machen (nicht signalisiert) durch Auenwald vorbei an Tümpeln und Riedwiesen. Danach überqueren wir auf der Brücke die Limmat und erreichen unser Wanderziel Dietikon.
N° ZH192008
Turgi
— Endingen
• AG
Siggenberg
Unser Ausgangspunkt Turgi (im alemannischen Ortsdialekt «Tuurgi» genannt) wurde geschichtlich 1281 erstmals erwähnt. Der Schrägfluss, das Zahnrad und die Ähre im Ortswappen versinnbildlichen Limmat, Industrie und Landwirtschaft. Wir verlassen Turgi über die 1845 erbaute Holzbrücke und wandern der Limmat entlang flussabwärts bis zum Speiserestaurant Chämihütte. Durch die Rebberge – hier werden unter anderem die Rebsorten Pinot, Cabernet, Chardonnay und Sauvignon angebaut – geht es hinauf zum Aussichtspunkt Iflue. Hier präsentiert sich ein weiter Ausblick in Richtung Brugg, Villiger Geissberg und Villigen – mit der Ruine der mutmasslich Ende des zwölften Jahrhunderts erbauten Spornburg Besserstein – sowie zum PSI (Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften). Weiter geht es zum Weiler Steinenbühl. Das gleichnamige Restaurant ist im Aargau ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Mountainbiker. Anschliessend begeben wir uns durch forstwirtschaftlich genutzte, gut gepflegte Wälder nach Endingen im Surbtal, das zusammen mit Lengnau für seine jüdische Kultur bekannt ist. In Endingen findet unsere Mittwochswanderung ihren Abschluss. Mit Postauto und Zug geht es zurück nach Zürich.