Lengwil–Märstetten (**/T1)
Oh, Thurgau, du Heimat,
wie bist du so schön!» Unvermittelt kommt uns die
inoffizielle Hymne des
Kantons Thurgau über die Lippen,
wenn wir bei hoffentlich gutem Wetter
von den östlichen Ausläufern des Seerückens praktisch ebenen Weges hinüber nach Märstetten wandern. Zuerst
die Sicht auf den Untersee, danach die
Lengwiler und die Bommer Weiher,
später die Sicht auf den Säntis und die
langen über Land führenden Stücke
auf der Via Jacobi, hier Schwabenweg
genannt, lassen uns innerlich ruhig werden. Der Schwabenweg führt von
Konstanz bis Einsiedeln und ist mit
wunderschönen historischen Tafeln signalisiert. Zu einem guten Teil befinden wir uns während der Wanderung
auf dem Gebiet der Gemeinde Kemmental, die insgesamt acht Ortsgemeinden umfasst. Mit 25 Quadratkilometern Fläche ist sie die drittgrösste
Gemeinde im Kanton Thurgau. Meist
dem Pilgerweg folgend, bewundern
wir die Felder und die schönen Riegelhäuser. Wir umgehen den Ottoberg
westlich und schliessen die Wanderung
mit einer Glace auf dem Bauernhof ab.
Reiatweg (***/T1)
Der Reiatweg ist die nördlichste Rundwanderung
der Schweiz. Wir starten
in Bibern, einem Nachbardorf von Thayngen, dem Hauptort
des Reiat im Kanton Schaffhausen.
Der Reiatweg verbindet die Dörfer
Bibern, Hofen, Altdorf, Opfertshofen
und Thayngen. Jedes Dorf ist mit dem
öffentlichen Verkehr erschlossen, so
dass die Wanderung jederzeit verkürzt
werden kann. Der Bus fährt stündlich entweder bis Schaffhausen oder
Thayngen. Die abwechslungsreiche
Wanderung führt uns entlang der
Grenze durch den Schmugglergraben.
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war Schmuggeln eine Notwendigkeit; die Menschen besorgten sich oft
Nahrungsmittel jenseits der Grenze.
Weiter geht es zum nördlichsten Rebberg der Schweiz, der 1972 angelegt
wurde. Auf einer Fläche von 4,2 Hektaren werden vor allem Blauburgunderweine produziert. Wir umrunden
Opfertshofen, das höchstgelegene
Dorf des Reiat. Vom Aussichtspunkt
Hohflue oberhalb von Opfertshofen
erblickt man die erloschenen Vulkane in der Hegaulandschaft und bei
gutem Wetter auch die Alpenkette.
Nach einem steilen Abstieg beim Kerzenstübli beenden wir die Wanderung
in Thayngen.
Chuderhüsi (***/T1)
Eine Wanderung im Emmental
ist immer wieder lohnenswert,
denn dieses bietet nicht nur
guten Käse, sondern ist auch
ein vielseitiges Wanderparadies. Wir
starten unsere Tour in Bowil. Das Dorf
ist in ein paar Gehminuten vom Bahnhof erreichbar. Am Dorfende beginnt
der Aufstieg via Meienried, später wandern wir durch den Goucherewald zum
Röthenbacher Aussichtsturm. Der 40
Meter hohe Turm mit 191 Treppenstufen entstand anlässlich des 850-JahrJubiläums der Gemeinde Röthenbach.
Wer will, kann ihn besteigen und die
tolle Aussicht geniessen. Nicht weit
davon entfernt liegt Chuderhüsi. Hier
bietet sich ein eindrücklicher Weitblick. Nach einem kurzen, aber steilen
Aufstieg erreichen wir Ringgis. Von
dort beginnt der Abstieg zum Ausgangsort Bowil. Um viele schöne Eindrücke reicher beenden wir dort unsere
Wanderung.
Homberg (**/T1)
Wir reisen via Aarau
nach Unterkulm im
mittleren Wynental.
Es ist der Hauptort des
Aargauer Bezirks Kulm und mit der
Nachbargemeinde Oberkulm mittlerweile zusammengewachsen. Den
flachen Talboden lassen wir schnell
hinter uns und erreichen einen kleinen Höhenzug zwischen dem Wynen- und dem Seetal. Dieses verläuft
in Nord-Süd-Richtung von Emmen
nach Lenzburg und wird durch den
Hallwiler- und den Baldeggersee
geprägt. Wir wandern auf schönen
Waldwegen südostwärts über den
Tätschbüel-Hügel und am Oberen
Flügelberg vorbei. So erreichen wir den Homberg, der mit seinen 787 Metern nicht die höchste, aber eine der
bekanntesten Erhebungen im Kanton Aargau ist. Auf der dem Homberg südlich vorgelagerten Hochwacht steht der Hombergturm. Von
dort oben haben wir einen schönen
Rundblick auf das südlich gelegene
Oberwynental, das luzernische Michelsamt und die Alpenwelt der Zentralschweiz. Im Osten sehen wir den
Hallwiler- und den Baldeggersee, im
Westen die Westalpen und die Jurahöhenzüge. Nun folgt der Abstieg
nach Beinwil am See, und je nach Lust
und Laune besteht die Möglichkeit zu
einem individuellen Abstecher an den
Hallwilersee.
Überraschungswanderung
Ab 13:00 Uhr des Vortages werden auf dem Wandertelefon (044 771 33 58) die Wanderroute, der Treffpunkt, die ÖV-Verbindungen und weitere wichtige Mitteilungen publiziert.
Oltnerberg (***/T2)
Ab Olten folgen wir ein kurzes Stück dem Lauf der
Aare, bis wir sie auf einem
eindrücklichen Fussgängersteg überqueren. Nach kurzer Wanderung entlang der Aare biegen wir
Richtung Oltnerberg ab. Auf dem gut
begehbaren, aber zum Teil steilen
Wanderweg entdecken wir ein Gebiet, in dem viele Eiben wachsen. Die
Eibe, genannt Bogenbaum, ist für ihre
ausserordentlich lange Lebensdauer
bekannt; ihr Holz wurde bereits im
Mittelalter zur Herstellung von Pfeilbögen verwendet. Auf dem Gratweg
erreichen wir den höchsten Punkt unserer Tour auf 691 Metern. Nach circa 20 Minuten wandern wir am berühmten 1000er-Stägli vorbei. Der Abstieg
nach Boningen führt uns durch eine
eindrückliche Christbaumkultur, in
der auch Wacholderbäume und Blautannen wachsen. Wir durchqueren die
Gemeinde Boningen und passieren
dabei ein grosses Kieswerk. Die Kiesabbaufläche wird laufend aufgeschüttet und mit wetterresistenten Bäumen,
darunter 4000 Stieleichen, 1400 Hagebuchen, 1400 Winterlinden, 800
Nussbäumen, 100 Edelkastanien und
20 Holzäpfeln, bepflanzt. Über die
imposante alte Holzbrücke, die im
Jahr 1863 erbaut wurde, erreichen wir
Murgenthal.
Themenwanderung Biber (*/T1) MIT Anmeldung
Im Jahr 2007 zog eine Biberfamilie
in das Waldstück Niederholz bei
Marthalen ein und staute den Mederbach. Wo zuvor nur ein kleines Bächlein floss, entstand einer der
grössten Biberseen der Schweiz und
mit ihm eine märchenhafte Auenlandschaft. 2013 wurde der Wald der Nutzung entzogen und ganz dem Wirken
der Biber überlassen. Seither hat sich
auf rund fünf Hektaren ein Gebiet entwickelt, in dem die Artenvielfalt regelrecht explodiert ist. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind zurückgekehrt und finden hier ideale Lebensräume.
Heute zählt das Gebiet zu den aussergewöhnlichsten Naturperlen im Zürcher Weinland. Auf dieser Exkursion
führen wir Sie, teilweise auf kleinen
Pfaden, mitten in diesen Dschungel
und zeigen Ihnen, wie es der Biber
schafft, ganze Landschaften umzugestalten. Sie erfahren, warum mit ihm
viele weitere Arten zurückkehren und
wie Naturschützer:innen in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Kanton
dieses einzigartige Stück Natur langfristig sichern.
Schwyzer Panoramaweg (***/T1)
Drehgondelbahn, Fussgängerhängebrücke und eine spektakuläre Sicht über den
Schwyzer Talkessel, die umliegenden Berge und Seen – dies alles
bietet unsere Wanderung vom Mostelberg oberhalb Sattel zur Ibergeregg
SZ. Gestartet wird wie im Kino: Wir
setzen uns hin und geniessen das Panorama von Morgarten und Ägerisee, das
uns die erste Drehgondelbahn der Welt
bietet. Von der Bergstation Mostelberg
geht es auf dem Schwyzer Höhenweg
zuerst durch den Wald um den Engelstock und vorbei am Ziegenhof Blüemlisberg in Richtung Haggenegg. Unsere Route verläuft durch Wälder, über
Weiden und schmale Graswege, die Mythen vor uns, die Schneeberge im
Hintergrund, und mündet unterhalb
der Haggenegg-Kapelle in das Fahrsträsschen, das direkt auf die Passhöhe
führt. Auf romantischen Berg- und
Waldwegen wandern wir in leichtem
Auf und Ab direkt der Nordwand des
Grossen Mythen entlang zum Berggasthaus Holzegg – vielleicht begleitet
von Gämsen und gar Murmeltieren. In
der Pause können wir das fantastische
Bergpanorama auf uns wirken lassen.
Ein schöner, gut befestigter Weg führt
den spärlich bewaldeten Hang entlang
zur Müsliegg, von wo es zu unserem
Ziel, der Ibergeregg, nicht mehr weit
ist. Das Postauto bringt uns anschliessend nach Schwyz.
Lake Zurich from above
This hike is guided in English
and German language. We
would like to appeal to people who are not (yet) familiar
with Swiss German. We meet at Zurich main station at platforms 43/44, or
at Meilen railway station. We cross a
short section of the town of Meilen and
approach the wild and romantic Meilener ravine with its stream and waterfalls. We stop briefly at the Friedberg
castle ruins and continue uphill to the
end of the ravine in Toggwil. Here we
can enjoy the view for the first time.
After another 200 metres of elevation
gain, we reach the observation tower on the Pfannenstiel. Now we take a
break for refreshments and those who
wish, can climb the tower and enjoy
the fantastic panorama in good weather
conditions. We continue on an almost
level path through the still bright green
forest. In Wetzwil, we turn right to the
Blüemlisalp farm and begin our descent through the Erlenbach ravine.
A wildly bubbling stream and several
natural gems such as waterfalls, caves
and boulders await us. It’s a shame that
it is not much further to the centre of
Erlenbach. Here you have the choice
of returning to Zurich by train or by
boat.
Bever- und Albulatal (***/T2+)
Wir nehmen einen erneuten Anlauf zu dieser tollen Wanderung
im Bever- und Albulatal. Nach einer wunderschönen Bahnfahrt durch das Albulatal (UNESCOWeltkulturerbe), via das berühmte Landwasserviadukt und den neuen Albulatunnel, starten wir in Spinas. Das
Val Bever hinauf geht es 2,5 Kilometer zum Punkt 2018, wo der Anstieg
zur Fuorcla Crap Alv beginnt. 450 Höhenmeter auf zum Teil recht steilen Bergwanderwegen sind zu bewältigen. Aber die Mühe lohnt sich, Landschaft und Ausblick sind wunderschön.
Nach der verdienten Mittagspause
wandern wir auf komfortablen Wegen hinunter zu zwei sehr hübschen
kleinen Bergseen, vorbei an der Quelle der Albula und zum Palpuegnasee, dem – laut den Einheimischen –
schönsten Bergsee der Schweiz. In
rund einer halben Stunde sind wir
dann in Preda, wo wir wieder den Zug
besteigen.
Augusto Giacometti (*/T1) ANMELDUNG ab 3. Mai möglich
Augusto Giacometti wurde
1877 in Stampa im Bergell
geboren. Er war ein Cousin
von Giovanni Giacometti,
dem Vater des ebenfalls bekannten
Künstlers Alberto Giacometti (geboren 1901). Charakteristisch für Augusto Giacomettis Malerei sind Farben, denen etwas Kristallines eigen ist
und die aus sich selber heraus leuchten. Walter Müller, unser Kultur- und
Kunstkenner, zeigt und beschreibt uns
in seiner gekonnten Art mehrere Trouvaillen des Künstlers im Stadtzentrum von Zürich. Viele Wanderkilometer
legen wir nicht zurück, dafür erfahren wir Wissenswertes zu Kultur und
Geschichte. Einige werden Schätze in
der Stadt entdecken, von denen sie
möglichweise nicht wussten, dass diese
von Augusto Giacometti stammen.
Auf dem Lindenhof geniessen wir eine
Pause mit Aussicht und vielleicht einem
Getränk und Knabbereien aus dem
Rucksack. Bevor der grosse Abendrummel beginnt, schliessen wir beim
Zürcher Hauptbahnhof unseren Kulturbummel ab.
Themenwanderung Pfäffikersee (*/T1) MIT ANMELDUNG
Erleben Sie eine faszinierende
Wanderung durch die grösste
Moorlandschaft des Kantons
Zürich. Sie tauchen mit einem
erfahrenen Ranger in die vielfältige
Geschichte der Moore ein. Auf der
Wanderung vom Robenhauserriet bis
zum Naturzentrum Pfäffikersee gibt es
spannende Einblicke in die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt. Der Pfäffikersee-Ranger beleuchtet die umfangreichen Aufwertungsmassnahmen, die
in den vergangenen Jahrzehnten für
den Erhalt und die Förderung der Moore von nationaler Bedeutung realisiert wurden, und erzählt aus dem
Rangeralltag. Die Wanderung endet
mit einem Besuch im Naturzentrum
Pfäffikersee, wo es noch mehr zu entdecken gibt oder ein erfrischender
Sprung in den Pfäffikersee möglich ist.
In Zusammenarbeit mit dem Verein
naturzentrum-pfaeffikersee.ch
Rheintaler Höhenweg Teil 4 (****/T1)
Der Marsch vom Bahnhof dem
Fallbach entlang hinauf zum
Rheintaler Höhenweg bleibt
uns nicht erspart. Dafür ist
das Panorama auf dem Weg nach Plona umso intensiver. Überragt vom imposanten Alpstein entdecken wir hier
ein kleines Paradies, wo wir gerne eine
Pause machen und allenfalls die interessante Kapelle besuchen. Es folgt ein
ruppiger Aufstieg entlang der Felswände, über Gesteinsbrocken und vorbei an umgefallenen Baumstämmen.
Ab Oberschwändi wandern wir durch
den Wald hinunter zum Pferdehof
Lögert. Abwechslungsreich ist der Baumnussweg oberhalb von Frümsen,
auf dem über 130 verschiedene Baumnussbäume beschrieben werden, die hier
in den letzten Jahren gepflanzt wurden. Auch die autonome Luftseilbahn
hinauf zur Staubern im Alpstein macht
die Route spannend. Im Interesse jener Wanderinnen und Wanderer, die
diesen anspruchsvollen Höhenweg begehen, aber keine Höchstleistungen
erbringen möchten, brechen wir die
Tour in Sax ab und fahren mit dem
Bus hinunter ins Rheintal. Von Sax aus
werden wir nächstes Jahr die fünfte
Etappe nach Wildhaus im Toggenburg
in Angriff nehmen.
Überraschungswanderung Halbtag
Ab 13:00 Uhr des Vortages werden auf dem Wandertelefon (044 771 33 58) die Wanderroute, der Treffpunkt, die ÖV-Verbindungen und weitere wichtige Mitteilungen publiziert.
Hirzli (****/T2) ANMELDUNG ab 20. Mai 2026 möglich
Das Panorama und die Aussicht auf die Linthebene, den
Zürich- und den Walensee
sind überwältigend. Bei guter Fernsicht kann man bis zum
Schwarzwald und zum Randen sehen.
Die kurze Anreise erlaubt es uns, etwas mehr Zeit ins Wandern und Geniessen zu investieren. Startort ist
Bilten, der nördlichste Ort im Glarnerland und knapp 50 Minuten von Zürich entfernt. Unvermittelt beginnt
ein steiler Aufstieg durch den Almenund Niderenwald zu unserem ersten
Etappenziel, der bestossenen Alp Unter Nideren. Nach einer Pause geht es weiter hinauf zum Hirzli. Dieses bildet zusammen mit dem Planggenstock die erste Gebirgswoge des Glarnerlandes. Die Pause auf dem Gipfel
haben wir uns redlich verdient, und
bei guter Sicht geniessen wir das unvergleichliche Panorama vom Zürichbis zum Walensee. Wenn wir nicht,
um die Knie zu schonen, schon früher
die Seilbahn ab Morgenholz nehmen,
steigen wir nun auf einem guten und
viel begangenen Bergweg die gleiche
Anzahl Höhenmeter wie beim Anstieg nach Niederurnen ab. In Niederurnen nehmen wir das Postauto nach
Ziegelbrücke.
Themenwanderung Yoga MIT ANMELDUNG
Wir wandern achtsam
durch die Natur, verbinden uns Schritt für
Schritt mit dem Boden
unter uns und praktizieren an ausgewählten Orten sanfte Körper-, Atemund mentale Übungen, die das Element
Erde in den Mittelpunkt stellen. Dieses
Element steht für Stabilität, Ausgeglichenheit, Vertrauen, Verwurzelung und
Ruhe. Gemächlich wandern wir der Töss
entlang bis nach Hintertüfenbach. Bei
Akau steigen wir in den Wald hoch bis
zum Doppelgiessen Äbenegg-Gubel und
weiter zum Hagherenloch, einer circa 20
Meter tiefen Höhle. Beide Plätze laden ein, sowohl die Kraft der Erde unter unseren Füssen wahrzunehmen als auch die
Dimension der Erde um und über uns
hautnah zu erleben. Bei Höchstock ist
das Ziel unseres Anstiegs erreicht, und
wir geniessen den wunderbaren Blick
auf das Hörnli und Schnebelhorn. Bei
Musterplatz verlassen wir die gewohnten Pfade und tauchen in das fast schon
wild anmutende Tobel der Hundschilen
ein, dem wir bis nach Bauma folgen.
Die Verbindung von Naturerlebnis, bewusster Bewegung und thematisch abgestimmter Yogapraxis lässt uns auftanken und mit neuer Erdung in den
Alltag zurückkehren.