Alle wissen um den Bergsturz
von Goldau 1806. Doch gleich
an der Albiskette ereignete
sich vor etwa 10 000 Jahren
ein Bergsturz, der fast doppelt so gross
war. Damals zogen sich die Gletscher
langsam zurück, und die östliche Hälfte des Äugsterbergs rutschte – allerdings
ganz langsam über viele Jahre – zu Tal
und staute den heutigen Türlersee auf.
Noch heute sieht man im Wald zwischen
dem Müliberg und dem Türlersee die
Gräben und Hügel in den abgesackten
Gesteinsmassen. Der Türlersee ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern vor allem eine geschützte Naturoase. An den
Hängen breiten sich Moore, aber auch Trockenwiesen aus. Mehr als 20 verschiedene Orchideenarten gedeihen im
Gebiet, und mit etwas Glück entdecken
Schmetterlingsfreunde Perlen wie den
Violetten Silberfalter, den Schachbrettfalter und den stark bedrohten Gelbringfalter. Am nördlichen Ende laichen Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche.
Und mit etwas Glück vernimmt man
den melodischen und vielfältigen Gesang eines Teichrohrsängers. Nach der
stillen Hügellandschaft um Herferswil
erreicht man beim Weiler Hombergweid
einen weiteren Höhepunkt: einen Menhir. Im Freiamt und im Knonaueramt
gibt es etwa 40 Steinreihen und neun
Steinkreise. Die sogenannte Megalithkultur begann in der Schweiz vermutlich im 5. Jahrtausend v. Chr., und einige Steingruppen wurden wohl bis ins 3.
Jahrtausend v. Christus genutzt.
Informazione
DIE WANDERTROPHY ist ein Projekt der Wanderwegorganisationen der Kantone Graubünden, Luzern, St. Gallen und Zürich. Von April bis Mitte November 2026 mindestens fünf Trophy-Ziele besuchen, Ankunft digital bestätigen und mit etwas Glück tolle Preise gewinnen.
Percorso dell'escursione
Mostra su swisstopoStallikon, Wolfenhof
0:00
0:00
Türlersee
1:05
1:05
Herferswil
1:55
0:50
Menhir
2:25
0:30
Mettmenstetten, Oberdorf
2:43
0:18
Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico
Proposte escursionistiche
Nr. ZH7484
Affoltern am Albis
• ZH
Felsenegg
Diese malerische Wanderung führt uns von Affoltern am Albis über das historische Bergwerk Riedhof
zur Felsenegg und schliesslich nach Adliswil. Die Tour bietet eine faszinierende Mischung aus Natur,
Geschichte und atemberaubenden Ausblicken. Nach etwa einer Stunde erreichen wir das Bergwerk
Riedhof. Der Weg führt von dort durch abwechslungsreiche Landschaften mit Wiesen, Feldern und kurzen Waldstücken. An der Felsenegg angekommen, werden wir mit einer spektakulären Aussicht auf den Zürichsee und die umliegenden Berge belohnt. Von hier aus beginnt der Abstieg nach Adliswil.
Nr. ZH0604
Affoltern a.A.
— Kappel a.A.
• ZH
Kultur: Im Söliamt
Albert Häberling (1919–2012): Dirigent, Komponist klassischer Werke und vor allem für Blasorchester. Geboren in Affoltern. Stephan-Jaeggi- und Kultur-Preis Stadt Uster; Redaktor Radio DRS. Wanderung: Ab Bahnhof Affoltern a. A. führt der Weg durchs Zentrum, über die Jonen Richtung Oberdorf, dann ansteigend zum Bislikerhau und via Rastplatz Dachs zum Müliberg, wo wir auf den Ämtlerweg treffen. Nach der Waldpartie des Aeugsterberges lassen wir Aeugst etwas rechts liegen, stechen durchs Seeholz (lange Treppe) hinunter zum beliebten Türlersee, passieren den Hexengraben und stehen bald Nähe Eingang zum Strandbad mit Campingplatz, wo in der warmen Jahreszeit reger Badebetrieb herrscht. Zehn Minuten später kreuzen wir bei der Vollenweid die Hauptstrasse und steigen an auf einen aussichtsreichen Wegabschnitt westlich des Hügelzuges Gom; dieser ist bis Heisch allerdings mit einem Hartbelag versehen. Hausen a. A. bietet mit der Textilindustrie, dem Flugplatz und dem Schlachtfeld einen geschichtlich interessanten Mix. Bei den Näfenhüsern lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Zwingli-Denkmal; wenig später lädt das ehemalige Zisterzienserkloster und heutige reformierte Bildungsstätte Kappel a. A. zum besinnlichen Ausklang dieser Wanderung. Charakteristika: Den Wegweisern nach Müliberg, Aeugst, Heisch, Näfenhüsern und Kappel folgen. Ideal von Frühling bis Herbst; im Winter oft über dem Nebel, aber Vorsicht vor Eisglätte. Hartbelagsanteil gut 40 Prozent. Sehenswertes: Ämtlerweg (eröffnet 2000 zum 175-Jahr-Jubiläum der Gemeinnützigen Gesell schaft Bezirk Affoltern), 46 km lang, 22 Informationstafeln. Türlersee mit Sagen zu seiner Entstehung und zum Hexengraben. Kappel: Kloster 1185–1527, Zeit der Amtsleute 1541– 1803, Armenanstalt 1836–1983, Seminarhotel und Bildungshaus seit 1983.
Nr. ZH0201
Türlen
• ZH
Aussichtstürme: Albis Hochwacht
Ein breiter Kiesweg führt durch das Tobel hinauf, neben dem Bach, der teils über hölzerne Stufen, teils auch über natürliche Wasserfälle fliesst. Die Strecke auf der Strasse (mit breitem Trottoir) bis zur Albispasshöhe dauert nur eine Viertelstunde, dann biegen wir ab und sehen schon am Waldrand den ganzen Zürichsee, dahinter die Alpen vom Säntis bis zum Vrenelisgärtli. Der Turm auf der bewaldeten Hochwacht bietet die totale Rundsicht mit den Alpen vom Säntis bis ins Berner Oberland. Unten im Pavillon und auf den Bänken kann man sich das kaum vorstellen. Der steile Abstieg und die darauf folgende Strecke mit Buckeln, die rechts umgangen werden, sind die einzigen Wegstücke mit Treppen und Wurzeln. Sie sind gut ausgebaut, hingegen ist der Pfad über die Schnabelburg nicht signalisiert und lohnt sich kaum. Bei der zweiten Schnabellücke (803 m) verlassen wir den Höhenweg. Auf einem bequemen Weg zwischen Riedwiesen (Naturschutz) erreichen wir den Weiler Tüfenbach. Dort sind zwei stattliche «Ämtlerhäuser» zu bewundern. Solche Riegelbauten mit Klebdächlein sind typisch für das Knonauer Amt (Säuliamt, Bezirk Affoltern). Nach einigen Minuten auf der Hauptstrasse zweigt der Wanderweg links ab und führt in einem Bogen über den Weiler Vollenweid durch die Ebene zum Türlersee. Dieser ist ein natürlicher Stausee: Vor Jahrtausen den ist ein grosser Teil des Äugsterberges ins Reppischtal abgerutscht. Man kann in einer Stunde den idyllischen See mit seinen natürlichen Ufern auf gutem Weg umrunden. Im Winter liegt allerdings der südwestliche Teil nachmittags im Schatten. Bei Türlen ist die einzige offizielle Badestelle, daneben ein Picknickplatz mit Bänken.
Nr. ZH0507
Adliswil
— Hedigen
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Albisquerung
Bereits die ersten Wanderwegtafeln beim Bahnhof Adliswil informieren uns über den steilen Aufstieg zur Felsenegg. Nach kurzer Wanderzeit stehen wir bei der Talstation der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg (LAF) vor der Entscheidung: fahren oder wandern? Der Aufstieg zu Fuss folgt nach der Seilbahnstation zuerst dem Rellstenbach, taucht in den Wald ein und führt dann sehr steil auf dem Grat aufwärts an einigen senkrechten Sandsteinfelsen entlang, die den Namen Felsenegg dokumentieren. Auf der Terrasse des Restaurants Felsenegg bietet sich uns eine prächtige, weite Sicht auf die Stadt Zürich, das Sihltal, den Zürichsee, das Zürcher Oberland, den Säntis und die Glarner Alpen. Von der Felsenegg gelangen wir auf leicht abfallendem Wanderweg zum schönen Weiler Hinter Buechenegg, der bereits zur Gemeinde Stallikon gehört, und steigen auf einem Kiesweg nach Tägerst hinunter. Dort folgen wir vorerst der Reppischtalstrasse bis zur nächsten Bushaltestelle,wo wir rechts zum Hof Wolfen abbiegen. Eine Landwirtschafts- strasse lässt uns fast mühelos zum Müliberg hochsteigen. Im Weiler Müliberg zweigt unser Weg nach Hedingen rechts ab, Bus und Restaurant liegen nicht direkt an der Wanderroute. Durch Feld und Wald erreichen wir, nachdem wir dem Waldrand entlang gewandert sind, bei Eggmoos eine Weggabelung: Nach links führt uns der Weg via Hedinger Weiher, der einst Energiespender einer Mühle und einer Sägerei war, zum Bahnhof Hedingen. Nach rechts gelan gen wir nach kurzem Aufstieg und über ein asphaltiertes Wegstück zum natürlichen, traum haften Feldenmastobel. Über viele Treppen, Rampen, Stege und Brücklein führt der Weg hinunter zum Dorf. Nach dem Austritt aus dem Tobel stehen wir bereits bei den ersten Häusern von Hedingen und geniessen den Blick auf die Dächer der Siedlung und die zwischen 1510 und 1513 erbaute Kirche mit ihrem schönen Käsbissenturm.