«Stau am Gubrist.» Mit der vertrauten Verkehrsmeldung im Ohr starten wir unsere abgasarme Wanderung auf und über den Gubrist. Um die kurze Tour interessanter zu machen, ziehen wir eine Zusatzschlaufe von Oetwil an der Limmat über das Wisentäli nach Weiningen und von hier aus weiter auf den Gubrist. Wir werden es nicht bereuen. Im Nu gelangen wir in Oetwil a.d.L. den Bach entlang aus dem Dorf. Beim kleinen Weiher folgen wir demselben Bächlein weiter und befinden uns nach wenigen Minuten am Eingang des Wisentäli. Nicht mal die Flugzeuge, die wir über uns am Himmel hören und erspähen, können der friedlichen Stimmung im kleinen Wiesental etwas anhaben. Am Chräbsenbach – wie unser Gewässer heisst – werden wir von lustigen Figuren und Sprüchen begrüsst. Fünfmal haben wir die Wahl, auf den Altberg mit Aussichtsturm abzuzweigen. Diese empfehlenswerte Variante sparen wir uns für den nächsten Ausflug auf. Ganz gemütlich wandern wir durch das Tal, bis wir, vorbei an einem Weiher, hinunter nach Weiningen gelangen. Das hübsche Zürcher Weinbaudorf wird leider von einer stark befahrenen Strasse durchquert. Nach dem Aufstieg durch die Weinreben geniessen wir den Blick zurück, der sich uns Schritt für Schritt eröffnet. Wir sehen ins Limmattal, entdecken (unter anderem) von weitem den Verkehr auf der Autobahn. Vor uns erhebt sich der bewaldete Hügel. Den Waldrand entlang und links durch den Wald gelangen wir auf den 609 Meter hohen Gubrist. Hier stehen wir mitten im Wald und versuchen uns die durch den Tunnel rauschenden Autos vorzustellen. Leise und abgeschieden ist es, wir hören und sehen höchstens mal ein Flugzeug am Himmel. Vorbei an der grossen Grillstelle Glaubeneich gelangen wir in kurzem Abstieg nach Regensdorf. Wer möchte, kann von Glaubeneich aus auch Richtung Höngg weiterwandern. Sehenswert: Wisentäli, Weiningen, Glaubeneich Fazit: Eine einfache Halbtagestour, die nahe am Verkehrspuls überraschend ruhige und sogar idyllische Momente verspricht.
Information
Parcours de la randonnée
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www.zuercher-wanderwege.ch
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Oetwil a.d.L.
0:00
0:00
Wisentäli
0:15
0:15
Weiningen
0:55
0:40
Gubrist
1:45
0:50
Glaubeneich
1:55
0:10
Regensdorf
2:15
0:20
Détails sur la surface du chemin et la catégorie dans le profil altimétrique
Propositions de randonnées
N° ZH0706
Dielsdorf
— Boppelsen
• ZH
Pässe: Mötschen
Regensberg strahlt weit herum ins Tal. Diese Tour führt uns von Dielsdorf am Eingang des Wehntals nach Boppelsen im Furttal – zum Glück vorbei am hoch gelegenen Städtchen. Wir starten beim Bahnhof Dielsdorf Richtung Regensberg und müssen zu Beginn gleich Acht geben, dass wir die Abzweigung in den Bahnhofweg, der uns zum alten Dorfkern führt, nicht verpassen. Einmal mehr staunen wir, wie viele prächtige Riegelhäuser im Kanton Zürich stehen. Nach dem Überqueren der Strasse gewinnen wir entlang an Hecken und Reben stetig an Höhe. Haben wir den steilen, aber kurzen Aufstieg nach Regensberg geschafft, lockt der mittelalterliche Turm aus dem 13. Jahrhundert, der neben der einmaligen Aussicht eine kleine Ausstellung beherbergt. Die (gezählten) 101 Stufen, die wir nach dem Einwurf eines Frankens hochsteigen, lohnen sich. Wir sehen Zürich und den Uetliberg, den Albis ebenso wie Kloten oder die Wehntaler Dörfer. Die Lägern liegt direkt vor uns, Dielsdorf hinter uns. Ab Regensberg folgen wir der Abzweigung nach Buchs und biegen nach wenigen Metern in den Blüemliweg ein. Wir staunen ob der Skiliftmasten und finden heraus, dass im Winter bei genügend Schnee Skibetrieb herrscht. Wir steigen hoch zur Strasse, die wir beim Parkplatz Linden überqueren. Von diesem Ausgangspunkt aus könnte man nach Herzenslust auf die Lägern wandern, auch der Planetenweg startet hier. Etwas zügiger unterwegs sind die Flugzeuge am Himmel. Wir gehen weiter Richtung Mötschen, wo wir uns an einem schönen Plätzchen am Waldrand niederlassen und auf unseren (unauffälligen) Strassenpass zurückblicken. Der kleine Übergang zwischen Regensberg und Boppelsen – auf der Höhe von Linden/Mötschen – spricht wohl vor allem Velo- und Töfffahrer an, und doch geniessen wir entlang dieser Route zu Fuss eine naturbelassene Wanderung mit minimalem Anteil an Hartbelag. Entspannt gehts den Waldrand entlang unserem Ziel, dem hübschen Dorf Boppelsen, entgegen. Sehenswert: Regensberg, Planetenweg, Lägern Fazit: Eine lohnenswerte und kurzweilige Wanderung, mit einem sportlichen Aufstieg und einem einfachen Ausklang.
N° ZH0801
Wila
• ZH
Zürcher Oberland: Oberi Luegeten
Den Ausgangsort Wila verlassen wir nordwärts in Richtung Dorfzentrum. Dort überqueren wir die Hauptstrasse und steigen zum Wald hinauf. Gleichmässig gewinnen wir auf dem Waldweg an Höhe. Nach der letzten markanten Rechtsbiegung des Weges geht es leicht abwärts und bald münden wir links in einen schmalen Pfad ein, der uns kurz und steil auf die Anhöhe leitet. Dort wandern wir dem Waldrand entlang und erreichen Oberi Luegeten. Kurzweilig gestaltet sich die Fortsetzung der Route nach Egg. Wildberg nehmen wir wahr, aber die Markierung weist uns in Richtung Turbenthal. Wir wählen den Feldweg, der beim Bauernhof abzweigt. Später bei der Weggabelung nehmen wir den Wiesenweg rechts in Richtung Turbenthal, der uns am Feldrand entlang zur wilden Brombeerhecke und weiter zum Meliorationsstein führt. Jetzt steigen wir auf dem romantischen schmalen Weglein über Stufen im Wald abwärts zur Töss. Wir geniessen den Tössuferweg nach Wila. Dabei wechseln wir auch einmal das Flussufer. Die Töss war früher ein gefürchteter Fluss, weil er oft über die Ufer trat. In der heutigen Zeit aber ist er oft teilweise ausgetrocknet.
N° ZH0703
Maur
— Erlenbach
• ZH
Pässe: Forch
Am beschaulichen Ausgangsort, der Schifflände in Maur, wünscht man sich weniger davonzuziehen, als anzukommen – eine Option, wenn man die Tour einfach umkehrt. Für dieses Mal starten wir beim idyllischen Ort am Greifensee, wo das Kursschiff nach Uster ablegt und im Sommer Schiffsrundfahrten starten. Wir wandern durch die Ortschaft auf angenehmen Wegen locker in die Höhe. Zur Linken rauscht der Bach. In Aesch angekommen verlassen wir für die nächsten 20 Minuten die Besiedelung nicht mehr. Der Passübergang auf der Forch ist heute überbaut. Und doch zeigt sich die Forch von ihrer pittoresken Seite: Beim Gasthof Krone, der 1783 erbaut wurde, fühlen wir uns in alte Zeiten zurückversetzt und können uns mit etwas Fantasie vorstellen, wie die Kutschen früher hier durchfuhren. Als eigentliche Passhöhe gilt heute eine 682 Meter hoch gelegene Stelle bei der Neuen Forchstrasse, uns jedoch gefällt der alte Passübergang ganz gut. Fünf Minuten später erreichen wir die moderne Bahnstation Forch, gehen direkt über die Passerelle des Bahnhofs und weiter unter der Autobahn hindurch. Gleich danach gehts durch die Felder nach Wangen. Hier führt der direkte Weg die Strasse entlang weiter, doch wir biegen nach der Kreuzung rechts Richtung Tobelmüli ab. Ein wunderbarer Weg am Bach erwartet uns. Wie schön ist es doch, innert so kurzer Zeit in eine derart verwunschene Gegend zu gelangen! Bei Tobelmüli steht das Küsnachter Tobel zur Wahl, eine bedenkenswerte Alternative, doch halten wir uns links Richtung Hohrüti/Pfannenstiel. Da bei folgen wir dem Rüsselbach, gehen unter der Strasse durch (wo der direkte Wanderweg von Wangen her wieder einmündet) und wählen unser Ziel Erlenbach. Oberhalb Limberg gehts auf dem Limbiger-Weg durch den Wald (Wegweiser beachten). Bald treffen wir auf eine Lichtung, bevor uns zum Abschluss unserer Tour das Erlenbacher Tobel in seinen Bann zieht – ein treppenreicher Abstieg in einer faszinierenden Natur- und Wasserlandschaft. Diese Zürcher Tour von Wasser zu Wasser schliesst man am besten mit einer Schiffsfahrt auf dem Zürichsee ab. Sehenswert: Schifflände Maur, Forch, Tobelmüli, Erlenbacher Tobel Fazit: Eine vielseitige Zürcher Tour von See zu See über einen altehrwürdigen Übergang.
N° ZH0503
Birmensdorf
— Dietikon
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Unter Reppischtal
Die Wanderung führt vom Bahnhof Birmensdorf in westlicher Richtung aus dem Knonauer Amt hinaus. Nach wenigen Minuten entlang der Autostrasse überqueren wir die Reppisch und biegen gleich nach der Brücke rechts auf einen schmalen Uferweg ein. Bereits nach den letzten Häusern des Dorfes stehen wir vor den neuen Kasernenbauten Zürich Reppischtal. Beim Bau des ausgedehnten Waffenplatzes nahm man besondere Rücksicht auf den grossen Wert des unteren Reppischtales als Naherholungsgebiet, wovon einige schön gestaltete Biotope zeugen. Der Uferweg führt unter dem Autobahn-Viadukt der Westumfahrung von Zürich hindurch und wechselt vor der Kläranlage auf die rechte Flussseite im engen Tal. Nun steigt ein Waldsträsschen leicht an und führt uns längs des steilen Westhanges der Egg zum Weiler Unter Reppischtal. Nach einem kurzen sonnigen Abschnitt taucht die Naturstrasse in den geschützten Foren-Wald ein und schlängelt sich am Abhang des Honeret weiter west- und danach eine knappe halbe Stunde nordwärts bevor der Weg steil abwärts zum Reppischhof führt. Wir folgen nun dem überaus reizvollen Brüggliweg, der in vielen Windungen am imposanten Steilufer der Reppisch entlang führt. Besonders eindrücklich können wir hier die gewaltige Erosionskraft eines Baches erleben, wie er in der äusseren Krümmung einer Schlaufe den Hang unterhöhlt und ihn stetig zum Abrutschen bringt. Im Grunschen, einem flachen Boden in einer Mäanderschlaufe der Reppisch, hat die Stadt Dietikon einen grosszügigen Rast- und Spielplatz eingerichtet. Am einstigen langgestreckten Fabrikweiher erfreuen wir uns an den vielen Wasservögeln. Das letzte Teilstück unserer Wanderung führt der gelben Signalisation nach der Reppisch entlang durch das in den letzten Jahren rasant gewachsene Dietikon. Bei der Kirchstrasse verlassen wir die Reppisch, die uns auf der ganzen Wanderung begleitet hat, biegen nach rechts ab und erreichen in wenigen Minuten den Bahnhof Dietikon.