Propositions de randonnées • Zürcher Wanderwege
N° ZH0405
Hedingen
— Obfelden Alte Post
• ZH
Am Wasser: Reuss
Der Wanderweg führt aus dem Dorf Hedingen durch flaches Ackerland zur ARA Zwillikon. Dann verläuft er durch Wald und Lichtungen, teils nahe am Flüsschen Jonen, teils auf und ab am Hang zur Wallfahrtskirche Jonental, einem kreuzförmigen Barockbau. Sehenswert sind auch die Skulpturen in der Pfarrkirche des Dorfes Jonen. Dort stehen einige schöne Freiämterhäuser mit den typischen Klebdächlein über den Fenstern der Giebelfront. Der Freiämterweg folgt weiter dem Flüsschen, jedoch nicht bis zur Mündung, denn der Reussuferweg musste wegen Erosion gesperrt werden. Er wurde verlegt an einen verlandeten Altlauf, durchquert diesen, führt durch Auenwald zur ARA Jonen-Ottenbach und um diese herum. Die Reuss erreichen wir endlich über einen Kanal, der in sie mündet. Zwischen diesen beiden Gewässern verdecken Bäume und Sträucher die Sicht, doch das ändert bald. Silberweiden neigen sich weit über den Fluss und strecken dichte Büschel rötlicher Wurzeln ins Wasser. Bei der Ottenbacher Brücke hat man die Wahl zwischen dem Gasthaus und einer Rast auf Bänken unter dem Dach des Pontonierhauses. Unser Weg verläuft nun direkt am sonnigen Ufer, dann taucht er wieder in den Auenwald ein. Beim Punkt 384 wird durch ein Streichwehr Wasser in den oben erwähnten Kanal abgezweigt (Lehrtafel). Es folgt eine parkartig ausgelichtete Partie mit Feuerstellen. Dort wo der Ämtlerweg den Fluss verlässt, lohnt es sich, noch 350 m der Reuss zu folgen, denn bei der Brücke Rickenbach lockt eine grosse Kiesbank mit Feuerstelle zum Verweilen (Variante). Zurück zum Ämtlerweg, der zur Bushaltestelle Rickenbach führt und nach einem kurzen Stück auf der Strasse wieder rechts abzweigt. In der grossen Kiesgrube links vom Weg wird Müll sortiert und Kompogas hergestellt. Dem Wegweiser Richtung Oberlunnern folgend erreichen wir den Lindenbach. Dieser überrascht durch seine unverbaute Natürlichkeit. Prallhänge an den Aussenseiten der Kurven zeigen Moränenmaterial oder Mergelschichten. Im Bachbett bilden härtere vorstehende Sandsteinschichten Stufen, über die das Wasser in tiefe Kolkbecken stürzt. Rechts vom Weg befindet sich eine grosse Obstplantage, danach folgen Brücken und eine Feuerstelle mit Bänken. Ein erfreulicher Abschluss der abwechslungsreichen Wanderung! Dank guter Signalisation ist der Weg zur Bushaltestelle in Obfelden leicht zu finden.
N° ZH0303
Weisslingen
— Effretikon
• ZH
Tobel: Tätschtobel
Eine abwechslungsreiche Tobel-Halbtageswanderung auf signalisierten Wegen führt in die Landschaftskammer südlich Winterthur. Ausgangsort ist Weisslingen. Nach dem Siedlungsgebiet führt ein Wiesenweg steil hinauf zum Dickiwald und dann als Höhenweg Richtung Agasul, einem Ort mit einem erklärungsbedürftigen Namen. Vor diesem Zwischenziel blinken der Brauiweiher und bei guten Sichtverhältnissen aus der Ferne der Alpenkranz entgegen. Der Name des Weilers Agasul reicht zurück ins 8. Jahrhundert und bedeutet Schweinepferch des Ago; weil der Ort jedoch auch die Überlieferung einer Hirschtränke kennt, wählten dieOrtsbürger als Wappen einen stolzen Hirsch anstelle des profanen Schweines… Etwa eine Viertelstunde nach Agasul Richtung Illnau tauchen wir in den Wald zwischen Luckhausen und Horben ein, und beim Weiler Tätsch zeigt der Wegverlauf steil nach unten – unvermittelt stehen wir am Fusse eines Giessens, dem Tätschfelsen, und können dann un- seren Weg im schmalen Tobel fortsetzen. Wie andere Giessen auch, strahlt der Tätsch felsen im Winter oft als grandiose Eisskulptur den Wandernden entgegen. Sanft abwärts dem Hüener bach entlang, die Hauptstrasse und das Flüsschen Kempt (tiefster Punkt der Wande- rung) überquerend und wieder hinauf – das Zwischenziel Kirche Illnau ist erreicht. Die Kirche mit ihrem massigen Chorturm reicht ins 12. Jahrhundert zurück. Von den beiden je eine Stunde dauernden Wegvarianten nach Effretikon wählen wir die südliche über den Walter-Roderer-Weg, das Naturschutzgebiet Örmis und den Weiler Bisikon. Das nun folgende Büzenriet zwischen Bisikon und Effretikon ist heute ein grosses Familiengartenareal. Kurz vor dem Endpunkt Bahnhof Effretikon kann man bei der Ruine Moosburg (eine Gründung der Kyburger 1254, zerstört 1444) noch kurz in die Mittelaltergeschichte eintauchen.
N° ZH0304
Erlenbach ZH, Bahnhof
— Küsnacht ZH
• ZH
Wandertrophy 2026: Tobelmüli
Erlenbach, an der Sonnenküste des Zürichsees, hat seinen dörflichen Charakter bis jetzt bewahrt. Nicht erst in der heutigen Zeit lebt es sich gut in Erlenbach. Ausgrabungen zeigen, dass schon vor 5000 Jahren Menschen an den sonnigen Hängen lebten. Ab der S-Bahn-Station Erlenbach wandern wir Richtung Osten, überqueren die Bahnlinie und erreichen in wenigen Minuten das Dorfbach-Tobel. Bald schon steht man vor dem Höhschutz oder Hanggiessen, einem Wasserfall, der über eine zwölf Meter hohe Molassewand stürzt. Der Pfad führt weiter aufwärts, bis wir zu einer Bachmündung gelangen. Während der eine Weg Richtung Kittenmüli geradeaus geht, streben wir links weiter tobelaufwärts.Wir verlassen den Wald und folgen dem Wanderpfad Richtung Limberg. Vorbei am Forsthaus der Gemeinde Erlenbach und durch die Geländekammer Ruchweid erreichen wir Hohrüti. Wir wenden uns nach links und folgen dem Rüsselbach bis zur Tobelmüli. Geradeaus weiter tauchen wir ins Küsnachter Tobel ein. Einige Minuten später gelangen wir zur ersten grösseren Picknickstelle. Ein paar Mal pendelt nun der Weg zwischen dem linken und dem rechten Bachufer. Weiter tobelabwärts treffen wir auf den Wegweiser, der zur Burgruine Wulp weist. Wir aber halten die Richtung und kommen an den Drachen- oder Fledermaushöhlen vorbei – seltsame Höhlen, zu denen man hinaufklettern kann. In der Sage wird erzählt, dass in der Tiefe der Höhle ein schauriger Lindwurm gehaust haben soll, der das Dorf mehrmals überfallen habe. Ein frommer Ritter habe ihn mit diamantenen Fesseln gebändigt. Weiter gehts dem Dorfbach entlang, vorbei an weiteren Picknickplätzen. Kurz vor dem Tobelende liegt vor uns ein riesiger erratischer Felsblock, der Alexanderstein, ein Sandstein- Findling aus der Eiszeit. Hier befindet sich auch ein Findlingsgarten mit 65 weiteren impo santen Steinen, die aus der näheren Umgebung zusammengetragen wurden. Durch den Tobelweg gehts hinunter zur Alten Landstrasse. Die Richtung haltend, erreichen wir durch die Unterführung die S-Bahn-Station Küsnacht.
N° ZH78965478
Bubikon, Bahnhof
• ZH
Von Bubikon nach Rapperswil-Jona
Dieser Halbtagesausflug beschert schöne Ausblicke über den Oberen Zürichsee, den Obersee sowie die Glarner und Schwyzer Alpen. Die gut zweistündige Wanderung führt von Bubikon via Egelsee nach Rapperswil-Jona.
Gestartet wird am Bahnhof Bubikon, der früher Knotenpunkt zwischen der SBB und der 1946 eingestellten Uerikon-Bauma-Bahn war.
Nach dem ersten kurzen Aufstieg auf den Chapf gelangen Sie zur Moorlandschaft rund um den Egelsee. Richtung Rapperswil-Jona geht es weiter zum Sonnenberg, wo sich eine fantastische Weitsicht auf den Oberen Zürichsee und den Obersee eröffnet. Schwyzer und Glarner Alpen sind zum Greifen nah.
Nach der letzten kleinen Anhöhe, dem Meienberg, gelangen Sie ins Zentrum von Jona und von da ist es nicht mehr weit nach Rapperswil.
N° ZH0002
Uster Bahnhof
• ZH
Vom Oberland zum Zürichsee
«Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.» Diese geflügelten Worte von
Johann Wolfgang von Goethe passen gut zu dieser Wanderung. Wir starten nur gerade 14 Zugsminuten von Zürich HB entfernt in Uster. Die drittgrösste Stadt im Kanton ist stolze Trägerin
des Wakkerpreises und hat mehr zu bieten, als man gemeinhin denkt. Der Wakkerpreis ist eine
Anerkennung für besondere Verdienste beim Ortsbildschutz. In Uster werden viele geschichtsträchtige Gebäude und Anlagen aus den Anfängen der Industrialisierung in vorbildlicher Weise
zum Beispiel in Wohnsiedlungen umgewandelt, und in der 1977 stillgelegten Brauerei wird
heute wieder Bier gebraut. Von der Schiffstation am Greifensee wandern wir zur Naturstation
Silberweide und via Mönchaltorf zum historischen Städtchen Grüningen – klein, aber fein und
ebenfalls Träger des Wakkerpreises. Sehenswert ist auch der jeweils im Herbst stattfindende
historische Landvogteimarkt. Nach der Mittagspause wandern wir gemütlich und mit herrlicher Aussicht auf die Glarner und Zentralschweizer Berge an mehreren Naturschutzgebieten
vorbei über die Ausläufer des Pfannenstiels hinunter nach Stäfa am Zürichsee. Wer Lust hat,
nimmt anstatt des Zuges das Schiff zurück nach Zürich.