Benken ZH — Neuhausen • ZH

Aussichtstürme: Cholfirst

Unser Aufstieg ist nicht signalisiert. Von der Bushaltestelle Benken Dorf folgen wir der Hauptstrasse Richtung Rudolfingen bis zur zweiten bergseitigen Nebenstrasse, auf der wir rasch zum Rebberg gelangen Die dritte Abzweigung nach rechts durch die Reben bietet am meisten Aussicht und mündet in die Strasse, die an den oberen Rand des Rebbergs führt, zum Wanderweg nach Wildensbuch. In diesem Dörfchen folgen wir nicht dem Wegweiser zum Parkplatz Turm, sondern nach 100 m dem gelb signalisierten Wanderweg. Diesen verlassen wir bei der nächsten Abzweigung nach rechts, an einer Gärtnerei vorbei, wo wir schon den Turm erblicken. In einem Bogen durch den Wald erreichen wir ihn. Lehrtafeln informieren überdas Hochwachten-System und die Geschichte von Wildensbuch. Die Douglasien (nordamerikanische Tannenart) für die sieben mächtigen Pfeiler sind auf dem Cholfirst gewachsen. In diesem grossen Wald wäre die Orientierung schwierig ohne die vorbildliche Signalisation. So finden wir leicht den Weg zum Kyburgerstein (Grenzstein, 1756) am Steilhang zum Rhein. Dieser Bergkante folgen wir, an zwei Aussichtspunkten vorbei, zur Gabelung mit dem Wegweiser «Antennenturm». Wer die Besteigung auf steiler Metalltreppe scheut, kann später wenigstens die Aussicht auf die Stadt Schaffhausen bequemer geniessen: Beim Abstieg durchs «Eggässli», wo auf der Karte eine Feuerstelle eingezeichnet ist, steht eine Hütte mit Bänken. Am Waldrand zweigt spitzwinklig der Weg nach Flurlingen ab. Durch den Dorkern mit Riegelhäusern erreichen wir die Brücke zum Bahnhof Neuhausen. Flussabwärts ragen im Fluss Felsen auf, sie künden den nahen Rheinfall an. Bei grosser Hitze ist die Wanderung eher umgekehrt zu empfehlen (Aufstieg im Schatten).

Information

Wanderung Nr. ZH0206

Revision 2026 ‒ Präsentiert von Zürcher Wanderwege

Zürcher Wanderwege

Benken ZH
0:00
0:00
Cholfirst
2:02
2:02
Neuhausen
2:43
0:41
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

TOP 10: REBBERGE UND RIEGELBAUTEN Nr. Top10_6
Schloss Laufen am Rheinfall — Ossingen • ZH

TOP 10: REBBERGE UND RIEGELBAUTEN

Wer einen Tropfen edlen Weines liebt, der geht auch gerne dort wandern, wo die Trauben gedeihen. Und das ist im Kanton Zürich besonders gut möglich. Denn er ist mit einer Rebfläche von etwa 600 Hektaren der grösste Weinbaukanton der Deutschschweiz, und das Weinland ist wiederum das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet im Kanton. Der Zürcher Weinland-Weg 859 ist wie geschaffen für die Degustation edler Tropfen aus der Region. Ein fulminanter Startpunkt ist die Haltestelle Schloss Laufen am Rheinfall; so kann man vor der eigentlichen Wanderung noch einen der mächtigsten Wasserfälle Europas bestaunen. Schöne Weinberge gibt es an den sonnigen Hängen ob Dachsen, Benken und Rudolfingen – die Aussicht reicht über die weiten Felder und Äcker in der Ebene bis in die Alpen. In den drei geschichtsträchtigen Dörfern stehen noch zahlreiche schöne Riegelbauten. Wer Lust auf einen lokalen Blauburgunder oder Riesling-Silvaner hat, findet diesen im Gasthaus zur Guggere in Benken oder in der Traube in Rudolfingen. Es ist aber nicht alles Wein auf dieser Wanderung. Kurz vor Ossingen liegt der idyllische Husemersee. Das Naturschutzgebiet umfasst wertvolle Flachmoore sowie Riedgebiete und beheimatet seltene Amphibien und Vögel wie etwa den Pirol. Auf den Bänken oder bei der Liegewiese mit Badesteg lässt es sich wunderbar ausruhen und geniessen.
Nr. ZH0603
Stammheim • ZH

Kultur: Weinwanderwege

Fritz Deringer (1903–1950): Zeichner und Maler. Wirkungsgebiet u. a. im Stammertal. Ei gene Sammlung im Gemeindehaus Unterstammheim. Wanderung: Unsere Rundwanderung in Form einer Acht beginnt am Bahnhof Stammheim, wo besondere Wegweiser zu einem der sechs Weinwanderwege zeigen. Unterstammheim mit seinen Fachwerkbauten zieht einen sofort in den Bann. Das zentral gelegene Gemeindehaus (Baujahr 1530) mit dem Ortsmuseum und der Sammlung Fritz Deringer und wenige Meter später das reformierte Gotteshaus als Hauptkirche des Stammertals sind bauliche Bijous. Kurz darauf zweigt der Weinwanderweg «Stammerberg» vom Wanderweg ab und lässt uns von informativen Tafeln durchs Rebjahr geleiten und von der Aussicht verführen. Nächster Höhepunkt ist nach kurzem Abstieg die Gallus-Kapelle (erste Erwähnung 897, Wandmalereien 14. Jh.), ein Sakralbau von gesamtschweizerischer Bedeutung. Bald sind wir wieder im ausladenden Talboden, queren das nicht minder attraktive Oberstammheim und nehmen den von Hopfenkulturen gesäumten Abschnitt zum Raffoltersee unter die Füsse. Von dort ist es nicht mehr weit zum von der Antonius-Kapelle (13. Jh., Wandmalereien) und vom Schloss Schwandegg (ab 13. Jh.) dominierten Waltalingen. Ab hier wenden wir uns einem zweiten Weinwanderweg zu («Von Schloss zu Schloss»), jenem über Egg und Zänggel nach Guntalingen, einem weiteren schmucken Strassendorf. Dann geht es, weitgehend auf Hartbelag, über das Riet, wo die Hopfengärten nicht zu übersehen sind, zum Bahnhof Stammheim zurück. Charakteristika: Attraktiv zu jeder Jahreszeit. Hartbelagsanteil etwa 45 Prozent. Sehenswertes: Fachwerkbauten Unter- und Oberstammheim, Gemeindehaus und Kirche Unterstammheim, Gallus-Kapelle, Schloss Schwandegg und Antonius-Kapelle in Waltalingen, Schloss Girsberg (Privatbesitz) bei Guntalingen, Hopfenlehrpfad.
Nr. ZH20192016
Rheinau — Schloss Laufen am Rheinfall • ZH

Rheinfall

Am Anfang unserer Nachmittagswanderung bewundern wir die Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei von Rheinau. Sie gehört zu den Prunkbauten des Hochbarocks in der Schweiz. Teile des dazugehörenden Klostergebäudes sollen bereits 778 errichtet worden sein. Dem Ufer folgend geht es nun auf einem Teilstück der «ViaRhenana» flussaufwärts, vorbei am Rheinauer Kraftwerk und an der Ortschaft Dachsen. Gegenüber von Dachsen erkennen wir am deutschen Ufer einen Wall, der in vorchristlicher Zeit zur Befestigung einer keltischen Siedlung gehörte. Bei Nohl überqueren wir den Rhein und wandern am rechten Ufer – nun im Kanton Schaffhausen – bis zum Rheinfall. Das spektakuläre, 23 Meter hohe und 150 Meter breite Naturschauspiel ist der grösste Wasserfall in Zentraleuropa. Rund 600’000 Liter Wasser pro Sekunde donnern schäumend über seine Stufen. Nachdem wir den Wasserfall von unten beobachtet haben, steigen wir hinauf zur Eisenbahnbrücke, überqueren diese und beobachten die tosenden Wassermassen nochmals von oben. Nur noch ein kurzes Wegstück, und wir erreichen das Schloss Laufen und auch die Eisenbahnstation, von wo wir unsere Heimreise antreten.
Nr. ZH0407
Rheinau — Schaffhausen • ZH

Am Wasser: Rhein

Auf dem Platz vor der barocken Stiftskirche (1704-1711) sind ein Stammquerschnitt einer Silberpappel, eine Zeder und zwei Mammutbäume bemerkenswert. Das Kraftwerk staut den Rhein bis nahe zum Rheinfall. Der Wanderweg auf der Schweizer Seite verläuft auf und ab durch den bewaldeten Steilhang. Im Bachbett des Höllbachs kann man Schwellen aus Kalktuff sehen, die das Wasser zu Becken aufstauen. Am Ende einer Pferdeweide führt der Weg hinunter zum Picknickplatz am Rhein mit Sitzgelegenheiten und Grill. Noch bequemer ruht man bei der Badi von Dachsen. Am Kiosk sind Tickets für die Badebecken erhältlich, das Schwimmen im Rhein ist gratis. Ab hier folgt der Weg dem Fluss, meist schmal auf einer Uferschutzmauer aus Kalkblöcken, daher für Kinderwagen und Velos nicht geeignet. Enten und Schwäne schwimmen in der schwachen Strömung. Wer direkt zum Schloss Laufen will, bleibt auf der Ostseite. Schöner ist das Erlebnis des Rheinfalls, wenn man den Steg nach Nohl überquert. Das kleine Dorf gehört zur Gemeinde Uhwiesen, mit der es nur eine Strasse über Neuhausen verbindet. Bald ist immer mehr von den brausenden Wassermassen zu sehen, bis sich beim Schloss Wörth der Fall in der ganzen Breite mit seinen Felsen präsentiert. Beim Aufstieg lässt er sich auch noch von der Seite und von oben betrachten. Über die Eisenbahnbrücke erreicht man das Schloss Laufen (Eintritt und Zugang zum Rheinfall kostenpflichtig) und die Bahnstation (Aufhebung geplant). Auf breitem Weg gehts durch Wald nach Flur lingen, wo die Brücke zum Bahnhof Neuhausen führt. Auf der Zürcher Seite bleibend findet man im Dorf mit Riegelhäusern schmale Wege, die von der Strasse weg zu zwei langen Liegewiesen am Rhein führen. Am Nordende der zweiten gibt es sogar eine Bucht mit Sandstrand. In Schaffhausen lohnt es sich, von der zum Bahnhof führenden Strasse abzuzweigen in die Altstadt. Am Fronwagplatz und an der breiten Gasse «Vorstadt» sind besonders schöne Häuser mit Erkern und Malereien, und zahlreiche Gaststätten (auch eine italienische Gelateria) laden zum Einkehren ein.

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Zürich Nordostschweiz Wanderung Sommer Winter für Familien mittel T1

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