Sihlbrugg, Dorf — Langnau am Albis • ZH

Wandertrophy 2026: Sihlwald

Der Sihl ErlebnisWeg führt über 107,5 km entlang der Sihl, manchmal nahe am Fluss, manchmal in der Höhe mit Blick zurück ins Quellgebiet oder voraus bis zur Mündung in der Stadt Zürich. Er verläuft durch Alpwiesen, Kulturland, Dörfer sowie Natur- und Waldlandschaften und ist dank guter ÖV-Anbindung etappenweise oder am Stück wanderbar. Die sechste Etappe beginnt in Sihlbrugg und steigt auf der Zürcher Flussseite zur Sihlhalde hinauf. Anschliessend führt der Weg in den Wildnispark Sihlwald, ein regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung. Hier bietet sich eine eindrucksvolle Waldlandschaft mit zahlreichen Naturerlebnissen. Das Besucherzentrum informiert über Flora, Fauna und Geschichte des Sihlwaldes. Der Weg endet beim Bahnhof Langnau am Albis und ermöglicht eine bequeme Rückreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Information

DIE WANDERTROPHY ist ein Projekt der Wanderwegorgani­sationen der Kantone Graubünden, Luzern, St. Gallen und Zürich. Von April bis Mitte November 2026 mindestens fünf Trophy-Ziele besuchen, Ankunft digital bestätigen und mit etwas Glück tolle Preise gewinnen.

Wanderung Nr. ZH78934

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Zürcher Wanderwege

Sihlbrugg, Dorf
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Sihlwald, Bahnhof
1:53
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Langnau am Albis
2:35
0:42
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Nr. ZH0707
Sihlbrugg — Horgen • ZH

Pässe: Hirzel

Ein historischer Übergang, eine wunderbare Zürcher Hügellandschaft, ein wildromantisches Bachtobel, der Zürichsee – das sind die Ingredienzen unserer Tour über den Hirzel. Nur eines muss man sich bewusst sein: An Hartbelag kommt man auf dem Hirzel nicht vorbei. Wir starten beim Verkehrsknotenpunkt in Sihlbrugg. Zum Glück können wir diesen unwirtlichen Ort schnell hinter uns lassen. Dabei folgen wir dem Wegweiser Richtung Tobelmüli und bleiben auf dem offiziellen Wanderweg bis nach Hirzel Höhi. Mit der Höhe gewinnen wir auch an (fantastischer) Sicht. Alternativ könnte man den braunen Wegweisern des alten Saumwegs folgen. Auf diesem transportierten Maultiere zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert Güter auf der Nord-Süd-Achse. Nach einer guten Dreiviertelstunde erreichen wir den Saumpass. Ein Aufstieg in fünf Minuten zur Panoramatafel auf dem Zimmerberg lohnt sich. Nach wenigen Metern auf dem Strässchen treffen wir zur Abwechslung auf einen kleinen Pfad, der abwärts durch die Wiesen führt. Beim Waldrand gehts Richtung Horgener Bergweiher, den wir aber um 10 Minuten verpassen, weil unser nächstes Etappenziel Arn lautet. Vor dem Ortsteil müssen wir die Autobahn über eine Brücke queren. Irgendwo musste sie unsere Wege ja kreuzen, zieht sie sich doch den See entlang in der Höhe durch. Fast zum Schluss gibts – nicht nur für Ortsunkundige – eine Überraschung: Nach Arn ge- langen wir zum Aabach, der uns ein gutes Stück weit bis zum See begleitet. Unglaublich, wie wild und unberührt die Gegend auf einer Strecke von rund 1,5 Kilometern plötzlich wird. Sogar ein Wasserfall versteckt sich im Tobel – mit Feuerstelle und einer imposanten Treppe. Noch etwas fällt uns an diesem frühen Frühlingstag auf: Im Unterschied zum Hirzel beginnt es hier zu blühen. Die Bäume tragen Knospen. Beim Schiessstand suchen wir unseren Weg nach Käpfnach. Wer zum Bergwerk möchte, biegt bei den ersten Häusern wenige Meter nach links ab. Uns ziehts zum See. Auf dem Uferweg, vorbei an den Fähren und der Sust, dem ehemaligen Warenumschlagplatz, gelangen wir zum Bahnhof Horgen (und der Schifflände) Sehenswert: Hirzel Höhi, Horgener Bergweiher, Bergwerk Käpfnach, Fähre Horgen, Alte Sust Fazit: Eine altbekannte Tour durch die liebliche und offene Hügellandschaft des Hirzels.
Nr. ZH0509
Hausen am Albis — Türlen • ZH

Zürich Albis und Knonauer Amt: Türlersee

Unsere Halbtageswanderung beginnt bei der Haltestelle Post in Hausen am Albis. Direkt neben dem historischen Gasthof Löwen folgen wir dem Wanderweg zum Türlersee in Richtung Heisch,wo es mehrere prachtvolle Ämtlerhäuser zu bewundern gibt. Auf einer wenig befahrenen Strasse steigen wir den Südhang des Gom hinauf und geniessen auf dem ebenen Panoramaweg eine einzigartige Aussicht weit über die Moorlandschaft der Chrutzelen hinweg zum Zugersee und zu den Alpen, vom Glärnisch bis zum berühmten Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau im Berner Oberland. Beim Weiler Vollenweid überqueren wir die stark befahrene Albisstrasse und ziehen auf einem chaussierten Feldweg über die Ebene, wo sich einst der Türlersee ausdehnte. Wir überschreiten den grössten Zufluss des Türlersees und wählen für den Seerundgang zuerst den gut gepflegten Weg dem südlichen Ufersaum entlang. Schritt für Schritt geniessen wir den Blick durch Ufergehölze oder den Schilfgürtel und beobachten begeistert die zahlreichen Wasservögel: Stock-, Reiher- und Tafelenten, Blesshühner und Haubentaucher. In der grossen Bucht treffen wir auf den sagenumwobenen Hexengraben, ein schönes kleines Moortal. Ruhebänke laden uns ein, die unverbauten Seeufer mit ihrer reichen Pflanzenwelt zu geniessen. Vor dem Abfluss orientiert uns eine farbige Ämtlerwegtafel über die Entstehung des Türlersees. Unser Rundgang führt nun am Nordostufer entlang weiter bis zum Strandbad und Campingplatz. Der direkte Seeuferweg ist während der Badezeit von Mai bis September gesperrt, zu dieser Zeit müssen wird das Gelände auf einem Fussweg umgehen. Zum Abschluss unserer Wanderung geniessen wir vielleicht ein kühles Bad im See. Von der Bushaltestelle Türlersee führt uns der Bus zurück nach Zürich Wiedikon.
Nr. ZH0401
Arn Hüttenstrasse — Au ZH • ZH

Am Wasser: Zürichsee

Bei der Haltestelle «Hüttnerstrasse» zweigt der Wanderweg ab, der vom Waldrand als bequemer Kiesweg zum Aabach hinunter führt. Wenige Meter oberhalb der Brücke hat der Bach an der Aussenseite seiner Kurve, am Prallhang, horizontale Sandstein- und Mergelschichten der «Oberen Süsswassermolasse» (Alter bis 5 Mio Jahre) freigelegt. Die dunkle Schicht unten ist aus einem Moor entstanden und enthält hellbraune, glänzende Teile von Wasserschneckenhäuschen. Auf der Innenseite der Kurve lagert der Bach Geröll aus Moränenmaterial ab, das von Linthgletscher vor 10000–100000 Jahren hierher transportiert wurde. Diesen beiden Geländeformen und Gesteinsarten werden wir mehrmals begegnen. Manchmal fliesst der Bach über glatten Sandstein mit niedrigen Stufen und Badebecken, dann wieder sucht er sich zwischen Felsblöcken einen Weg. Die einzige hohe Stufe, wo das Wasser in freiem Fall in ein grosses Becken stürzt, überwindet der Weg mit langen Metalltreppen. Später wechselt er zwei mal auf die andere Seite. Dann weist rechts eine Tafel auf das einstige Braunkohlebergwerk hin (Besichtigungen: 044 725 39 35). Bei der dritten Brücke verlässt der Weg den Bach, steigt leicht an und über Treppen wieder hinunter zu einem Seitenbach mit Wasserfall mit bunten Schichten. Bald weitet sich das Tobel, der Weg weicht einer Schiessanlage aus und führt durch den bewaldeten Steilhang zum Waldrand mit Aussicht, dann zur Bergwerkstrasse. Wo diese in die Hauptstrasse mündet, ist die Bushaltestelle Käpfnach. Die Verbindung zum See führt Richtung Horgen durch den Sagiweg, Richtung Au der Strasse nach zum Strandbad. Von dort zur Au verläuft der Uferweg neben der Bahnlinie, meist ohne Hartbelag, manchmal auf Holzstegen durch Schilf. Es gibt ein Restaurant und mehrere schöne Rasenplätze am See. Wer das Auseelein umrunden will, geht bei der ersten Abzweigung geradeaus weiter und erreicht den Zürichsee wieder beim Schloss. Dieses gehörte der Familie Werdmüller (General im 17. Jh.) und dient jetzt der Lehrerfortbildung. Der Weg zur Schifflände ist bequem und bietet einige Zugänge zum Wasser.
Am Wasser: Sihl Nr. ZH0402
Schönenberg — Sihlbrugg Dorf • ZH

Am Wasser: Sihl

Schönenberg liegt auf 714 m und damit meistens über dem Herbstnebel. Der Wanderweg erreicht schon bald seinen höchsten Punkt. Dort überblickt man die typische Moränenlandschaft, oft mit einem markanten Baum auf den Hügelkuppen. Sie entstand, als Linth- und Reussgletscher über die Täler hinauswuchsen und sich zeitweise hier vereinigten, sich am Albis aber wieder trennten. Weil der Linthgletscher den Abfluss ins Zürichseetal versperrte, musste die Sihl einen Weg durch die eiszeitlichen Ablagerungen suchen und hat sich dabei auch in ältere Gesteinschichten eingeschnitten, was wir im Sihlsprung sehen werden. Vorher durchqueren wir ein geschütztes Ried und steigen steil ab zum Suenerstäg, der zur zugerischen Sihlmatt hinüberführt. Beim beliebten Gasthaus sind Fischzuchtbecken, Ziegen und Esel zu sehen. Bald verengt sich das Tal; durch die Nagelfluhwand wurden 1898 Tunnels gebaut, um die Wasserfassungen der Stadt Zürich zu erschliessen. So erreichen nun die Wanderer bequem den Steg am Sihlsprung. Ab hier zwängt sich die Sihl zwischen riesigen Nagelfluhblöcken hindurch, die von den beidseitigen Felswänden abgebrochen sind. Der Weg auf der rechten Seite schlängelt sich auf und ab durch das Fels-Chaos und bietet Möglichkeiten, zu tiefen Becken im Fluss abzusteigen. Dann verläuft er wieder nahe an der Sihl, abwechselnd durch feuchte Hangmoore und Wald an Steilhängen, wo Tafeln vor Steinschlag warnen – es ist aber nur mit Rutschungen zu rechnen. Am Ende der zweiten Sihlmatt, einer grossen Weide mit Bauernhof und Besenbeiz, lädt an einer Biegung der Sihl mit Sandsteinschwellen und Geröllstrand ein Picknickplatz zum Rasten ein. Wenig flussabwärts, nach einer Gegensteigung mit Treppe, führt eine gedeckte Holzbrücke auf die Zuger Seite. Wir folgen weiter dem rechtsseitigen Weg durch Wald und Lichtungen. Erst bei der Schifflibrücke, die 2005 mit Geld aus einem Fonds der Zürcher Wanderwege erstellt wurde, überqueren wir die Sihl oberhalb eines Wehrs, das Wasser in einen Industriekanal ableitet. Das letzte Wegstück verläuft nochmals auf und ab im bewaldeten Steilhang nach Sihlbrugg Dorf, wo das Idyll ein jähes Ende findet am Verkehrsknoten mit vielen grossen Neubauten.

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Zürich Wanderung Sommer Winter tief T1

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