Wandervorschläge • Zürcher Wanderwege

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Nr. ZH0501
Zürich Milchbuck — Zürich Burgwis • ZH

Zürich Albis und Knonauer Amt: Zürichberg

Bei der Tram- und Busstation Milchbuck, dem Übergang von der Stadt ins Glatttal, betreten wir nach wenigen Schritten die ausgedehnten Parkanlagen der Universität Zürich-Irchel, deren wunderbare Naturlandschaften sich lohnen, erforscht zu werden. Von der imposanten Aussichtskanzel auf dem höchsten Punkt der Grünanlage geniessen wir die Aussicht: Nach Westen füllt die Grossstadt das breite Limmattal zwischen Uetliberg und Chäferberg, nach Norden greift sie tief ins Glatttal hinein, im Süden sieht man über den Zürichsee bis zu den Glarner Alpen. Auf einem steilen Stufenweg am Resiweiher vorbei steigen wir das kleine Tobel hinauf, wo an einer Waldwegkreuzung eine grosse Schutzhütte mit Feuerstellen, Ruhebänken und ein idyllisches Waldweiherchen zum Verweilen einladen. Über die Wegkreuzung Zürichberg, wiederum an einem der zahlreichen schönen und gepflegten Rastplätze vorbei, wandern wir in Richtung Allmend Fluntern, wo sich der Blick über das Quartier Fluntern zum See und bei sichtigem Wetter bis zum Alpenkranz öffnet. Über bequeme Wege erreichen wir das Wellenbad und die Kunsteisbahn Dolder, deren erste Bauten 1930 erstellt worden sind. Nach der Umgehung dieses Geländes führt uns ein breites Waldsträsschen direkt zum liebevoll gepflegten Restaurant Degenried. Vom Degenried aus könnte man in 20 Minuten auf direktem Weg nach Hirslanden zur Tramstation Klusplatz absteigen. Wir aber folgen dem Wanderweg ins Stöckentobel. Im romantischen Tobel verlassen wir den Witikerweg und steigen dem Elefantenbach nach abwärts durch den wilden Schluchtwald über vermooste Brücklein. Und dann die Überraschung: Da steht wahrhaftig, mitten im Bachbett, ein grosser, steinerner Elefant, der Wasser aus dem Rüssel sprudeln lässt. Der erste Elefant wurde bereits 1898 vom Verschönerungsverein Zürich geschaffen und gibt seitherdem Gewässer im Stöckentobel seinen heutigen Namen. Danach führt uns der Weg weiter dem Elefantenbach entlang abwärts, bei der Schleife unter der Witikonerstrasse hindurch zur Tramhaltestelle in der Burgwis. Auf der anderen Strassenseite bewundern wir noch die prachtvolle, geschlossene Gebäudegruppe der Mühle Hirslanden.
Nr. ZH0502
Schlieren — Uetliberg • ZH

Zürich Albis und Knonauer Amt: Hohenstein

Schlieren ist in den vergangenen Jahren von einer Industriegemeinde zu einer Stadt der Dienstleistungsbetriebe herangewachsen. Vom Bahnhof Schlieren führt der Wanderweg zuerst zur grossen Busstation und gleich darauf mitten durch das Stadtzentrum. Nach der Überquerung der Ämtlerbahn wandern wir bereits durch eine offene Landschaft, bevor wir in den Wald einbiegen. Der Blick zurück zeigt uns das breite Limmattal, begrenzt von der Heitersberg- und Altbergkette. Deutlich erkennbar sind die Hochhäuser von Spreitenbach und am Horizont die Lägern. Auf gepflegten Waldsträsschen erreichen wir nach der Stadtgrenze einen grossen, reich ausgebauten Rastplatz beim Forsthaus Frauenmatt. Die Wanderwegsignalisation leitet uns weiter durch den Wald, bis wir beim Feldermoos auf die stark befahrene Birmensdorferstrasse stossen. Ein schmaler Fussweg bringt uns zu den Geleisen der Uetlibergbahn, die wir überqueren und auf guten Waldstrassen am Rastplatz Feldermooshau vorbei zum sonnigen Spiel- und Rastplatz Hohenstein weiterwandern. Auf dem Hohenstein laden mehrere Feuerstellen, Tische, Bänke und ein Brunnen zum Verweilen ein. Die Kinder tummeln sich begeistert auf den Klettergerüsten des Spielplatzes, der im Jahr 2012 komplett neu erstellt wurde. Nach dem Rastplatz Hohenstein folgen wir dem Gratwegli über unzählige Treppenstufen auf dem Grat steil aufwärts zu fünf kleinen Häusern. Dort biegen wir zur Bahnstation Uetliberg ab (oder gönnen uns noch einen Abstecher zum Uetliberg Kulm und seinem Aussichtsturm). Variante: Vom Rastplatz Hohenstein (oder nach dem Abstecher zum Uetliberg) besteht die Möglichkeit, auf einem gut ausgebauten Weg in einigen Serpentinen zum Triemli hinunterzuwandern. Der Aufstieg vom Triemli zum Rastplatz Hohenstein dauert naturgemäss länger und strapaziert die körperliche Leistungsfähigkeit etwas stärker.
Nr. ZH0310
Wald • ZH

Tobel: Sagenrain-/Elbatobel

Die gelben Wegweiser leiten uns ab dem Bahnhof Wald vorbei an der reformierten Kirche bis zur Abzweigung in den Sagenraintobelweg und weiter zum Eingang des Tobels. Die Kirche ist übrigens ein Werk aus der Zimmereidynastie Grubenmann: Erbauer des Langhauses im Jahr 1757 war Jakob Grubenmann. Der Schmittenbach hat dieses Tobel in die Sandstein- und Mergelschichten der Oberen Süsswassermolasse eingeschnitten. Ein kurzweiliger Aufstieg in angenehmem Waldschatten entlang des Bachs führt uns bis zum Hof Ger. Von dort steigen wir steil hinauf zur nahen Wolfsgrueb, einer Wegspinne, von wo aus ein halbes Dutzend Wanderrouten in alle Himmelsrichtungen abzweigt. Zur Scheidegg wählen wir nicht die Strassen-Variante, sondern folgen nach ungefähr 10 Minuten Aufstieg dem Weg nach rechts. Kurz darauf führt ein steiler Pfad hinauf zur Alp Scheidegg. Dort oben öffnet sich ein herrliches Panorama Richtung Zürichsee mit Bachtel und Rigi. Deltasegler haben hier ihr Abfluggelände. Das höchst gelegene Gasthaus im Kanton Zürich (knapp 1200 m ü. M.) lädt zum Verweilen und Geniessen ein. Für den Abstieg wählen wir den bewaldeten Gratweg zum Weiler Hischwil. Weiter gehts über Boden, Hinter Erli und Haltbergholz ins Jonatal. Dank den wasserreichen Flüssen und Bächen, u. a. der Jona, entwickelte sich die Gemeinde Wald ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur Textilmetropole des Zürcher Oberlandes. Nach der Bahnunterführung erreichen wir das nächste eindrückliche Tobel: Hier hat die Jona das Elbatobel aus den Nagelfluhfelsen gefressen. Einer Publikation über das Zürcher Oberland aus dem Jahre 1910 entnehmen wir folgenden «Werbespruch»: «Elbatobel, ein schattiges, kühles, enges, von der Jona gebildetes Tal mit dem ‹Zuckermantel›, einem mächtigen Wassersturz am Nordende des Bachtobels.» Wir folgen dem Weg abwärts und erblicken bald die ersten Häuser von Wald.
Rudolfingen Nr. ZH0101
Andelfingen — Dachsen • ZH

Rudolfingen

Wir überqueren die Thur, folgen ihr nach links und zweigen nach einem Kilometer ab zum steilen Rebhang «Steig» westlich des Schiterberges. Durch einen Mischwald erreichen wir Oerlingen, kreuzen die A4 und queren dem Niderbach entlang eine fruchtbare Ebene. Dann wandern wir zwischen Moränenhügeln nach Rudolfingen, einem musterhaften Bauerndorf am Fusse des Cholfirsts. Am Rande des Rebberges steigen wir steil bergan und weiter durch eine kleinräumige Landschaft zum abgelegenen Dörfchen Wildensbuch (Tipp: Auf der Hochwacht nördlich von Wildensbuch wurde ein neuer Aussichtsturm errichtet, der einen fantastischen Rundblick gewährt). Am alten Schulhaus mit Zeittürmchen vorbei gelangen wir auf den prachtvollen Aussichtsweg oberhalb der Rebberge von Benken. Im bekannten Ausflugsrestaurant Guggeeren löschen wir unter alten, prächtigen Bäumen den Durst und lassen unseren Blick in die Ferne schweifen, über das fruchtbare Weinland zum Irchel und zur Lägeren. Gegen Südosten sind bei klarem Wetter sogar die Alpen zu erkennen. Wir wandern dem Waldrand entlang leicht bergab zum Anderbach und folgen diesem zu den ehrwürdigen Riegelbauten des Dorfes Dachsen.
Von Bubikon nach Rapperswil-Jona Nr. ZH78965478
Bubikon, Bahnhof • ZH

Von Bubikon nach Rapperswil-Jona

Dieser Halbtagesausflug beschert schöne Ausblicke über den Oberen Zürichsee, den Obersee sowie die Glarner und Schwyzer Alpen. Die gut zweistündige Wanderung führt von Bubikon via Egelsee nach Rapperswil-Jona. Gestartet wird am Bahnhof Bubikon, der früher Knotenpunkt zwischen der SBB und der 1946 eingestellten Uerikon-Bauma-Bahn war. Nach dem ersten kurzen Aufstieg auf den Chapf gelangen Sie zur Moorlandschaft rund um den Egelsee. Richtung Rapperswil-Jona geht es weiter zum Sonnenberg, wo sich eine fantastische Weitsicht auf den Oberen Zürichsee und den Obersee eröffnet. Schwyzer und Glarner Alpen sind zum Greifen nah. Nach der letzten kleinen Anhöhe, dem Meienberg, gelangen Sie ins Zentrum von Jona und von da ist es nicht mehr weit nach Rapperswil.
Vom Oberland zum Zürichsee Nr. ZH0002
Uster Bahnhof • ZH

Vom Oberland zum Zürichsee

«Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.» Diese geflügelten Worte von Johann Wolfgang von Goethe passen gut zu dieser Wanderung. Wir starten nur gerade 14 Zugsminuten von Zürich HB entfernt in Uster. Die drittgrösste Stadt im Kanton ist stolze Trägerin des Wakkerpreises und hat mehr zu bieten, als man gemeinhin denkt. Der Wakkerpreis ist eine Anerkennung für besondere Verdienste beim Ortsbildschutz. In Uster werden viele geschichtsträchtige Gebäude und Anlagen aus den Anfängen der Industrialisierung in vorbildlicher Weise zum Beispiel in Wohnsiedlungen umgewandelt, und in der 1977 stillgelegten Brauerei wird heute wieder Bier gebraut. Von der Schiffstation am Greifensee wandern wir zur Naturstation Silberweide und via Mönchaltorf zum historischen Städtchen Grüningen – klein, aber fein und ebenfalls Träger des Wakkerpreises. Sehenswert ist auch der jeweils im Herbst stattfindende historische Landvogteimarkt. Nach der Mittagspause wandern wir gemütlich und mit herrlicher Aussicht auf die Glarner und Zentralschweizer Berge an mehreren Naturschutzgebieten vorbei über die Ausläufer des Pfannenstiels hinunter nach Stäfa am Zürichsee. Wer Lust hat, nimmt anstatt des Zuges das Schiff zurück nach Zürich.