Wandervorschläge • Zürcher Wanderwege

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Nr. ZH192001
Basel Badischer Bahnhof — Niederholz • BS

Kleinbasel

Durch die Unterführung beim Badischen Bahnhof in Basel gelangen wir auf die andere Seite der Geleise. Unsere Wanderung führt uns zum Tierpark Lange Erlen. Wir nehmen die Route durch den Park, wo wir Interessantes über verschiedene Tiere und alte Gemüsesorten erfahren. Auch ein wunderschöner Waldlehrgarten ist hier zu finden. Bald schlendern wir an der Eisenbrücke vorbei. Auf einer breiten Strasse gelangen wir zur Wiese – das ist der Fluss, der Basel von Nordosten her zuströmt – und folgen dem Flussverlauf ins Grüne. Eine Tafel informiert uns, dass wir auf dem Hebel-Wanderweg unterwegs sind. Dieser ist nach Johann Peter Hebel, Grossdichter, Lehrer und Kirchenpolitiker, benannt. Beim Dorf Riehen sehen wir schon unser Tagesziel, den Basler Hausberg St. Chrischona, wo wir noch über 70 Treppenstufen hochsteigen können. Sein 250 Meter hoher Fernsehturm ist das höchste frei stehende Bauwerk der Schweiz. Auf dem St. Chrischona verpflegen wir uns aus dem Rucksack. Über Bettingen führt uns der Abstieg nach Hornfelsen. Nun wandern wir einige Zeit auf deutschem Staatsgebiet. Von der Brüstung aus sieht man die Hafenanlagen von Birsfelden, die Kraftwerkinsel im Rhein und einen Teil der Stadt Basel. In der Ebene angekommen, begeben wir uns zur Bahnstation Niederholz. Eine ID ist erforderlich.
Nr. ZH0406
Uster — Pfäffikon • ZH

Am Wasser: Pfäffikersee

Vom Industriepfad (IP), der von Niederuster bis Bauma führt, sind hier nur wenige Stationen erwähnt. Wir erreichen ihn durch die Bahnhofstrasse beim Aabach am Fusse des Schlosshügels, wo die ersten Spinnereien entstanden. Dem Bach folgend gelangen wir zur Brauerei, einem Backsteinbau mit Kamin. Durch die Fenster kann man die Kupferkessel sehen (jenseits der Brücke links eine Gruppe von Skulpturen). Weiter dem Bach entlang und über die nächste Brücke, dann links zur mächtigen ehemaligen Fabrikhalle, die nach 1983 zur sehenswerten Wohnsiedlung «Arche Nova» mit begrüntem Innenhof umgebaut wurde. Bachaufwärts eine Reihe von Vorarbeiter- und Arbeiterhäusern, dann die moderne Siedlung «Insel» und zwei Feuerwehrspritzenhäuschen (mit Türmchen und altem Spritzenwagen). Von der dortigen Brücke steigt der IP an, zunächst auf der Strasse, dann im Wald am Fusse einer Nagelfluhfelswand verlaufend zur 1860 erbauten Wasserkraftanlage am südlichen Hang des Aabachtales. Vom Filterhaus oberhalb der Druckleitung (Tafel 19) folgen wir dem Kanal, der durch Stollen hergeleitet wird. Der IP führt dann wieder hinab zur Bahnlinie und folgt dieser bis zum Stolleneingang. Dort überquert er ein Brücklein und biegt ab in den Graben neben dem Bahndamm. Bei der Station Aathal (Tafel 21) verlassen wir den IP und steigen auf nach Seegräben. Die Aussicht auf den Pfäffikersee und die Alpen vom Mürtschenstock bis zum Tödi geniesst man am besten beim Kürbisbauernhof mit Selbstbedienungsrestaurant. Der Weg durch den Obstgarten führt zu einem Badehäuschen. Dann geht’s dem Seeufer entlang zum Ausfluss des Aabachs. Wer das Innere des Robenhuserriets erkunden will – es gibt dort Stellen mit Hochmoorvegetation (Torfmoos, Besenheide, Moosbeere) – kann kurz nach der Brücke abzweigen und dann wieder umkehren oder nach Robenhausen weitergehen. Der Uferweg führt zum Strandbad Auslikon. Dort entfernt er sich vom See und verläuft am Rand des Naturschutzgebietes zum Römerkastell Irgenhausen. Es lohnt sich, den Hügel mit der quadratischen Festung (2.–4. Jh.) zu besteigen. In Pfäffikon lädt eine schöne Uferanlage mit Kiosk, Panorama und Biotopen zum Verweilen ein. Die Kirche ist sehenswert (Fresken 1488, Chorfenster).
Nr. ZH0303
Weisslingen — Effretikon • ZH

Tobel: Tätschtobel

Eine abwechslungsreiche Tobel-Halbtageswanderung auf signalisierten Wegen führt in die Landschaftskammer südlich Winterthur. Ausgangsort ist Weisslingen. Nach dem Siedlungsgebiet führt ein Wiesenweg steil hinauf zum Dickiwald und dann als Höhenweg Richtung Agasul, einem Ort mit einem erklärungsbedürftigen Namen. Vor diesem Zwischenziel blinken der Brauiweiher und bei guten Sichtverhältnissen aus der Ferne der Alpenkranz entgegen. Der Name des Weilers Agasul reicht zurück ins 8. Jahrhundert und bedeutet Schweinepferch des Ago; weil der Ort jedoch auch die Überlieferung einer Hirschtränke kennt, wählten dieOrtsbürger als Wappen einen stolzen Hirsch anstelle des profanen Schweines… Etwa eine Viertelstunde nach Agasul Richtung Illnau tauchen wir in den Wald zwischen Luckhausen und Horben ein, und beim Weiler Tätsch zeigt der Wegverlauf steil nach unten – unvermittelt stehen wir am Fusse eines Giessens, dem Tätschfelsen, und können dann un- seren Weg im schmalen Tobel fortsetzen. Wie andere Giessen auch, strahlt der Tätsch felsen im Winter oft als grandiose Eisskulptur den Wandernden entgegen. Sanft abwärts dem Hüener bach entlang, die Hauptstrasse und das Flüsschen Kempt (tiefster Punkt der Wande- rung) überquerend und wieder hinauf – das Zwischenziel Kirche Illnau ist erreicht. Die Kirche mit ihrem massigen Chorturm reicht ins 12. Jahrhundert zurück. Von den beiden je eine Stunde dauernden Wegvarianten nach Effretikon wählen wir die südliche über den Walter-Roderer-Weg, das Naturschutzgebiet Örmis und den Weiler Bisikon. Das nun folgende Büzenriet zwischen Bisikon und Effretikon ist heute ein grosses Familiengartenareal. Kurz vor dem Endpunkt Bahnhof Effretikon kann man bei der Ruine Moosburg (eine Gründung der Kyburger 1254, zerstört 1444) noch kurz in die Mittelaltergeschichte eintauchen.
Nr. ZH0302
Elgg — Elgg Bahnhof • ZH

Tobel: Farenbachtobel

Der nördliche Teil dieser Rundtour ist bekannt als Abschnitt der Wanderstrecke vom Bahnhof Elgg über den Schauenberg nach Turbenthal – einer vor allem zwischen Frühling und Herbst abwechslungsreichen Wanderung mit schönem Panoramablick vom Schauenberg aus. Ab der S-Bahn-Station orientieren wir uns an den gelben Schildern, die in südlicher Richtung zum Farenbachtobel und zur Guwilmühle weisen. Nach rund 20 Minuten erreichen wir bereits den Farenbach, und bald erfreuen wir uns am idyllisch gelegenen Fischgewässer mit dem einfachen Namen Weiher. Der gut ausgebaute Wanderweg führt nun kontinuierlich und einige Male die Bachseite wechselnd aufwärts zum Giessen unmittelbar vor dem Ausflugs restaurant «Guwilmüli», einem schmucken Bau mit Fachwerkgiebel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nun verlassen wir die Schauenberg-Route und treten via Sennhof nordwärts den Rückweg Richtung Schloss und Städtchen Elgg an. Kurz vor Burghof ist mit 650 m ü. M. der höchste Punkt der Rundwanderung erreicht, und eine prächtige Weitsicht in den Thurgau entschädigt für manchen Schweisstropfen. Das nahe Schloss Elgg, dessen Anfänge sich ins 12. Jahrhundert datieren lassen, befindet sich zwar in Privatbesitz, aber die benachbarte «Schlossschenke» lädt jedermann zum Verweilen ein. Noch eine gute Viertelstunde, und wir erreichen den Marktflecken Elgg. Die Gemeinde weist zu Recht auf ihre wechselvolle, lange Geschichte hin, war das Städtchen doch schon in römischer Zeit ein bedeutungsvoller Ort gewesen. Elgg erfreut sich deshalb vieler Traditionen: Neben dem heute noch bestehenden Markt gilt das Dorf mit 20 Wasserspendern als eines der brunnenreichsten. Und die «Elggermannen» werden dort mit Stolz noch so genannt, derweil sie im übrigen Kanton Zürich simple «Grittibänzen» sind! Eine letzte Viertelstunde Marsch, und die S-Bahn führt uns zurück in heimatliche Gefilde.
Von Bubikon nach Rapperswil-Jona Nr. ZH78965478
Bubikon, Bahnhof • ZH

Von Bubikon nach Rapperswil-Jona

Dieser Halbtagesausflug beschert schöne Ausblicke über den Oberen Zürichsee, den Obersee sowie die Glarner und Schwyzer Alpen. Die gut zweistündige Wanderung führt von Bubikon via Egelsee nach Rapperswil-Jona. Gestartet wird am Bahnhof Bubikon, der früher Knotenpunkt zwischen der SBB und der 1946 eingestellten Uerikon-Bauma-Bahn war. Nach dem ersten kurzen Aufstieg auf den Chapf gelangen Sie zur Moorlandschaft rund um den Egelsee. Richtung Rapperswil-Jona geht es weiter zum Sonnenberg, wo sich eine fantastische Weitsicht auf den Oberen Zürichsee und den Obersee eröffnet. Schwyzer und Glarner Alpen sind zum Greifen nah. Nach der letzten kleinen Anhöhe, dem Meienberg, gelangen Sie ins Zentrum von Jona und von da ist es nicht mehr weit nach Rapperswil.
Vom Oberland zum Zürichsee Nr. ZH0002
Uster Bahnhof • ZH

Vom Oberland zum Zürichsee

«Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.» Diese geflügelten Worte von Johann Wolfgang von Goethe passen gut zu dieser Wanderung. Wir starten nur gerade 14 Zugsminuten von Zürich HB entfernt in Uster. Die drittgrösste Stadt im Kanton ist stolze Trägerin des Wakkerpreises und hat mehr zu bieten, als man gemeinhin denkt. Der Wakkerpreis ist eine Anerkennung für besondere Verdienste beim Ortsbildschutz. In Uster werden viele geschichtsträchtige Gebäude und Anlagen aus den Anfängen der Industrialisierung in vorbildlicher Weise zum Beispiel in Wohnsiedlungen umgewandelt, und in der 1977 stillgelegten Brauerei wird heute wieder Bier gebraut. Von der Schiffstation am Greifensee wandern wir zur Naturstation Silberweide und via Mönchaltorf zum historischen Städtchen Grüningen – klein, aber fein und ebenfalls Träger des Wakkerpreises. Sehenswert ist auch der jeweils im Herbst stattfindende historische Landvogteimarkt. Nach der Mittagspause wandern wir gemütlich und mit herrlicher Aussicht auf die Glarner und Zentralschweizer Berge an mehreren Naturschutzgebieten vorbei über die Ausläufer des Pfannenstiels hinunter nach Stäfa am Zürichsee. Wer Lust hat, nimmt anstatt des Zuges das Schiff zurück nach Zürich.