Wandervorschläge • Zürcher Wanderwege
Nr. ZH0507
Adliswil
— Hedigen
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Albisquerung
Bereits die ersten Wanderwegtafeln beim Bahnhof Adliswil informieren uns über den steilen Aufstieg zur Felsenegg. Nach kurzer Wanderzeit stehen wir bei der Talstation der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg (LAF) vor der Entscheidung: fahren oder wandern? Der Aufstieg zu Fuss folgt nach der Seilbahnstation zuerst dem Rellstenbach, taucht in den Wald ein und führt dann sehr steil auf dem Grat aufwärts an einigen senkrechten Sandsteinfelsen entlang, die den Namen Felsenegg dokumentieren. Auf der Terrasse des Restaurants Felsenegg bietet sich uns eine prächtige, weite Sicht auf die Stadt Zürich, das Sihltal, den Zürichsee, das Zürcher Oberland, den Säntis und die Glarner Alpen. Von der Felsenegg gelangen wir auf leicht abfallendem Wanderweg zum schönen Weiler Hinter Buechenegg, der bereits zur Gemeinde Stallikon gehört, und steigen auf einem Kiesweg nach Tägerst hinunter. Dort folgen wir vorerst der Reppischtalstrasse bis zur nächsten Bushaltestelle,wo wir rechts zum Hof Wolfen abbiegen. Eine Landwirtschafts- strasse lässt uns fast mühelos zum Müliberg hochsteigen. Im Weiler Müliberg zweigt unser Weg nach Hedingen rechts ab, Bus und Restaurant liegen nicht direkt an der Wanderroute. Durch Feld und Wald erreichen wir, nachdem wir dem Waldrand entlang gewandert sind, bei Eggmoos eine Weggabelung: Nach links führt uns der Weg via Hedinger Weiher, der einst Energiespender einer Mühle und einer Sägerei war, zum Bahnhof Hedingen. Nach rechts gelan gen wir nach kurzem Aufstieg und über ein asphaltiertes Wegstück zum natürlichen, traum haften Feldenmastobel. Über viele Treppen, Rampen, Stege und Brücklein führt der Weg hinunter zum Dorf. Nach dem Austritt aus dem Tobel stehen wir bereits bei den ersten Häusern von Hedingen und geniessen den Blick auf die Dächer der Siedlung und die zwischen 1510 und 1513 erbaute Kirche mit ihrem schönen Käsbissenturm.
Nr. ZH0505
Zürich Wollishofen
— Horgen
• ZH
Zürich Albis und Knonauer Amt: Zürichsee
Der langgezogene Zimmerbergrücken in den stadtnahen Gemeinden ist schon lange zum bevorzugten Wohngebiet geworden. Deshalb führen die wenigen Wanderwege oft auf asphaltierten Strässchen durch gartenreiche Eigenheimquartiere. Möchte man aus der Stadt diesen ersten Teil umgehen, so können am Bürkliplatz die Buslinien 161 (bis KircheKilchberg) oder 165 (bis Nidelbad, Haltestelle Rüschlikon Belvoir) bestiegen werden. Der eigentliche Ausgangsort der Wanderung ist die Tramendstation Wollishofen. Nach kurzer Zeit auf Trottoirs führt ein gepflegter Kiesweg über einen sanften Moränenrücken mit freier Sicht auf den Zürichsee. Danach folgen wir dem Wanderweg durch ruhige Wohnquartiere, bis wir die Kirche Kilchberg erreichen. Nach dem Friedhof führt uns der Weg auf einen Aussichtshügel und alsdann durch noch unverbaute Wiesen und Felder und weiter zum bekannten «Park im Grüene». Wieder durchwandern wir Wohnquartiere, bis wir das Restaurant Etzliberg mit Gartenrestaurant an grossartiger Aussichtslage erreichen. Am weiterführenden Höhenweg mit seinerpracht vollen Aussicht orientiert eine Panoramatafel eingehend über die Namen der vielen Berggipfel und Dörfer. Nach der Überquerung der Gattikerstrasse wandern wir durch den Bannegg-Wald und er- reichen nach einem kurzen Abstieg den Waldrand oberhalb Thalwil, wo wir wieder die freie Sicht auf den Zürichsee und den Pfannenstiel geniessen. Wir folgen nun den Wegen, vor wiegend dem Waldrand entlang und meist ansteigend bis zum Aussichtspunkt Äbnet. Die ebene Wiesenkanzel mit Bänken, Tischen, Feuerstelle und Brunnen unter drei grossen Linden liegt ziemlich genau oberhalb der Biegung, die den Zürichsee etwa in seiner Mitte kennzeichnet, weshalb die Aussicht seeauf- und abwärts von Rapperswil bis Zürich offen und überwältigend ist. Auf gleicher Höhe führt der Weg vom Äbnet weg und senkt sich später durch ein Industriequartier zum Bahnhof Horgen Oberdorf. Steil abwärts, am Friedhof vorbei, steigen wir hinab zum Bahnhof Horgen. Wer mit dem Schiff weiterreisen möchte, geht unter den Geleisen hindurchzur nahegelegenen Schiffstation.
Nr. ZH0410
Buchberg Kirche
— Ossingen
• ZH
Am Wasser: Thur
Bei der Kirche Buchberg überblickt man die Ebenen an Rhein und Thur bis zum Randen und Cholfirst. Dem Rebberg entlang führt der Weg steil hinab zu den Riegelhäusern von Rüdlingen, das mit Buchberg zusammen eine Enklave des Kantons Schaffhausen im Kanton Zürich bildet. Jenseits des Rheins, beim Camping nördlich des Gasthofs Ziegelhütte, beginnt mit dem 2011 eröffneten Naturschutzzentrum die Wanderung längs den Flüssen Rhein und Thur. Oft hat man die Wahl zwischen einem schmalen Pfad nahe am Wasser und dem breiteren signalisierten Wanderweg, der etwas höher liegt. Nahe der Thurmündung weist eine Lehrtafel darauf hin, dass im Kerngebiet der Thurauen der Wanderweg verschoben wurde, um die Pflanzen und Tiere möglichst wenig zu stören. Er verläuft nun auf einem Holzsteg durch den Auenwald, dann auf dem Damm, der das Naturschutzgebiet (mit verlandeten alten Thurläufen) abgrenzt vom Ackerland. Nach dem Abbiegen in den Wald beim Thurhof wird auf einen Turm hin gewiesen. Dieser steht an der Thur und bietet einen Blick auf langgestreckte Kiesinseln, die als Nahrungs- und Nistplätze für Watvögel (z.B. Flussregenpfeifer) wichtig sind. Etwas flussaufwärts überqueren wir die Thur und folgen am Nordufer einem Eisvogel-Lehrpfad. Seit die Ufermauern entfernt wurden, können diese bunten Vögel wieder Bruthöhlen im Lehm und Sand an erodierten Steilufern graben. Der Wanderweg führt durch ausgelichteten Wald, dann wieder an den Fluss und erreicht an der Biegung Widen 355 eine beliebte Badestelle mit langem Kieselstrand. Der nächste Rastplatz mit Brunnen befindet sich am Fusse des Prallhanges, wo der Treppenweg nach Marthalen abzweigt. Bald werden die Reben am Schiterberg sichtbar, an eiszeitlichen Prallhängen. In Kleinandelfingen bei der Holzbrücke ist die Entscheidung fällig: Hinauf zum Bezirkshauptort mit altem Mühlrad und dem schönen Park des Landvogteischlosses? Oder weiter der Thur entlang, nach einer Rast beim Kiosk des Camping platzes? Unter den imposanten Brücken der Autobahn und Eisenbahn durch verläuft der Weg am sonnigen Nordufer neben Kiesstränden zur Chli Au. Hier zweigt der Weg ab durch ein kurzes Tobel hinauf zum Dorf Ossingen mit schönen Riegelhäusern.
Nr. ZH0409
Dübendorf
— Mönchaltorf, Mönchhof
• ZH
Wanderbänkli Hermikon (**/T1)
Im Zentrum der Stadt Dübendorf überrascht die Glatt mit renaturierten Ufern, sogar Graureiher fühlen sich hier wohl. Oberhalb des Wehrs, das einen Teil des Wassers in einen Kanal ableitet, beginnt der «Bibelweg» (Tafeln zu historischen Fakten). Bäume und Sträucher begleiten die Glatt bis zum Regulierungswehr am Ausfluss aus dem Greifensee. Das Wanderbänkli erreichen wir bereits knapp 40 Minuten nach dem Start der Wanderung. Am Westufer sind grosse Naturschutzgebiete abgegrenzt, die Sicht auf den See durch dichte, hohe Hecken behindert. Der Weg Richtung Uster verläuft hingegen zunächst auch durch geschütztes Ried, jedoch mit wenig Sträuchern. Ein Holzsteg führt zu einer Plattform mit Alpenpanorama. Weiter durch Ried und Wäldchen zur Badi Greifensee (freier Eintritt, Feuerstelle, kein Kiosk). Der nächste Ort für einen längeren Aufenthalt ist das winzige, 1444 zerstörte Städtchen Greifensee mit Burg und gotischer Kirche mit unregelmässiger Form und Sterngewölbe. Der Wanderweg biegt nach der Kirche ab zu einer Wiese am See, dann verläuft er nahe bei der Strasse, was aber wenig stört, denn er ist abwechslungsreich: Ried mit Holzsteg zu Plattform im See mit Bänken, Lehrtafeln, schöner Mischwald mit Totholz, links im Steilhang Sandsteinfelswand. Nach der Brücke über den Aabach grosse Liegewiese mit Bänken, Feuerstellen, Kiesstrand. Auf der folgenden Strecke mit Baumgruppen und Wald bieten sich immer wieder Zugänge zu kleinen Stränden zwischen Uferpartien mit Schilf und Sträuchern. Betriebsamer ist es bei der Schifflände Niederuster mit Restaurant, Bushalt und grossem Strandbad. Dann verläuft der Uferweg wieder in einem Waldstreifen, ganz nahe am Wasser mit vielen Einstiegmöglichkeiten. Picknickplätze mit Tischen und Feuerstellen. Erst kurz vor Riedikon muss man den See verlassen. Am südlichen Dorfausgang werden frische Fische verkauft. Ein Nest auf einer geköpften Pappel und später eine Lehrtafel verraten, dass hier im Ried oft Störche und Reiher zu beobachten sind. Von der Bushaltestelle Kies (Chis) kann man nach Uster fahren, oder die Wanderung fortsetzen zum Aabach und diesem entlang nach Mönchaltorf. Erwähnenswert auf dieser Strecke: Die Teiche bei der Brücke, die Naturstation «Silberweide» mit Restaurant und die «Knopfli-Schlinge» (einziger Altlaufrest am begradigten Aabach). In der Kirche in Mönchaltorf kann eine schöne Holzdecke mit bemalten Flachschnitzereien (1522) besichtigt werden.
Nr. ZH78965478
Bubikon, Bahnhof
• ZH
Von Bubikon nach Rapperswil-Jona
Dieser Halbtagesausflug beschert schöne Ausblicke über den Oberen Zürichsee, den Obersee sowie die Glarner und Schwyzer Alpen. Die gut zweistündige Wanderung führt von Bubikon via Egelsee nach Rapperswil-Jona.
Gestartet wird am Bahnhof Bubikon, der früher Knotenpunkt zwischen der SBB und der 1946 eingestellten Uerikon-Bauma-Bahn war.
Nach dem ersten kurzen Aufstieg auf den Chapf gelangen Sie zur Moorlandschaft rund um den Egelsee. Richtung Rapperswil-Jona geht es weiter zum Sonnenberg, wo sich eine fantastische Weitsicht auf den Oberen Zürichsee und den Obersee eröffnet. Schwyzer und Glarner Alpen sind zum Greifen nah.
Nach der letzten kleinen Anhöhe, dem Meienberg, gelangen Sie ins Zentrum von Jona und von da ist es nicht mehr weit nach Rapperswil.
Nr. ZH0002
Uster Bahnhof
• ZH
Vom Oberland zum Zürichsee
«Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.» Diese geflügelten Worte von
Johann Wolfgang von Goethe passen gut zu dieser Wanderung. Wir starten nur gerade 14 Zugsminuten von Zürich HB entfernt in Uster. Die drittgrösste Stadt im Kanton ist stolze Trägerin
des Wakkerpreises und hat mehr zu bieten, als man gemeinhin denkt. Der Wakkerpreis ist eine
Anerkennung für besondere Verdienste beim Ortsbildschutz. In Uster werden viele geschichtsträchtige Gebäude und Anlagen aus den Anfängen der Industrialisierung in vorbildlicher Weise
zum Beispiel in Wohnsiedlungen umgewandelt, und in der 1977 stillgelegten Brauerei wird
heute wieder Bier gebraut. Von der Schiffstation am Greifensee wandern wir zur Naturstation
Silberweide und via Mönchaltorf zum historischen Städtchen Grüningen – klein, aber fein und
ebenfalls Träger des Wakkerpreises. Sehenswert ist auch der jeweils im Herbst stattfindende
historische Landvogteimarkt. Nach der Mittagspause wandern wir gemütlich und mit herrlicher Aussicht auf die Glarner und Zentralschweizer Berge an mehreren Naturschutzgebieten
vorbei über die Ausläufer des Pfannenstiels hinunter nach Stäfa am Zürichsee. Wer Lust hat,
nimmt anstatt des Zuges das Schiff zurück nach Zürich.