Wandervorschläge • Zürcher Wanderwege

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Wanderung des Monats: Seleger Moor Nr. ZH0508
Sihlwald — Knonau • ZH

Wanderung des Monats: Seleger Moor

Von Sihlwald aus wählen wir den signalisierten Wanderweg in Richtung Albishorn und Schnabellücke. Nach dem Überqueren der Sihltalstrasse biegen wir in den Spinnerweg ein. Nun beginnt der Aufstieg aufs 400 Meter höher gelegene Albishorn. Der steile Osthang des Albiskammes und die abwechslungsreichen Waldbilder zwingen die Wanderer zu mehreren Verschnaufpausen. Wir folgen vorerst dem Spinnerweg bis zum Tannboden, wo wir die ältesten und grössten Buchen des Naturparks Sihlwald bewundern. Die breite Sihlwaldstrasse führt uns anschliessend in die eigentliche Kernzone des rund 800 Hektaren grossen Schutzgebietes. Schon bald verlassen wir die Waldstrasse nach rechts und folgen dem Kiesweg, der sich den bewaldeten, steilen Hang hinaufwindet. Vor dem Kamm erreichen wir den Albishornweiher mit seinen Amphibien und Ringelnattern, kurz danach das Restaurant Albishorn, von wo aus wir eine umfassende und grossartige Rundsicht geniessen. In mehreren Schlaufen senkt sich nun der Weg zum Dorfteil Heisch von Hausen am Albis, der eine ganze Reihe sehr gut erhaltene Riegelbauten aufweist. Über die Heischer Allmend und den Farbüel erreichen wir das vielbesuchte Seleger Moor mit seinen sehenswerten Rhododendren- und Azaleenkulturen. Vom Seleger Moor gelangen wir zur freien Moränenkuppe der Egg, die uns eine wundervolle Rundsicht gewährt von den Glarner Alpen im Osten bis zum Lindenberg im Westen. Direkt vor uns überblicken wir das Dorf Ober-Rifferswil, das sich in das Tal des noch jungen Jonenbachs schmiegt. Wir verlassen das überaus schmucke Dorf in Richtung Westen und wandern über die sanft geformte Moränenlandschaft nach Wissenbach. Hier treffen wir auf eine grossartige, historische Gebäudegruppe. Wir folgen dem Wanderweg und überschreiten nach ein paar hundert Metern den Haselbach auf einer eindrücklichen Steinbrücke aus dem 18. Jahrhundert, über deren Vorgänger schon der historische Verkehrsweg von Zürich nach Luzern führte. Leicht ansteigend erreichen wir die Anhöhe, von der aus wir in der Talmulde des Haselbaches unser Wanderziel Knonau erblicken.
Nr. ZH0407
Rheinau — Schaffhausen • ZH

Am Wasser: Rhein

Auf dem Platz vor der barocken Stiftskirche (1704-1711) sind ein Stammquerschnitt einer Silberpappel, eine Zeder und zwei Mammutbäume bemerkenswert. Das Kraftwerk staut den Rhein bis nahe zum Rheinfall. Der Wanderweg auf der Schweizer Seite verläuft auf und ab durch den bewaldeten Steilhang. Im Bachbett des Höllbachs kann man Schwellen aus Kalktuff sehen, die das Wasser zu Becken aufstauen. Am Ende einer Pferdeweide führt der Weg hinunter zum Picknickplatz am Rhein mit Sitzgelegenheiten und Grill. Noch bequemer ruht man bei der Badi von Dachsen. Am Kiosk sind Tickets für die Badebecken erhältlich, das Schwimmen im Rhein ist gratis. Ab hier folgt der Weg dem Fluss, meist schmal auf einer Uferschutzmauer aus Kalkblöcken, daher für Kinderwagen und Velos nicht geeignet. Enten und Schwäne schwimmen in der schwachen Strömung. Wer direkt zum Schloss Laufen will, bleibt auf der Ostseite. Schöner ist das Erlebnis des Rheinfalls, wenn man den Steg nach Nohl überquert. Das kleine Dorf gehört zur Gemeinde Uhwiesen, mit der es nur eine Strasse über Neuhausen verbindet. Bald ist immer mehr von den brausenden Wassermassen zu sehen, bis sich beim Schloss Wörth der Fall in der ganzen Breite mit seinen Felsen präsentiert. Beim Aufstieg lässt er sich auch noch von der Seite und von oben betrachten. Über die Eisenbahnbrücke erreicht man das Schloss Laufen (Eintritt und Zugang zum Rheinfall kostenpflichtig) und die Bahnstation (Aufhebung geplant). Auf breitem Weg gehts durch Wald nach Flur lingen, wo die Brücke zum Bahnhof Neuhausen führt. Auf der Zürcher Seite bleibend findet man im Dorf mit Riegelhäusern schmale Wege, die von der Strasse weg zu zwei langen Liegewiesen am Rhein führen. Am Nordende der zweiten gibt es sogar eine Bucht mit Sandstrand. In Schaffhausen lohnt es sich, von der zum Bahnhof führenden Strasse abzuzweigen in die Altstadt. Am Fronwagplatz und an der breiten Gasse «Vorstadt» sind besonders schöne Häuser mit Erkern und Malereien, und zahlreiche Gaststätten (auch eine italienische Gelateria) laden zum Einkehren ein.
Nr. ZH0302
Elgg — Elgg Bahnhof • ZH

Tobel: Farenbachtobel

Der nördliche Teil dieser Rundtour ist bekannt als Abschnitt der Wanderstrecke vom Bahnhof Elgg über den Schauenberg nach Turbenthal – einer vor allem zwischen Frühling und Herbst abwechslungsreichen Wanderung mit schönem Panoramablick vom Schauenberg aus. Ab der S-Bahn-Station orientieren wir uns an den gelben Schildern, die in südlicher Richtung zum Farenbachtobel und zur Guwilmühle weisen. Nach rund 20 Minuten erreichen wir bereits den Farenbach, und bald erfreuen wir uns am idyllisch gelegenen Fischgewässer mit dem einfachen Namen Weiher. Der gut ausgebaute Wanderweg führt nun kontinuierlich und einige Male die Bachseite wechselnd aufwärts zum Giessen unmittelbar vor dem Ausflugs restaurant «Guwilmüli», einem schmucken Bau mit Fachwerkgiebel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nun verlassen wir die Schauenberg-Route und treten via Sennhof nordwärts den Rückweg Richtung Schloss und Städtchen Elgg an. Kurz vor Burghof ist mit 650 m ü. M. der höchste Punkt der Rundwanderung erreicht, und eine prächtige Weitsicht in den Thurgau entschädigt für manchen Schweisstropfen. Das nahe Schloss Elgg, dessen Anfänge sich ins 12. Jahrhundert datieren lassen, befindet sich zwar in Privatbesitz, aber die benachbarte «Schlossschenke» lädt jedermann zum Verweilen ein. Noch eine gute Viertelstunde, und wir erreichen den Marktflecken Elgg. Die Gemeinde weist zu Recht auf ihre wechselvolle, lange Geschichte hin, war das Städtchen doch schon in römischer Zeit ein bedeutungsvoller Ort gewesen. Elgg erfreut sich deshalb vieler Traditionen: Neben dem heute noch bestehenden Markt gilt das Dorf mit 20 Wasserspendern als eines der brunnenreichsten. Und die «Elggermannen» werden dort mit Stolz noch so genannt, derweil sie im übrigen Kanton Zürich simple «Grittibänzen» sind! Eine letzte Viertelstunde Marsch, und die S-Bahn führt uns zurück in heimatliche Gefilde.
Elefantenbach Nr. ZH0301
Burgwis • ZH

Elefantenbach

Das Werenbachtobel gehört zu den eindrücklichsten Tobellandschaften Zürichs. Es entstand im Laufe der letzten 10000 bis 15000 Jahre, nachdem sich der Linthgletscher gegen Ende der letzten Eiszeit aus der Gegend von Zürich zurückgezogen hatte. Ab Tramstation Burgwies beginnt der leichte, romantische Aufstieg durch das Weren- bachtobel. Wir folgen dem Bachlauf bis Trichtenhusen. Ein kleiner Abstecher (2 Min.) zum al- ten Müh le rad lohnt sich allemal. Die beiden Gasthöfe laden zum Verweilen ein. Die Lokalität Trichtenhusen wird erstmals 946 urkundlich erwähnt, und die dazugehörige Mühle besteht mit Sicherheit seit 1417. Weiter führt der Weg über die Strassenbrücke, dann nach links und steil hinauf über eine längere Treppe Richtung Witikon. Immer geradeaus auf dem Trichtenhausen-Fussweg nähern wir uns Witikon. Witikon ist ein Quartier der Stadt Zürich. Die ehemalige selbständige Gemeinde wurde 1934 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Fluntern, Hottingen und Hirslanden den Kreis 7. Wir durchqueren den alten, recht intakten Dorfkern. Nach links gehend folgen wir der Trichterhausenstrasse bis zur Kreuzung. Über die Kreuzung geradeaus Richtung Burgwis kommen wir bald zur Abzweigung, wo der Elefantenbach beginnt. So wird der Bach im Stöckentobel genannt – Sinnbild dafür ist der steinerne Ele- fant, den der Verschönerungsverein Zürich 1898 weiter unten ins Bachbett baute. Woher der nicht alltägliche Name stammt, ist nicht geklärt. Doch bereits auf der Wildkarte aus den Jahren 1843-1851 wird der Bach durch das Stöckentobel als «Elephantenbach» bezeichnet. Der Stöckentobelweg führt uns direkt zum Elefanten. Er steht mitten im Bach und lädt zum Spielen und Verweilen ein. Eine Feuerstelle mit Sitzgelegenheit steht ebenfalls zur Ver- fügung. In einem Tunnel unterqueren wir dann die Witikonerstrasse und erreichen bald die Tramhaltestelle Burgwis, Ausgangspunkt dieser Zweitobelwanderung.
Von Bubikon nach Rapperswil-Jona Nr. ZH78965478
Bubikon, Bahnhof • ZH

Von Bubikon nach Rapperswil-Jona

Dieser Halbtagesausflug beschert schöne Ausblicke über den Oberen Zürichsee, den Obersee sowie die Glarner und Schwyzer Alpen. Die gut zweistündige Wanderung führt von Bubikon via Egelsee nach Rapperswil-Jona. Gestartet wird am Bahnhof Bubikon, der früher Knotenpunkt zwischen der SBB und der 1946 eingestellten Uerikon-Bauma-Bahn war. Nach dem ersten kurzen Aufstieg auf den Chapf gelangen Sie zur Moorlandschaft rund um den Egelsee. Richtung Rapperswil-Jona geht es weiter zum Sonnenberg, wo sich eine fantastische Weitsicht auf den Oberen Zürichsee und den Obersee eröffnet. Schwyzer und Glarner Alpen sind zum Greifen nah. Nach der letzten kleinen Anhöhe, dem Meienberg, gelangen Sie ins Zentrum von Jona und von da ist es nicht mehr weit nach Rapperswil.
Vom Oberland zum Zürichsee Nr. ZH0002
Uster Bahnhof • ZH

Vom Oberland zum Zürichsee

«Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.» Diese geflügelten Worte von Johann Wolfgang von Goethe passen gut zu dieser Wanderung. Wir starten nur gerade 14 Zugsminuten von Zürich HB entfernt in Uster. Die drittgrösste Stadt im Kanton ist stolze Trägerin des Wakkerpreises und hat mehr zu bieten, als man gemeinhin denkt. Der Wakkerpreis ist eine Anerkennung für besondere Verdienste beim Ortsbildschutz. In Uster werden viele geschichtsträchtige Gebäude und Anlagen aus den Anfängen der Industrialisierung in vorbildlicher Weise zum Beispiel in Wohnsiedlungen umgewandelt, und in der 1977 stillgelegten Brauerei wird heute wieder Bier gebraut. Von der Schiffstation am Greifensee wandern wir zur Naturstation Silberweide und via Mönchaltorf zum historischen Städtchen Grüningen – klein, aber fein und ebenfalls Träger des Wakkerpreises. Sehenswert ist auch der jeweils im Herbst stattfindende historische Landvogteimarkt. Nach der Mittagspause wandern wir gemütlich und mit herrlicher Aussicht auf die Glarner und Zentralschweizer Berge an mehreren Naturschutzgebieten vorbei über die Ausläufer des Pfannenstiels hinunter nach Stäfa am Zürichsee. Wer Lust hat, nimmt anstatt des Zuges das Schiff zurück nach Zürich.