In der Nähe der reformierten Kirche von Hirzel stehen das Johanna-Spyri-Museum und das Geburtshaus der Dichterin. Unser Wanderweg führt von der Strassenkurve südwärts bergab zum Gasthaus Sprüermüli (Riegelbau 1623 mit Klebdächlein), dann im einem Bogen durch Wiesen und als steiniger Waldweg steil hinunter zur Sihl. Zwischen gewaltigen, moos- und farnbewachsenen Nagelfluhblöcken, von den Steilwänden herabgestürzt, musste sich der Fluss seinen Weg suchen. Das Rauschen des Wassers begleitet uns und lädt an manch lauschigem Plätzchen zum Rasten ein. Beim Sihlsprung überschreiten wir den Grenzfluss. Auf der Zuger Seite folgen wir der Sihl flussaufwärts durch feuchte Tunnels. Und plötzlich strahlt Sonnenschein über eine breite Wiese, die Sihlmatt mit der für Forellengerichte bekannten Sommerwirtschaft. Auf dem Suenerstäg überqueren wir die Sihl, steigen beim Hof rechts steil durch den Wald hinauf und erreichen durch eine harmonische Hügellandschaft den Rand des Dorfes Schönenberg beim Balmisacher. Auf aussichtsreichem Strässchen geht’s durch den Weiler Stollen, dann links durchs Gelände des Golfplatzes zur Postautohaltestelle «Müsli». Hier können wir die Wanderung beenden oder über die Weiler Bächenmoos und Sprüermüli nach Hirzel zurückkehren.
Information
Wanderroute
Auf swisstopo anzeigen
Daten:
swisstopo,
www.zuercher-wanderwege.ch
Daten:
swisstopo,
www.zuercher-wanderwege.ch
Hirzel, Kirche
0:00
0:00
Sprüermüli
0:17
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Sihlsprung
0:48
0:31
Suenerstäg
1:03
0:15
Schönenberg Balmisacher
1:48
0:45
Müsli
2:22
0:34
Hirzel, Kirche
2:57
0:35
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil
Wandervorschläge
Nr. TOP10_5
Ebertswil, Schulhaus
— Sihlwald, Bahnhof
• ZH
TOP 10: HIER LANG ZUM URWALD
Das ist die Wanderung für
alle Baumliebhaber, Robin
Hoods und Dschungel-Fans
– willkommen im Sihlwald!
Nirgendwo im Kanton Zürich gibt es
einen solch grossen Wald, der urwaldähnlich und trotzdem über gute Wege
erlebbar ist. Zwar wird der grösste Teil
der 500 Quadratkilometer umfassenden Waldfläche im Kanton intensiv
genutzt, hier jedoch schlägt man seit
1996 kein Holz mehr, sondern lässt der
Natur freien Lauf. Hier dürfen Bäume also wieder richtig alt werden, und
jene, die durch Sturm oder Schwäche
umfallen, bieten über viele Jahrzehnte Tieren Unterschlupf und Nahrung.
Kein Wunder, konnten im zwölf Quadratkilometer grossen Sihlwald schon
wieder ganz seltene Tier- und Pflanzenarten entdeckt werden. Dank dem Alt- und Totholz hat sich etwa der
seltene Dreizehenspecht wieder angesiedelt, und der Sperber findet hier ein
wichtiges Rückzugsgebiet. Forscher
haben sogar das seit 1880 in der Region
verschwundene Grüne Koboldmoos
wiederentdeckt. Aber es gibt noch mehr, was diese
Wanderung attraktiv macht. Nach dem
Start geniesst man die schönsten Blicke
ins Zugerland und in die Alpen. Beim
höchsten Punkt wartet ein Bergrestaurant mit Aussicht, und am Endpunkt
lädt das Besucherzentrum Wildnispark
Zürich mit Ausstellung, Restaurant, einer Fischotteranlage und einem Aquarium zum Verweilen ein. Eine ganz
grosse Portion Natur ist diese Tour!
Nr. ZH348
Erlenbach ZH, Bahnhof
— Küsnacht ZH
• ZH
Tobelmüli
Erlenbach, an der Sonnenküste des Zürichsees, hat seinen dörflichen Charakter bis jetzt bewahrt. Nicht erst in der heutigen Zeit lebt es sich gut in Erlenbach. Ausgrabungen zeigen, dass
schon vor 5000 Jahren Menschen an den sonnigen Hängen lebten.
Ab der S-Bahn-Station Erlenbach wandern wir Richtung Osten, überqueren die Bahnlinie
und erreichen in wenigen Minuten das Dorfbach-Tobel. Bald schon steht man vor dem Höhschutz oder Hanggiessen, einem Wasserfall, der über eine zwölf Meter hohe Molassewand
stürzt. Der Pfad führt weiter aufwärts, bis wir zu einer Bachmündung gelangen. Während
der eine Weg Richtung Kittenmüli geradeaus geht, streben wir links weiter tobelaufwärts.
Wir verlassen den Wald und folgen dem Wanderpfad Richtung Limberg bis Tobelmüli. Geradeaus
weiter tauchen wir ins Küsnachter Tobel ein. Einige Minuten später gelangen wir zur ersten
grösseren Picknickstelle. Ein paar Mal pendelt nun der Weg zwischen dem linken und dem
rechten Bachufer. Weiter tobelabwärts treffen wir auf den Wegweiser, der zur Burgruine Wulp
weist. Wir aber halten die Richtung und kommen an den Drachen- oder Fledermaushöhlen
vorbei – seltsame Höhlen, zu denen man hinaufklettern kann. In der Sage wird erzählt, dass
in der Tiefe der Höhle ein schauriger Lindwurm gehaust haben soll, der das Dorf mehrmals
überfallen habe. Ein frommer Ritter habe ihn mit diamantenen Fesseln gebändigt.
Weiter gehts dem Dorfbach entlang, vorbei an weiteren Picknickplätzen. Kurz vor dem
Tobelende liegt vor uns ein riesiger erratischer Felsblock, der Alexanderstein, ein SandsteinFindling aus der Eiszeit. Hier befindet sich auch ein Findlingsgarten mit 65 weiteren impo santen Steinen, die aus der näheren Umgebung zusammengetragen wurden.
Durch den Tobelweg gehts hinunter zur Alten Landstrasse. Die Richtung haltend, erreichen
wir durch die Unterführung die S-Bahn-Station Küsnacht.
Nr. ZH0608
Hirzel, Kirche
— Burghalden
• ZH
Kultur: Heidi vom Hirzel
Johanna Spyri (1827–1901): Schriftstellerin und Jugendbuchautorin. Im Doktorhaus Hirzel geboren, bis zum 25. Lebensjahr dort wohnhaft. Die beiden «Heidi»-Bände erschienen allerdings erst 1879/81. Wanderung: Im alten Schulhaus Hirzel (1660) befindet sich das Spyri-Museum, das Fotoporträts der Familie, Spyris Werk in alten Ausgaben, Handschriften, Dokumente und Objekte der Schriftstellerin und ihrer Familie zeigt. Vielleicht ist das ein guter Start zur nachstehenden Wanderung. Bei der reformierten Kirche schlagen wir den Wanderweg Richtung Schlieregg ein, biegen jedoch unmittelbar nach dem Friedhof nach links ab, wandern im Zickzack zur Zugerstrasse hinunter und sehen Richtung Osten das Änderholz mit dem gelb signalisierten Weg. Vor und nach Chrutzelen passieren wir die stark befahrene Strasse und wandern abwärts zur Aamüli. Unter der Autobahn durch erreichen wir bald Neubühl. Weiter gehts auf der Hangroute durch Feld und Wald immer oberhalb des Siedlungsraumes mit schönen Ausblicken auf den Zürichsee. Ab Rötiboden steigt der Weg recht steil aufwärts, führt einige hundert Meter entlang der A3, ehe er wieder abtaucht zum Weiler Zollingerhüser. Nach Neuguet überqueren wir die Verbindungsstrasse von und nach Wädenswil, verlassen nach rund hundert Metern den offiziellen Wanderweg und folgen dem Wegweiser zur Burgruine Alt Wädenswil. Die imposante und sehenswerte Anlage stammt aus dem 13. Jh. und wurde später an das Johanniterhaus Bubikon verkauft. Nach etwa 20 Minuten ist das Wanderziel, die SOB-Bahnstation Burghalden, erreicht. Charakteristika: Gut begehbar zu allen Jahreszeiten; im Winter Vorsicht wegen Schnee- und Eisglätte. Hartbelagsanteil etwa 45 Prozent. Sehenswertes: Hirzel: Reformierte Kirche (1617), Spyri-Museum im alten Schulhaus (1660), grossartige Hügellandschaft (Drumlins). Ruine Alt Wädenswil (Gemeindegebiet von Richterswil).
Kempten
• ZH
Rosinli
Vom «Ochsen» führt die Mühlestrasse an der Sägerei vorbei zur Nagelfabrik (Orientierungstafel zum Lehrpfad). Bald erreichen wir den Grossen Giessen (Wasserfall). Am Chämtnerbach
entstanden im 19. Jh. viele Bauten zur Wasserkraftnutzung, u.a. der Weiher und die Turbinentürme. Nach dem oberen Turm, von wo die Energie mechanisch über Drahtseile zur Weberei
übertragen wurde, wählen wir den Aufstieg nach Adetswil. Dort stehen noch einige Flarzhäuser (aneinander gebaute Wohnungen von Heimarbeitern und Kleinbauern). Durch das
Chatzentöbeli, dann links dem Waldrand entlang steigen wir auf zum Bergrestaurant Rosinli.
Die Aussicht auf drei Seen und in die Alpen lockt viele Wanderer an. Für den Abstieg folgen
wir dem Wegweiser «Hofhalden» und wandern zum Weiler Wabig. Weiter unten verläuft der
Weg in der Nähe des Walenbaches teils durch Wald, teils mit Aussicht auf Teile von Wetzikon.
An Schulhäusern vorbei kommen wir zur Bushaltestelle beim Gasthaus «Ochsen».