Hirzel, Kirche — Burghalden • ZH

Kultur: Heidi vom Hirzel

Johanna Spyri (1827–1901): Schriftstellerin und Jugendbuchautorin. Im Doktorhaus Hirzel geboren, bis zum 25. Lebensjahr dort wohnhaft. Die beiden «Heidi»-Bände erschienen allerdings erst 1879/81. Wanderung: Im alten Schulhaus Hirzel (1660) befindet sich das Spyri-Museum, das Fotoporträts der Familie, Spyris Werk in alten Ausgaben, Handschriften, Dokumente und Objekte der Schriftstellerin und ihrer Familie zeigt. Vielleicht ist das ein guter Start zur nachstehenden Wanderung. Bei der reformierten Kirche schlagen wir den Wanderweg Richtung Schlieregg ein, biegen jedoch unmittelbar nach dem Friedhof nach links ab, wandern im Zickzack zur Zugerstrasse hinunter und sehen Richtung Osten das Änderholz mit dem gelb signalisierten Weg. Vor und nach Chrutzelen passieren wir die stark befahrene Strasse und wandern abwärts zur Aamüli. Unter der Autobahn durch erreichen wir bald Neubühl. Weiter gehts auf der Hangroute durch Feld und Wald immer oberhalb des Siedlungsraumes mit schönen Ausblicken auf den Zürichsee. Ab Rötiboden steigt der Weg recht steil aufwärts, führt einige hundert Meter entlang der A3, ehe er wieder abtaucht zum Weiler Zollingerhüser. Nach Neuguet überqueren wir die Verbindungsstrasse von und nach Wädenswil, verlassen nach rund hundert Metern den offiziellen Wanderweg und folgen dem Wegweiser zur Burgruine Alt Wädenswil. Die imposante und sehenswerte Anlage stammt aus dem 13. Jh. und wurde später an das Johanniterhaus Bubikon verkauft. Nach etwa 20 Minuten ist das Wanderziel, die SOB-Bahnstation Burghalden, erreicht. Charakteristika: Gut begehbar zu allen Jahreszeiten; im Winter Vorsicht wegen Schnee- und Eisglätte. Hartbelagsanteil etwa 45 Prozent. Sehenswertes: Hirzel: Reformierte Kirche (1617), Spyri-Museum im alten Schulhaus (1660), grossartige Hügellandschaft (Drumlins). Ruine Alt Wädenswil (Gemeindegebiet von Richterswil).

Information

Wanderung Nr. ZH0608

Publiziert 2019 ‒ Präsentiert von Zürcher Wanderwege

Zürcher Wanderwege

Hirzel, Kirche
0:00
0:00
Chrutzelen
0:30
0:30
Neubühl
1:20
0:50
Rötiboden
2:05
0:45
Zollingerhüser
2:35
0:30
Ruine Alt Wädenswil
3:05
0:30
fireplace
Burghalden
3:25
0:20

Wandervorschläge

TOP 10: HIER LANG ZUM URWALD Nr. TOP10_5
Ebertswil, Schulhaus — Sihlwald, Bahnhof • ZH

TOP 10: HIER LANG ZUM URWALD

Das ist die Wanderung für alle Baumliebhaber, Robin Hoods und Dschungel-Fans – willkommen im Sihlwald! Nirgendwo im Kanton Zürich gibt es einen solch grossen Wald, der urwaldähnlich und trotzdem über gute Wege erlebbar ist. Zwar wird der grösste Teil der 500 Quadratkilometer umfassenden Waldfläche im Kanton intensiv genutzt, hier jedoch schlägt man seit 1996 kein Holz mehr, sondern lässt der Natur freien Lauf. Hier dürfen Bäume also wieder richtig alt werden, und jene, die durch Sturm oder Schwäche umfallen, bieten über viele Jahrzehnte Tieren Unterschlupf und Nahrung. Kein Wunder, konnten im zwölf Quadratkilometer grossen Sihlwald schon wieder ganz seltene Tier- und Pflanzenarten entdeckt werden. Dank dem Alt- und Totholz hat sich etwa der seltene Dreizehenspecht wieder angesiedelt, und der Sperber findet hier ein wichtiges Rückzugsgebiet. Forscher haben sogar das seit 1880 in der Region verschwundene Grüne Koboldmoos wiederentdeckt. Die verspielten Otter. Aber es gibt noch mehr, was diese Wanderung attraktiv macht. Nach dem Start geniesst man die schönsten Blicke ins Zugerland und in die Alpen. Beim höchsten Punkt wartet ein Bergrestaurant mit Aussicht, und am Endpunkt lädt das Besucherzentrum Wildnispark Zürich mit Ausstellung, Restaurant, einer Fischotteranlage und einem Aquarium zum Verweilen ein. Eine ganz grosse Portion Natur ist diese Tour!
Nr. ZH0609
Zürich, Landesmuseum — Dietikon • ZH

Kultur: Der Limmat entlang

Silja (Cécile) Walter (1919–2011): Benediktinerin im Kloster Fahr und Schriftstellerin, aus einer Verleger- und Schriftstellerfamilie stammend. Lyrische Werke, Mysterienspiele, Theaterstücke. Wanderung: Sie beginnt in Zürich beim Landesmuseum. Zunächst queren wir den attraktiven Platzspitzpark, wechseln über den Drahtschmidlisteg auf die rechte Limmatseite und stossen so auf den Kloster-Fahr-Weg. Die Route auf Stadtgebiet weist abwechslungsweise Natur- und kürzere Hartbelagsabschnitte auf. Unter der Wipkinger- und weiteren Brücken durch, immer auf der rechten Flussseite, steuern wir bald dem beliebten Freizeitrefugium Werdinsel zu, im Sommer ein hoch willkommener Badeplatz. Wir bleiben nachher auf der rechten, ausschliesslich für Wandernde signalisierten Limmatseite, können aber folgenden Tipp abgeben: Wechsel beim Turbinenhaus auf das linke Ufer, wo die Limmat Renaturieungs- arbeiten einen Blick von einem Holzsteg aus in die wilde Auenlandschaft lohnen. Bald empfängt uns der Lärm der nahen Autobahn. Bei der Brücke Unterengstringen empfehlen wir eine linksufrige Alternative: An Sommer-Sonntagen hält eine Gratis-Fähre den Personenverkehr über die Limmat zum Kloster aufrecht. Sonst aber bleiben wir rechtsufrig, und bald dürfen wir im Schatten hoher Bäume beim Kloster Fahr rasten. Das Kloster, eine Aargauer Exklave, wurde 1130 gegründet und gehört zur Abtei Einsiedeln. Weiter gehts, etwas landeinwärts, durch den Chlosterwald nach Glanzenberg (Burgruine und Städtchen, 13. Jh., Gründung der Regensberger). Bald sind wir wieder an der Limmat, wandern den Schanzen entlang, und über die Strassenbrücke ist bald der Bahnhof Dietikon erreicht. Charakteristika: Geeignet für alle Jahreszeiten. Hartbelagsanteil knapp 20 Prozent. Sehenswertes: Werdinsel, Renaturierungsgebiet, Kloster Fahr, Burg- und Stadtruine Glanzenberg
Nr. ZH0707
Sihlbrugg — Horgen • ZH

Pässe: Hirzel

Ein historischer Übergang, eine wunderbare Zürcher Hügellandschaft, ein wildromantisches Bachtobel, der Zürichsee – das sind die Ingredienzen unserer Tour über den Hirzel. Nur eines muss man sich bewusst sein: An Hartbelag kommt man auf dem Hirzel nicht vorbei. Wir starten beim Verkehrsknotenpunkt in Sihlbrugg. Zum Glück können wir diesen unwirtlichen Ort schnell hinter uns lassen. Dabei folgen wir dem Wegweiser Richtung Tobelmüli und bleiben auf dem offiziellen Wanderweg bis nach Hirzel Höhi. Mit der Höhe gewinnen wir auch an (fantastischer) Sicht. Alternativ könnte man den braunen Wegweisern des alten Saumwegs folgen. Auf diesem transportierten Maultiere zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert Güter auf der Nord-Süd-Achse. Nach einer guten Dreiviertelstunde erreichen wir den Saumpass. Ein Aufstieg in fünf Minuten zur Panoramatafel auf dem Zimmerberg lohnt sich. Nach wenigen Metern auf dem Strässchen treffen wir zur Abwechslung auf einen kleinen Pfad, der abwärts durch die Wiesen führt. Beim Waldrand gehts Richtung Horgener Bergweiher, den wir aber um 10 Minuten verpassen, weil unser nächstes Etappenziel Arn lautet. Vor dem Ortsteil müssen wir die Autobahn über eine Brücke queren. Irgendwo musste sie unsere Wege ja kreuzen, zieht sie sich doch den See entlang in der Höhe durch. Fast zum Schluss gibts – nicht nur für Ortsunkundige – eine Überraschung: Nach Arn ge- langen wir zum Aabach, der uns ein gutes Stück weit bis zum See begleitet. Unglaublich, wie wild und unberührt die Gegend auf einer Strecke von rund 1,5 Kilometern plötzlich wird. Sogar ein Wasserfall versteckt sich im Tobel – mit Feuerstelle und einer imposanten Treppe. Noch etwas fällt uns an diesem frühen Frühlingstag auf: Im Unterschied zum Hirzel beginnt es hier zu blühen. Die Bäume tragen Knospen. Beim Schiessstand suchen wir unseren Weg nach Käpfnach. Wer zum Bergwerk möchte, biegt bei den ersten Häusern wenige Meter nach links ab. Uns ziehts zum See. Auf dem Uferweg, vorbei an den Fähren und der Sust, dem ehemaligen Warenumschlagplatz, gelangen wir zum Bahnhof Horgen (und der Schifflände) Sehenswert: Hirzel Höhi, Horgener Bergweiher, Bergwerk Käpfnach, Fähre Horgen, Alte Sust Fazit: Eine altbekannte Tour durch die liebliche und offene Hügellandschaft des Hirzels.
Wandertrophy 2025: Sihlsprung Nr. ZH0109
Hirzel, Kirche • ZH

Wandertrophy 2025: Sihlsprung

In der Nähe der reformierten Kirche von Hirzel stehen das Johanna-Spyri-Museum und das Geburtshaus der Dichterin. Unser Wanderweg führt von der Strassenkurve südwärts bergab zum Gasthaus Sprüermüli (Riegelbau 1623 mit Klebdächlein), dann im einem Bogen durch Wiesen und als steiniger Waldweg steil hinunter zur Sihl. Zwischen gewaltigen, moos- und farnbewachsenen Nagelfluhblöcken, von den Steilwänden herabgestürzt, musste sich der Fluss seinen Weg suchen. Das Rauschen des Wassers begleitet uns und lädt an manch lauschigem Plätzchen zum Rasten ein. Beim Sihlsprung überschreiten wir den Grenzfluss. Auf der Zuger Seite folgen wir der Sihl flussaufwärts durch feuchte Tunnels. Und plötzlich strahlt Sonnenschein über eine breite Wiese, die Sihlmatt mit der für Forellengerichte bekannten Sommerwirtschaft. Auf dem Suenerstäg überqueren wir die Sihl, steigen beim Hof rechts steil durch den Wald hinauf und erreichen durch eine harmonische Hügellandschaft den Rand des Dorfes Schönenberg beim Balmisacher. Auf aussichtsreichem Strässchen geht’s durch den Weiler Stollen, dann links durchs Gelände des Golfplatzes zur Postautohaltestelle «Müsli». Hier können wir die Wanderung beenden oder über die Weiler Bächenmoos und Sprüermüli nach Hirzel zurückkehren.

Tags

Zürich Nordostschweiz Wanderung Sommer Winter für Familien mittel

Mit Klick auf ein Tag können Sie dieses in Ihrem Account hinzufügen und erhalten auf Ihre Interessen zugeschnittenen Content vorgeschlagen. Tags können nur in einem Account gespeichert werden.