Wandervorschläge • Zürcher Wanderwege

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Wandertrophy 2025: Geroldswil Nr. ZH0106
Zürich Höngg Meierhofplatz — Oetwil a.d.L. • ZH

Wandertrophy 2025: Geroldswil

Vom alten Höngger Dorfkern steigen wir zur Kante des Hönggerbergplateaus empor. An den Sportplätzen vorbei und durch das Heiziholz erreichen wir das Restaurant Grüenwald, wo wir die Passstrasse Höngg-Regensdorf kreuzen. Der leicht abfallende Weg (Aussicht ins Limmattal mit seinen Industriebauten) führt am Hof «Sunnenberg» vorbei. Beim Rastplatz mit Feuerstelle und Brunnen wählen wir den Weg bergauf zum «Sparrenberg», einem 1758 erbauten Herrschaftssitz. Wir folgen dem Wiesenweg, der zu den Rebhängen am Chilenspitzberg bei Weiningen führt. Vom prachtvollen Lindenplatz im Dorfkern steigen wir einen Treppenweg hinauf zum Restaurant «Winzerhaus» und geniessen dort die Aussicht über das Limmattal zum Uetliberg und in die Glarner Alpen. Oberhalb der Rebhänge führt unser Weg weiter zu den ersten Häusern von Geroldswil. Wir steigen nochmals leicht an zum Äschbrig. Ein schöner Waldweg führt uns zum Fischweiher, dann dem Bach folgend zum gut erhaltenen Dorfkern von Oetwil.
Wandertrophy 2025: Rosinli Nr. ZH0108
Kempten • ZH

Wandertrophy 2025: Rosinli

Vom «Ochsen» führt die Mühlestrasse an der Sägerei vorbei zur Nagelfabrik (Orientierungstafel zum Lehrpfad). Bald erreichen wir den Grossen Giessen (Wasserfall). Am Chämtnerbach entstanden im 19. Jh. viele Bauten zur Wasserkraftnutzung, u.a. der Weiher und die Turbinentürme. Nach dem oberen Turm, von wo die Energie mechanisch über Drahtseile zur Weberei übertragen wurde, wählen wir den Aufstieg nach Adetswil. Dort stehen noch einige Flarzhäuser (aneinander gebaute Wohnungen von Heimarbeitern und Kleinbauern). Durch das Chatzentöbeli, dann links dem Waldrand entlang steigen wir auf zum Bergrestaurant Rosinli. Die Aussicht auf drei Seen und in die Alpen lockt viele Wanderer an. Für den Abstieg folgen wir dem Wegweiser «Hofhalden» und wandern zum Weiler Wabig. Weiter unten verläuft der Weg in der Nähe des Walenbaches teils durch Wald, teils mit Aussicht auf Teile von Wetzikon. An Schulhäusern vorbei kommen wir zur Bushaltestelle beim Gasthaus «Ochsen».
Wandertrophy 2025: Sihlsprung Nr. ZH0109
Hirzel, Kirche • ZH

Wandertrophy 2025: Sihlsprung

In der Nähe der reformierten Kirche von Hirzel stehen das Johanna-Spyri-Museum und das Geburtshaus der Dichterin. Unser Wanderweg führt von der Strassenkurve südwärts bergab zum Gasthaus Sprüermüli (Riegelbau 1623 mit Klebdächlein), dann im einem Bogen durch Wiesen und als steiniger Waldweg steil hinunter zur Sihl. Zwischen gewaltigen, moos- und farnbewachsenen Nagelfluhblöcken, von den Steilwänden herabgestürzt, musste sich der Fluss seinen Weg suchen. Das Rauschen des Wassers begleitet uns und lädt an manch lauschigem Plätzchen zum Rasten ein. Beim Sihlsprung überschreiten wir den Grenzfluss. Auf der Zuger Seite folgen wir der Sihl flussaufwärts durch feuchte Tunnels. Und plötzlich strahlt Sonnenschein über eine breite Wiese, die Sihlmatt mit der für Forellengerichte bekannten Sommerwirtschaft. Auf dem Suenerstäg überqueren wir die Sihl, steigen beim Hof rechts steil durch den Wald hinauf und erreichen durch eine harmonische Hügellandschaft den Rand des Dorfes Schönenberg beim Balmisacher. Auf aussichtsreichem Strässchen geht’s durch den Weiler Stollen, dann links durchs Gelände des Golfplatzes zur Postautohaltestelle «Müsli». Hier können wir die Wanderung beenden oder über die Weiler Bächenmoos und Sprüermüli nach Hirzel zurückkehren.
Nr. ZH0110
Rämismühle-Zell — Elgg • ZH

Kreuz und Quer: Schauenberg

Nach der Überquerung von Bahn und Strasse steigen wir nach rechts in den Wald hinein und auf dem Bergrücken zur Hochebene. Wir folgen der Strasse durch den Weiler Lättenberg Richtung Girenbad, wo seit 1466 das Wasser von zwei Mineralquellen für Kuren verwendet wurde. Wer nicht zum Gasthaus will, kann vorher von der Strasse abzweigen und über den Bergvorsprung aufsteigen, mit Aussicht ins Tösstal. Hinter der Anhöhe liegt die Rodungsinsel «Schwändi». Für den Aufstieg zum Schauenberg kann man der Waldstrasse folgen oder im oberen Teil durch einen Hohlweg abkürzen. Der Gipfel war seit dem 9. Jh. Standort einer Burg (1344 zerstört), später einer Hochwacht. Angeblich sieht man von hier Punkte in allen Kantonen ausser Genf und Jura. Der Abstieg führt am Hirtenhaus (WC) vorbei über die Weide, dann steil durch den Wald hinunter in die Mulde mit dem Weiler Schümberg. Nach einer kurzen Gegensteigung folgt wieder ein bewaldeter Steilhang. Beim Waldausgang können wir den schönen Blick auf Hofstetten, den kleinen Hauptort einer langgestreckten Gemeinde mit sieben anderen Weilern, geniessen. Wir lassen ihn links liegen und erreichen beim Restaurant Guewilmüli den Farenbach. In seinem romantischen Tobel bestaunen wir die vielen Wasserfälle über Nagelfluh- und Sandsteinbänke. Am Ende der Wanderung lohnt sich der kleine Umweg über das etwas erhöht gelegene Städtchen Elgg. Die regelmässige Anordung der Häuserreihen in einem Viereck um die sehenswerte Kirche verrät, dass es sich um eine mittelalterliche Stadtgründung handelt.
Nr. ZH192009
Bremgarten — Muri Kloster • AG

Bremgarten

Reichen Natur- und Landschaftsgenuss verheisst die Wanderung entlang der Reuss im aargauischen Freiamt. Es lohnt sich, vorher in den verwinkelten Gassen des Habsburgerstädtchens Bremgarten zu flanieren und in die Zeit der Habsburger einzutauchen. Anschliessend biegen wir in den Uferweg «Promenade» ein und gelangen auf breiten Kiessträsschen zum weiter oben gelegenen Flusskraftwerk. Von dort führt eine Abzweigung links hinauf zur Emauskapelle. Das Heiligtum mit dem barocken Bilderzyklus ist Antonius geweiht. Flussaufwärts wird die Reuss breit und träge wie ein See, und der Uferweg vollführt hier auf wenigen hundert Metern eine Drehung um fast 270 Grad. Durch den Rückstau des Kraftwerks ist hier ein Teil der Ebene weiträumig überflutet worden. Auf den Kiesbänken und bewaldeten Inseln des Naturschutzgebietes Flachsee kommen Eisvögel, zahlreiche weitere Vogelarten sowie seltene Pflanzen vor. Bei der Brücke Rottenschwil verlassen wir die Reuss und gehen durch das Gebiet der Stillen Reuss bis kurz vor die Brücke Werd. Dort zweigen wir rechts ab und gelangen durch das Rottenschwiler Moos zum Dorfteil Althäusern. Über Chapf geht es ins Murimoos zur Mittagspause. Danach wandern wir der Bünz entlang nach Muri, das vom ehemaligen Benediktinerkloster geprägt ist.
Nr. ZH192010
Andeer — Viamala • GR

Val Schons

Vier Kulturperlen, eine eindrückliche Aussicht und eine imposante Schlucht erwarten uns auf dieser Wanderung. Walter Müller wird uns die Kulturstätten zeigen und sachkundig über deren Bedeutung und Geschichte berichten. Bereits in Andeer bestaunen wir das stattliche Haus Padrun aus dem Jahr 1501, das mit Sgrafitti der besonderen Art verziert ist. Der Wanderweg führt uns weiter über den Hinterrhein zur Kapelle in Clugin. Das Kapelleninnere birgt Wandmalereien sowohl des berühmten Waltensburger Meisters als auch des Rhäzünser Meisters. Anschliessend queren wir die Schamser Talsohle, steigen zum Weiler Pignia auf und erreichen auf abwechslungsreichem Weg das schmucke Zillis. In der berühmten Kirche St. Martin beschreibt uns Walter Müller, der begeisterte Ardüser-Forscher, die wichtigsten der 153 Bildtafeln an der Kirchendecke, ein Kunstwerk aus der Epoche der Hochromantik. Nach der Mittagspause geht es bergauf zum Dörfchen Reischen, wo wir ein Ardüserhaus entdecken. Der Wandermaler Hans Ardüser lebte im 16./17. Jahrhundert. Auf dem letzten Teil der Wanderung lassen wir uns von den wilden Naturschönheiten der Viamala-Schlucht beeindrucken und erreichen nach einer Marschstunde die Postautostation. Eintritt Kirche Zillis: CHF 5.–.
Nr. ZH192011
Kurhaus, Voralp — Grabserberg, Höhi • SG

Grabserberg

2018 führten wir eine Wanderung vom Grabserberg auf dem Rheintaler Höhenweg durch. Von der Höhi konnten wir den Blick Richtung Churfirsten geniessen, und eine Teilnehmerin meinte, wie schön doch eine Tour über diese markanten Höhen ins Toggenburg wäre. Voilà, schon liegt sie vor! Vom Berggasthaus Voralp aus, das 1908 als Kurhaus erbaut wurde, starten wir unsere ungemein attraktive Wanderung. Auf der zügig ansteigenden Bergstrasse, die später zum Bergweg wird, kommen wir rasch vorwärts. Im Juli sind die Alpen bestossen, und der Klang der Kuhglocken wird uns begleiten. Wir erfreuen uns an den schönen Ausblicken und bewundern bei der Obersäss-Hütte die Karstlandschaft. Kurz darauf stehen wir auf dem Sattel und sehen die Säntiskette vor uns. Im Rücken haben wir die Kette mit dem Nideripass als Verbindung nach Walenstadt, doch wir wenden uns dem Gamserrugg zu und steigen den nicht ausgesetzten Pfad hoch. Von hier aus führt uns der Weg zum Trosboden. Wer hier die Tour abbrechen möchte, wandert zur nahen Gamsalp und kann die Sesselbahn nach Wildhaus nutzen. Wir aber steigen durch die vorzeitlich anmutende Karst- und Dolinen-Landschaft über traumhafte Wanderwege hinunter nach Voralp Höhi, wo wir den dort angebotenen Käse fast nicht verschmähen können.
Nr. ZH192012
Jonen — Mülau • AG

Reussspitz

Reussspitz – so heisst der Punkt, wo die Lorze in die Reuss mündet. Dort befindet sich ein wunderschönes Naturschutzgebiet, das unzähligen Vögeln Lebensraum bietet. Wir erreichen diesen magischen Punkt, nachdem wir von Jonen aus zuerst dem gleichnamigen Flüsschen und dann dem rechtsufrigen Reussweg gefolgt sind. Der Reussdamm stammt aus dem letzten Jahrhundert, doch trotz dieses Kunstbaus ist die Natur hier von überraschender Vielfalt. Wir durchqueren die Maschwander Allmend mit ihren gut erhaltenen Riedflächen, die sich über 100 Hektaren erstrecken; ein solch grosses Feuchtgebiet ist in der dicht besiedelten Schweiz einmalig. Schmale Wassergräben mit Ufergebüsch, Auenwaldstreifen, Moore und Streuwiesen wechseln sich in harmonischer Weise ab. Bald treffen wir wieder auf die Reuss. Nachdem wir uns vorher in den Kantonen Zürich und Zug bewegt haben, betreten wir in Mühlau nun Aargauer Boden. Mit der S-Bahn kehren wir in heimische Gefilde zurück.
Nr. ZH192024
Teufen ZH, Unterteufen — Glattfelden • ZH

Glattfelden

Teufen im unteren Tösstal, wo wir unsere Wanderung beginnen, besteht aus den Dörfern Freienstein und Teufen und grenzt bei der Tössegg an den Rhein. Die Hälfte von Teufen besteht aus Wald; die Siedlungen machen nur ein paar Prozent aus. Die Gegend um Rhinsberg, Irchel und Ebersberg wurde schon in der Spätbronzezeit besiedelt. Während des Zweiten Weltkriegs stürzten in diesem Gebiet zwei französische Militärflugzeuge praktisch gleichzeitig und fast am selben Ort am Irchel ab. Dies erregte allerdings kaum Aufsehen, nur ein dürres amtliches Communiqué wurde veröffentlicht. Es galt Geheimhaltung und die Anwesenheit von Presseleuten am Unfallort war undenkbar. Vom Rhinsberg wandern wir in die Ebene zu den Wässerwiesen im Hundig. Relikte von Gräben und Bauwerken zeugen von der Nutzung des Gebietes als Wässerwiesen. In den letzten Jahren wurden sechs Hektaren Trockenwiesen sowie 18 Aren Stillgewässer als ökologische Ersatzmassnahme des Flughafens Zürich realisiert. Vom Hundig sind es nur noch ein paar Schritte bis Glattfelden.
Nr. ZH20192028
Düdingen — Laupen • FR

Schiffenensee

Düdingen liegt im deutschsprachigen Teil des Kantons Fribourg, unmittelbar an der Sprachgrenze. Bereits nach zwei Kilometern ab dem Bahnhof Düdingen erreichen wir das Ufer des Schiffenensees. Der schmale, fjordähnliche See wurde 1963 fertiggestellt und ist damit einer der jüngsten Stauseen der Schweiz. Als Nächstes liegt der ehemalige Kurort Bad Bonn an unserem Weg. 1960 wurde hier der Gotthelf-Film «Anne Bäbi Jowäger» gedreht. Heute ist der Landgasthof Bad Bonn einer der innovativsten Konzertclubs der Schweiz und bekannt für sein jährlich stattfindendes Open-Air-Festival. Wir wandern jetzt über Allenlüften nach Schiffenen und sehen am gegenüberliegenden Seeufer die Schlösser Grand und Petit Vivy. Nach der Mittagsrast marschieren wir weiter über die 47 Meter hohe Mauer des Kraftwerks Schiffenen, die die Saane auf einer Länge von fast 13 Kilometern staut. Unterhalb der Staumauer folgen wir dem westlichen Ufer der Saane und lassen uns vom Naturschutzgebiet Auried beeindrucken. Bald erblicken wir Laupen. Das kleine historische Städtchen an der Sense, unweit von deren Zusammenfluss mit der Saane, wird überragt vom Schloss auf einem Sandsteinsporn. Wir besichtigen die uralten Fachwerkhäuser, die sich an den Sandsteinfelsen schmiegen, und geniessen den Rundblick von der mittelalterlichen Burganlage.
Nr. ZH192025
Altstätten SG • SG

Altstätten

Altstätten, auf der Schweizer Seite der Rheinebene, hat eine besondere Lage. Schon im Mittelalter führten zwei Passstrassen über die Berge zu wichtigen Orten im Hinterland. Das ist wohl ein Grund, dass Altstätten schon früh befestigt wurde. Im Jahr 1425 erhielt Altstätten das Marktrecht, und bis heute finden im Städtchen regelmässig Märkte statt. Wir verlassen das historische Städtchen Richtung Norden. Zuerst geht es steil hinauf zum Wald und anschliessend den Waldrand entlang bis zum Bergweiler «Fideren». Hier hat man bereits die beste Aussicht über weite Teile des Rheintals und der Vorarlberger und Liechtensteiner Berge, bis hinein in die Bündner Alpen. Wir wandern weiter den Hang entlang. Nach kurzer Zeit treffen wir auf die Stossstrasse, welche wir überqueren. Beim Gätziberg tauchen wir ins Luterbachtobel ein und folgen dem Weg abwärts. Bald erreichen wir die ersten Häuser von Altstätten. Vorbei an einem kleinen Rebberg gelangen wir hinunter zum Bahnhof von Altstätten.
Nr. ZH192026
Start point — Locarno Muralto • TI

Locarno

Von Tenero steigen wir hinauf nach Contra. Der Weg führt über Treppen, zum Teil mit Natursteinmauern (Salita alla Fraccia), dann wieder durch den Wald, aber auch auf der Strasse und an einer Kapelle vorbei nach Contra. Dort geniessen wir bei der Kirche den Ausblick auf den Lago Maggiore, die bewaldeten Bergflanken sowie die Magadinoebene. Von Contra geht es leicht aufwärts bis zum höchsten Punkt bei der Ponte Romano und dem kleinen Wasserfall. Anschliessend führt der Panoramaweg an der Capèla Rota aus dem 17. Jahrhundert vorbei, damals ein Zufluchtsort auf dem Säumerpfad als einziger Verbindung zwischen Locarno und dem Verzascatal. Auf zum Teil felsendurchsetzten Wurzelpfaden wandern wir nach Ronco di Bosco und über einige Brücklein bis nach Locarno Monti. Unterwegs passieren wir den oberen Siedlungsrand von Orselina mit prächtigem Ausblick auf Locarno. Die Wanderung führt hinab zur Piazza Grande, wo jeweils das Filmfestival stattfindet, und an Läden und Restaurants vorbei zum Bahnhof Locarno. Von Locarno Monti kann individuell auch der Weg zum berühmten Wallfahrtsort Madonna del Sasso mit der Basilika und dem Kloster gewählt werden. Dieser führt gut beschildert über die stufenreiche Via Crucis hinab zum Bahnhof.
Nr. ZH192027
Kühlewil — Riggisberg • BE

Gürbetal

Nachdem wir die strengsten Höhenmeter mit dem Postauto hinter uns gebracht haben, steigen wir beim Altersheim Kühlewil aus. Immer den Gurten und die Stadt Bern im Rücken, wandern wir durch die Weiler Englisberg und Winzenried nach Süden. Viele beeindruckende Berner Bauernhäuser säumen unseren Weg, und im Weiler Fallenbach mit seinen stattlichen Gehöften können wir Gebäude aus dem Jahr 1760 bewundern. Der Speicher und der Hof mit seiner langen Söllerlaube sind wertvolle Denkmäler bäuerlicher Baukunst. Das Ofenhaus wurde restauriert; in diesem wird – von einem Verein betrieben – wieder Brot gebacken. Wir wandern weiter, und da der Weg am Felsen Guetebrünne vorbei gesperrt ist, müssen wir einen Umweg in Kauf nehmen. Wir steigen sanft hinauf auf den Längenberg und folgen diesem bis Gschneit. Das Panorama der Berner Alpen mit dem markanten Kegel des Niesen entschädigt uns für die Mehrarbeit. In Rümligen treffen wir wieder auf den offiziellen Weg, und bald sehen wir den Thunersee vor uns. Jetzt bleibt noch ein letzter Abstieg hinunter nach Riggisberg, dessen Name auf den «Berg des Königs» hindeutet.
Nr. ZH192001
Basel Badischer Bahnhof — Niederholz • BS

Kleinbasel

Durch die Unterführung beim Badischen Bahnhof in Basel gelangen wir auf die andere Seite der Geleise. Unsere Wanderung führt uns zum Tierpark Lange Erlen. Wir nehmen die Route durch den Park, wo wir Interessantes über verschiedene Tiere und alte Gemüsesorten erfahren. Auch ein wunderschöner Waldlehrgarten ist hier zu finden. Bald schlendern wir an der Eisenbrücke vorbei. Auf einer breiten Strasse gelangen wir zur Wiese – das ist der Fluss, der Basel von Nordosten her zuströmt – und folgen dem Flussverlauf ins Grüne. Eine Tafel informiert uns, dass wir auf dem Hebel-Wanderweg unterwegs sind. Dieser ist nach Johann Peter Hebel, Grossdichter, Lehrer und Kirchenpolitiker, benannt. Beim Dorf Riehen sehen wir schon unser Tagesziel, den Basler Hausberg St. Chrischona, wo wir noch über 70 Treppenstufen hochsteigen können. Sein 250 Meter hoher Fernsehturm ist das höchste frei stehende Bauwerk der Schweiz. Auf dem St. Chrischona verpflegen wir uns aus dem Rucksack. Über Bettingen führt uns der Abstieg nach Hornfelsen. Nun wandern wir einige Zeit auf deutschem Staatsgebiet. Von der Brüstung aus sieht man die Hafenanlagen von Birsfelden, die Kraftwerkinsel im Rhein und einen Teil der Stadt Basel. In der Ebene angekommen, begeben wir uns zur Bahnstation Niederholz. Eine ID ist erforderlich.
Nr. ZH0509
Hausen am Albis — Türlen • ZH

Zürich Albis und Knonauer Amt: Türlersee

Unsere Halbtageswanderung beginnt bei der Haltestelle Post in Hausen am Albis. Direkt neben dem historischen Gasthof Löwen folgen wir dem Wanderweg zum Türlersee in Richtung Heisch,wo es mehrere prachtvolle Ämtlerhäuser zu bewundern gibt. Auf einer wenig befahrenen Strasse steigen wir den Südhang des Gom hinauf und geniessen auf dem ebenen Panoramaweg eine einzigartige Aussicht weit über die Moorlandschaft der Chrutzelen hinweg zum Zugersee und zu den Alpen, vom Glärnisch bis zum berühmten Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau im Berner Oberland. Beim Weiler Vollenweid überqueren wir die stark befahrene Albisstrasse und ziehen auf einem chaussierten Feldweg über die Ebene, wo sich einst der Türlersee ausdehnte. Wir überschreiten den grössten Zufluss des Türlersees und wählen für den Seerundgang zuerst den gut gepflegten Weg dem südlichen Ufersaum entlang. Schritt für Schritt geniessen wir den Blick durch Ufergehölze oder den Schilfgürtel und beobachten begeistert die zahlreichen Wasservögel: Stock-, Reiher- und Tafelenten, Blesshühner und Haubentaucher. In der grossen Bucht treffen wir auf den sagenumwobenen Hexengraben, ein schönes kleines Moortal. Ruhebänke laden uns ein, die unverbauten Seeufer mit ihrer reichen Pflanzenwelt zu geniessen. Vor dem Abfluss orientiert uns eine farbige Ämtlerwegtafel über die Entstehung des Türlersees. Unser Rundgang führt nun am Nordostufer entlang weiter bis zum Strandbad und Campingplatz. Der direkte Seeuferweg ist während der Badezeit von Mai bis September gesperrt, zu dieser Zeit müssen wird das Gelände auf einem Fussweg umgehen. Zum Abschluss unserer Wanderung geniessen wir vielleicht ein kühles Bad im See. Von der Bushaltestelle Türlersee führt uns der Bus zurück nach Zürich Wiedikon.
Am Wasser: Sihl Nr. ZH0402
Schönenberg — Sihlbrugg Dorf • ZH

Am Wasser: Sihl

Schönenberg liegt auf 714 m und damit meistens über dem Herbstnebel. Der Wanderweg erreicht schon bald seinen höchsten Punkt. Dort überblickt man die typische Moränenlandschaft, oft mit einem markanten Baum auf den Hügelkuppen. Sie entstand, als Linth- und Reussgletscher über die Täler hinauswuchsen und sich zeitweise hier vereinigten, sich am Albis aber wieder trennten. Weil der Linthgletscher den Abfluss ins Zürichseetal versperrte, musste die Sihl einen Weg durch die eiszeitlichen Ablagerungen suchen und hat sich dabei auch in ältere Gesteinschichten eingeschnitten, was wir im Sihlsprung sehen werden. Vorher durchqueren wir ein geschütztes Ried und steigen steil ab zum Suenerstäg, der zur zugerischen Sihlmatt hinüberführt. Beim beliebten Gasthaus sind Fischzuchtbecken, Ziegen und Esel zu sehen. Bald verengt sich das Tal; durch die Nagelfluhwand wurden 1898 Tunnels gebaut, um die Wasserfassungen der Stadt Zürich zu erschliessen. So erreichen nun die Wanderer bequem den Steg am Sihlsprung. Ab hier zwängt sich die Sihl zwischen riesigen Nagelfluhblöcken hindurch, die von den beidseitigen Felswänden abgebrochen sind. Der Weg auf der rechten Seite schlängelt sich auf und ab durch das Fels-Chaos und bietet Möglichkeiten, zu tiefen Becken im Fluss abzusteigen. Dann verläuft er wieder nahe an der Sihl, abwechselnd durch feuchte Hangmoore und Wald an Steilhängen, wo Tafeln vor Steinschlag warnen – es ist aber nur mit Rutschungen zu rechnen. Am Ende der zweiten Sihlmatt, einer grossen Weide mit Bauernhof und Besenbeiz, lädt an einer Biegung der Sihl mit Sandsteinschwellen und Geröllstrand ein Picknickplatz zum Rasten ein. Wenig flussabwärts, nach einer Gegensteigung mit Treppe, führt eine gedeckte Holzbrücke auf die Zuger Seite. Wir folgen weiter dem rechtsseitigen Weg durch Wald und Lichtungen. Erst bei der Schifflibrücke, die 2005 mit Geld aus einem Fonds der Zürcher Wanderwege erstellt wurde, überqueren wir die Sihl oberhalb eines Wehrs, das Wasser in einen Industriekanal ableitet. Das letzte Wegstück verläuft nochmals auf und ab im bewaldeten Steilhang nach Sihlbrugg Dorf, wo das Idyll ein jähes Ende findet am Verkehrsknoten mit vielen grossen Neubauten.
Nr. ZH0403
Glattfelden — Niederglatt • ZH

Am Wasser: Glatt

Die Glatt ist kein wilder Fluss, sie hat vom Greifensee bis zum Rhein nur 85 m Gefälle auf 20 km. Ihre Ufer sind gegen Unterspülung geschützt durch Steinblöcke. Oberhalb der niedri- gen Böschung begleiten breite Wege den Fluss. Wanderweg und Veloweg wechseln mehrmals die Seiten. Manchmal wachsen zwischen Weg und Fluss Bäume und Sträucher, meist istder Blick auf das Wasser frei. Ausser dem Rauschen an den künstlichen Schwellen hört man oft nur Vögel und Frösche auf dem ersten Teil der Wanderung. Diese beginnt am Bahnhof Glattfelden mit einem steilen Abstieg über Treppen. Bald weist eine Tafel auf ein Naturschutzgebiet hin: im Auenwald verborgene Tümpel mit Schilf. Flache Wiesen und Äcker im Innern der Mäander (Flussbiegungen) wechseln ab mit steilen, oft rutschigen Prallhängen an den Aussenseiten. Südlich der Herrenwis, auf der Westseite, fällt oberhalb einer Grasböschung ein langes, vorspringendes Felsband auf. Es besteht aus eiszeitlichem Schotter (Flusskies), der durch Kalkausscheidung zu Nagelfluh verhärtet wurde. Wer hinaufsteigt, entdeckt weiter links flache Tümpel mit Kaulquappen (im Frühling). Flussaufwärts verlässt der Weg bald die Glatt und lässt Raum für das umzäunte Naturschutzgebiet «Glattauen», das 1980 geschaffen wurde. Der Fluss wurde renaturiert, darf sich teilen und Inseln bilden. Es entstanden Feucht- und Trockenbiotope für vielfältige Planzengesellschaften mit Insekten, Amphibien und Reptilien. Ein abzweigender Pfad führt über einen Hügel mit Lehrtafeln. Nach einer geraden Strecke am Ostufer und einer Biegung wechselt der Weg auf die Westseite. Lärm von der Autobahn und von landenden Flugzeugen, dann die Ruine der Spinnerei Jakobstal (die der Weg mit Treppen umgeht) zeigen die Kehrseiten der Zivilisation. Auf der langen Geraden nach Niederhöri bieten Bäume Schatten und Abwechslung: Silberweiden, Birken, Robinien. Beim Gemeindehaus mit Uhrtürmchen Treppenstufen zum Ausruhen. Bessere Sitzgelegenheiten mit Feuerstelle und Spielplatz 600 m weiter kurz vor der Brücke Oberhöri. Von dort bis zum Bahnhof Niederglatt fliesst die Glatt durch Wohngebiet.
Nr. ZH0404
Wettingen — Dietikon • AG

Am Wasser: Limmat

In Bahnhofnähe liegt in einem Limmatbogen das ehemalige Kloster Wettingen (jetzt Kantonsschule) mit Bauteilen aus Romanik, Gotik und Barock; dazu gehört ein schöner Park mit Garten. Jenseits der gedeckten Holzbrücke folgen wir dem künstlichen Bach, der den Fischen ermöglicht, die Staumauer des Kraftwerks zu überwinden. An der Autobahnbrücke bei Neuenhof ist auf der Südseite ein Fussgängerweg angebaut, den wir benützen, um auf das natürlichere rechte Limmatufer zu gelangen. Dort verläuft der Weg nahe am Wasser und führt bald unter Brücken der Eisenbahn und der Autobahn durch. Zu dieser muss man eine Treppe hochsteigen (sie führt zur Raststätte Würenlos), um den Furtbach zu überqueren. Durch den Stau der Limmat ist hier ein Biotop mit schwimmenden Blässhuhn (Taucherli)-Nestern entstanden. Achtung, gleich nach der Brücke geht’s links hinab zum Bach und unter der Autobahn zur Limmat. Bei der Brücke zum Bahnhof Killwangen bleiben wir auf der Nordseite, denn bald kommt ein besonders idyllischer Flussabschnitt mit Wald und Schilf. Gegenüber dem Industriegebiet Neuhard liegt die Würenloser Fischerhütte mit Bänken, Brunnen und Feuerstelle. Nach einem breiteren, gekiesten Wegstück durch Wiesen wird der Pfad wieder schmaler, verläuft durch einen Steilhang mit Wald, dann zwischen Schilf und Gärten zu einem grossen Parkplatz. An dessen Ende steht eine alte Obstpresse. Die Wohnblöcke, Terrassenhäuser und Villen von Oetwil reichen bis nahe an den Weg. Dann wird das Ufer flacher mit Buchten und Inseln, Bänken und Liegewiesen. Vor und nach der Autobahnunterführung finden sich folgende Tafeln: «Aufwertung Limmatufer–Binzerliweiher» und «Dietiker und Geroldswiler Auen». Die letzteren liegen zwischen dem Wanderweg und der Limmat und sind nicht zu gänglich, jedoch vom Damm aus überblickbar. Alte Flussläufe wurden wieder ausgebaggert. Über einen solchen führt eine Holzbrücke durch Auenwald wieder zur Limmat. Das letzte Wegstück auf dem Damm bis zur Brücke nach Dietikon führt über Hartbelag.
Nr. ZH0405
Hedingen — Obfelden Alte Post • ZH

Am Wasser: Reuss

Der Wanderweg führt aus dem Dorf Hedingen durch flaches Ackerland zur ARA Zwillikon. Dann verläuft er durch Wald und Lichtungen, teils nahe am Flüsschen Jonen, teils auf und ab am Hang zur Wallfahrtskirche Jonental, einem kreuzförmigen Barockbau. Sehenswert sind auch die Skulpturen in der Pfarrkirche des Dorfes Jonen. Dort stehen einige schöne Freiämterhäuser mit den typischen Klebdächlein über den Fenstern der Giebelfront. Der Freiämterweg folgt weiter dem Flüsschen, jedoch nicht bis zur Mündung, denn der Reussuferweg musste wegen Erosion gesperrt werden. Er wurde verlegt an einen verlandeten Altlauf, durchquert diesen, führt durch Auenwald zur ARA Jonen-Ottenbach und um diese herum. Die Reuss erreichen wir endlich über einen Kanal, der in sie mündet. Zwischen diesen beiden Gewässern verdecken Bäume und Sträucher die Sicht, doch das ändert bald. Silberweiden neigen sich weit über den Fluss und strecken dichte Büschel rötlicher Wurzeln ins Wasser. Bei der Ottenbacher Brücke hat man die Wahl zwischen dem Gasthaus und einer Rast auf Bänken unter dem Dach des Pontonierhauses. Unser Weg verläuft nun direkt am sonnigen Ufer, dann taucht er wieder in den Auenwald ein. Beim Punkt 384 wird durch ein Streichwehr Wasser in den oben erwähnten Kanal abgezweigt (Lehrtafel). Es folgt eine parkartig ausgelichtete Partie mit Feuerstellen. Dort wo der Ämtlerweg den Fluss verlässt, lohnt es sich, noch 350 m der Reuss zu folgen, denn bei der Brücke Rickenbach lockt eine grosse Kiesbank mit Feuerstelle zum Verweilen (Variante). Zurück zum Ämtlerweg, der zur Bushaltestelle Rickenbach führt und nach einem kurzen Stück auf der Strasse wieder rechts abzweigt. In der grossen Kiesgrube links vom Weg wird Müll sortiert und Kompogas hergestellt. Dem Wegweiser Richtung Oberlunnern folgend erreichen wir den Lindenbach. Dieser überrascht durch seine unverbaute Natürlichkeit. Prallhänge an den Aussenseiten der Kurven zeigen Moränenmaterial oder Mergelschichten. Im Bachbett bilden härtere vorstehende Sandsteinschichten Stufen, über die das Wasser in tiefe Kolkbecken stürzt. Rechts vom Weg befindet sich eine grosse Obstplantage, danach folgen Brücken und eine Feuerstelle mit Bänken. Ein erfreulicher Abschluss der abwechslungsreichen Wanderung! Dank guter Signalisation ist der Weg zur Bushaltestelle in Obfelden leicht zu finden.
Nr. ZH0406
Uster — Pfäffikon • ZH

Am Wasser: Pfäffikersee

Vom Industriepfad (IP), der von Niederuster bis Bauma führt, sind hier nur wenige Stationen erwähnt. Wir erreichen ihn durch die Bahnhofstrasse beim Aabach am Fusse des Schlosshügels, wo die ersten Spinnereien entstanden. Dem Bach folgend gelangen wir zur Brauerei, einem Backsteinbau mit Kamin. Durch die Fenster kann man die Kupferkessel sehen (jenseits der Brücke links eine Gruppe von Skulpturen). Weiter dem Bach entlang und über die nächste Brücke, dann links zur mächtigen ehemaligen Fabrikhalle, die nach 1983 zur sehenswerten Wohnsiedlung «Arche Nova» mit begrüntem Innenhof umgebaut wurde. Bachaufwärts eine Reihe von Vorarbeiter- und Arbeiterhäusern, dann die moderne Siedlung «Insel» und zwei Feuerwehrspritzenhäuschen (mit Türmchen und altem Spritzenwagen). Von der dortigen Brücke steigt der IP an, zunächst auf der Strasse, dann im Wald am Fusse einer Nagelfluhfelswand verlaufend zur 1860 erbauten Wasserkraftanlage am südlichen Hang des Aabachtales. Vom Filterhaus oberhalb der Druckleitung (Tafel 19) folgen wir dem Kanal, der durch Stollen hergeleitet wird. Der IP führt dann wieder hinab zur Bahnlinie und folgt dieser bis zum Stolleneingang. Dort überquert er ein Brücklein und biegt ab in den Graben neben dem Bahndamm. Bei der Station Aathal (Tafel 21) verlassen wir den IP und steigen auf nach Seegräben. Die Aussicht auf den Pfäffikersee und die Alpen vom Mürtschenstock bis zum Tödi geniesst man am besten beim Kürbisbauernhof mit Selbstbedienungsrestaurant. Der Weg durch den Obstgarten führt zu einem Badehäuschen. Dann geht’s dem Seeufer entlang zum Ausfluss des Aabachs. Wer das Innere des Robenhuserriets erkunden will – es gibt dort Stellen mit Hochmoorvegetation (Torfmoos, Besenheide, Moosbeere) – kann kurz nach der Brücke abzweigen und dann wieder umkehren oder nach Robenhausen weitergehen. Der Uferweg führt zum Strandbad Auslikon. Dort entfernt er sich vom See und verläuft am Rand des Naturschutzgebietes zum Römerkastell Irgenhausen. Es lohnt sich, den Hügel mit der quadratischen Festung (2.–4. Jh.) zu besteigen. In Pfäffikon lädt eine schöne Uferanlage mit Kiosk, Panorama und Biotopen zum Verweilen ein. Die Kirche ist sehenswert (Fresken 1488, Chorfenster).
Tobel: Hutziker Tobel Nr. ZH0306
Turbenthal • ZH

Tobel: Hutziker Tobel

Vom Bahnhof Turbenthal gehen wir zur Tösstalstrasse und geradeaus weiter zur Schul- strasse, dann nach links Richtung Hutziker Tobel. Rund 10 Minuten nach unserem Start zweigt rechts der Pfad ins Tobel ab. Wir folgen nun auf einem schön ausgebauten Weg dem Bach aufwärts durchs wilde Tobel: Wasserfälle, Orchideen – Natur pur. Nach einer halben Stunde teilt sich der Weg. Wir halten die Richtung geradeaus, folgen der stetig ansteigenden Strasse und gelangen auf ein Teersträsschen, das uns zum Parkplatz am Waldrand führt (P. 792 auf der Wanderkarte). Hier oben geniessen wir den schönen Ausblick in den Kanton Thurgau. Für den Schlussanstieg zum Schauenberg gehen wir nach links und folgen der Strasse in den Wald hinein. Dort zweigt bald ein schmaler, steiler Pfad ab, der uns zum Gipfel des Schauenbergs (890 m) führt. Bei guter Sicht ist die ganze Alpenkette zu sehen. Ruhebänke und die alten Ruinenmauern laden uns zur Rast ein. Hier war Standort einer Burg. Eine erste Holzburg (9.-11. Jahrhundert) wurde um 1200 in eine wuchtige Steinburg umgebaut. Im Jahre 1344 wurde das Anwesen, nun im Besitze der Hochlandenberger, in einer Strafaktion zerstört, weil der Besitzer des Raubes und der Falschmünzerei beschuldigt wurde. Standort einer früheren Hochwacht und der heutige Triangulationspunkt zeugen von der militärisch-topografischen Bedeutung des Schauenbergs. Für den Abstieg wählen wir den gleichen Weg bis zum Parkplatz P. 792. Von dort aus wandern wir zum Hof Hüttstall, dann nach rechts um den Hügel mit dem Reservoir und weiter dem Weg folgend bis zur Alp Schnurberg (Alpwirtschaft), wo man seinen Durst löschen kann. Über die Wiese und den Waldrand gelangen wir zum Rand des Chämibachtobels. Der Fussweg führt steil hinunter und über einen schmalen Steg zum Chämibach. Wir benützen das den Bach begleitende Flursträsschen, und bald schon erreichen wir die ersten Häuser von Turbenthal.
Wandertrophy 2025: Berenberg Kloster Nr. ZH0305
Pfungen • ZH

Wandertrophy 2025: Berenberg Kloster

Je drei Auf- und Abstiege von unterschiedlicher Länge, viele Treppenstufen zur Überwindung steilerer Abschnitte, ein Blitzbesuch bei den früheren Chorherren auf Berenberg – kurz: eine abwechslungsreiche Wanderung, die zwar zu allen Jahreszeiten «machbar», wegen des hohen Anteils an Waldpassagen jedoch vor allem im Sommer attraktiv ist. Ab der Bahnstation Pfungen-Neftenbach wandern wir durchs Dorf aufwärts Richtung Brütte ner Plateau, werfen aber zuvor noch einen kurzen Blick in den öffentlich zugänglichen Schlosspark von Pfungen. Der westlichen Flanke des Rumstales entlang gelangen wir zum Grabibach, der ein schmales, steiles, beinah intim zu nennendes Tobel ins bewaldete Ge- lände eingeschnitten hat. Mehrmals die Bachseite wechselnd und über viele Treppenstufen hinauf, stehen wir bald am nördlichen Rand der aussichtsreichen Brüttener Ebene bei Ober Mettmenstetten. Vom höchsten Punkt der Wanderung (641 m ü. M.) gehts dann über die bewaldeten Weitobel und Steinerholz hinunter, und in Weiertal betreten wir erneut das Rumstal, um gleich darauf den Anstieg nach Berenberg unter die Füsse zu nehmen. Die hier offene Landschaft ist geprägt von landwirtschaftlichen Flächen, u. a. von einigen Aren Rebbergen. Die restaurierten Grundmauern der ehemaligen Klosteranlage zu Berenberg und der benachbarte Rastplatz laden zum Verweilen ein. Mit einer sehr gut dokumentierten Information lernen wir das ehemals grosse und bedeutende Franziskaner- und spätere Augustiner-Stift kennen, dessen Blütezeit ab Mitte des 14. Jahrhunderts bis zur Reformation dauerte. Auf dem Weg Richtung Pfungen weiter marschierend, ist noch eine letzte Steigung zu überwinden, und wir stehen auf der ehemaligen Burgstelle Multberg, die nach nur rund einem halben Jahrhundert des Bestehens 1309 durch die Habsburger zerstört wurde. Ein recht steiler, mit vielen Treppenstufen durchsetzter Abstieg führt uns nach Pfungen zurück.
Nr. ZH0304
Erlenbach — Küsnacht • ZH

Tobel: Erlenbacher-/Küsnachtertobel

Erlenbach, an der Sonnenküste des Zürichsees, hat seinen dörflichen Charakter bis jetzt bewahrt. Nicht erst in der heutigen Zeit lebt es sich gut in Erlenbach. Ausgrabungen zeigen, dass schon vor 5000 Jahren Menschen an den sonnigen Hängen lebten. Ab der S-Bahn-Station Erlenbach wandern wir Richtung Osten, überqueren die Bahnlinie und erreichen in wenigen Minuten das Dorfbach-Tobel. Bald schon steht man vor dem Höhschutz oder Hanggiessen, einem Wasserfall, der über eine zwölf Meter hohe Molassewand stürzt. Der Pfad führt weiter aufwärts, bis wir zu einer Bachmündung gelangen. Während der eine Weg Richtung Kittenmüli geradeaus geht, streben wir links weiter tobelaufwärts.Wir verlassen den Wald und folgen dem Wanderpfad Richtung Limberg. Vorbei am Forsthaus der Gemeinde Erlenbach und durch die Geländekammer Ruchweid erreichen wir Hohrüti. Wir wenden uns nach links und folgen dem Rüsselbach bis zur Tobelmüli. Geradeaus weiter tauchen wir ins Küsnachter Tobel ein. Einige Minuten später gelangen wir zur ersten grösseren Picknickstelle. Ein paar Mal pendelt nun der Weg zwischen dem linken und dem rechten Bachufer. Weiter tobelabwärts treffen wir auf den Wegweiser, der zur Burgruine Wulp weist. Wir aber halten die Richtung und kommen an den Drachen- oder Fledermaushöhlen vorbei – seltsame Höhlen, zu denen man hinaufklettern kann. In der Sage wird erzählt, dass in der Tiefe der Höhle ein schauriger Lindwurm gehaust haben soll, der das Dorf mehrmals überfallen habe. Ein frommer Ritter habe ihn mit diamantenen Fesseln gebändigt. Weiter gehts dem Dorfbach entlang, vorbei an weiteren Picknickplätzen. Kurz vor dem Tobelende liegt vor uns ein riesiger erratischer Felsblock, der Alexanderstein, ein Sandstein- Findling aus der Eiszeit. Hier befindet sich auch ein Findlingsgarten mit 65 weiteren impo santen Steinen, die aus der näheren Umgebung zusammengetragen wurden. Durch den Tobelweg gehts hinunter zur Alten Landstrasse. Die Richtung haltend, erreichen wir durch die Unterführung die S-Bahn-Station Küsnacht.
Nr. ZH0303
Weisslingen — Effretikon • ZH

Tobel: Tätschtobel

Eine abwechslungsreiche Tobel-Halbtageswanderung auf signalisierten Wegen führt in die Landschaftskammer südlich Winterthur. Ausgangsort ist Weisslingen. Nach dem Siedlungsgebiet führt ein Wiesenweg steil hinauf zum Dickiwald und dann als Höhenweg Richtung Agasul, einem Ort mit einem erklärungsbedürftigen Namen. Vor diesem Zwischenziel blinken der Brauiweiher und bei guten Sichtverhältnissen aus der Ferne der Alpenkranz entgegen. Der Name des Weilers Agasul reicht zurück ins 8. Jahrhundert und bedeutet Schweinepferch des Ago; weil der Ort jedoch auch die Überlieferung einer Hirschtränke kennt, wählten dieOrtsbürger als Wappen einen stolzen Hirsch anstelle des profanen Schweines… Etwa eine Viertelstunde nach Agasul Richtung Illnau tauchen wir in den Wald zwischen Luckhausen und Horben ein, und beim Weiler Tätsch zeigt der Wegverlauf steil nach unten – unvermittelt stehen wir am Fusse eines Giessens, dem Tätschfelsen, und können dann un- seren Weg im schmalen Tobel fortsetzen. Wie andere Giessen auch, strahlt der Tätsch felsen im Winter oft als grandiose Eisskulptur den Wandernden entgegen. Sanft abwärts dem Hüener bach entlang, die Hauptstrasse und das Flüsschen Kempt (tiefster Punkt der Wande- rung) überquerend und wieder hinauf – das Zwischenziel Kirche Illnau ist erreicht. Die Kirche mit ihrem massigen Chorturm reicht ins 12. Jahrhundert zurück. Von den beiden je eine Stunde dauernden Wegvarianten nach Effretikon wählen wir die südliche über den Walter-Roderer-Weg, das Naturschutzgebiet Örmis und den Weiler Bisikon. Das nun folgende Büzenriet zwischen Bisikon und Effretikon ist heute ein grosses Familiengartenareal. Kurz vor dem Endpunkt Bahnhof Effretikon kann man bei der Ruine Moosburg (eine Gründung der Kyburger 1254, zerstört 1444) noch kurz in die Mittelaltergeschichte eintauchen.